Force of Will – Grand Prix Würzburg

Ein großartiges Turnier mit über 135 TeilnehmerInnen ging am 15./16. Juli in Würzburg zu Ende! Am diesem Wochenende waren wir wieder einmal mit unserem Team „New Frontiers“ auf einem Force of Will Grand Prix. Dieses Mal sogar mit unserem kompletten Team! Was wir dort erlebt haben und gegen welche Decks wir gespielt haben, erfahrt ihr hier!

Jetzt gehts um das Eingemachte!

Schon in meiner ersten Runde konnte ich durch einen Blick nach rechts und links erkennen, wie stark sich das Meta nach Echos einer neuen Welt und der aktualisierten Banlist verändert hatte. Ich selbst habe mich für ein „Lumia Mythen Spinnen Deck“ entschieden und durfte zunächst gegen niemand geringeres als „Big Daddy“ alias Gill Alhama´at spielen. Ein Glück für mich, dass es nicht die OTK Variante war, ich hatte nämlich keinen „Gill Lapis, Schwarzmond-Eroberer“ in meinem Side Deck gehabt. Das Match war leider trotzdem sehr schwierig. Das erste Spiel ging an meinen Gegner, nachdem ich seinen dritten „Abdul Alhazred, Poet des Wahnsinns“ nicht mehr loswerden konnte. Die ersten beiden konnte ich noch mit „Pricia, Bezwingerin der Oberherrin“ in Verbindung mit einer Wasserwandelmagie zerstören, für den dritten Abdul hat es dann leider nicht mehr gereicht.

Im zweiten Spiel sah es anfangs sehr gut aus, bis er mir das Feld leerräumte. Ich hatte dann seinen geurteilten Drachenherrscher vor meinem Gesicht und folgendes auf der Hand: Eine Wasserwandelmagie und zwei Frigg. Auch wenn es das falsche Spiel ist, rief ich bei der vermeintlich letzten Karte, die ich wohlmöglich ziehen würde: „HERZ DER KARTEN“… Mein Gegner antwortete mit einem amüsierten Lächeln: „Das wird dir auch nicht mehr helfen.“ Ich schaute mir die Karte an und legte sie direkt auf den Tisch. Es war die Karte „Mythen Spinnen“. Ich spielte sie sofort aus, beschwor Frigg und holte mir mit Frigg „Mythen Spinnen“ zurück, um sie noch einmal auszuspielen. Zu meinem Glück hatte meinen Gegner keinen Konter parat. Mit meiner zweiten Frigg nahm ich einen „Göttlichen Vogel von Attoraktia“, um seinen Drachenherrscher zu blocken, aber es reichte leider nicht und mein Gegner konnte das Match für sich entscheiden.

Streich Nummer 2!

Mein zweites Match trug ich gegen ein ziemlich starkes Sylvia-Aggro Deck aus. Im ersten Spiel wurde ich schnell von meinem Gegner auf 800 Life runter geprügelt. Sein Feld konnte ich zum Glück aber durch meine Pricia klein halten. Als mein Gegner keine Handkarten mehr hatte, blieb ihm nur noch das Urteil, doch genau darauf hatte meine „Melfee, Zauberin des Himmlischen Windes“ gewartet. Sie verhinderte anschließend jeglichen Schaden, den seine „Sylvia Gill Palarilias“ mir zugefügt hätte. In meinem Zug spielte ich dann mittels „Mythen Spinnen“ Frigg aus und holte mir eine Melfee und ein „Siegel von Wind und Licht“ wieder. Nun konnte mir nichts mehr passieren. Ich konterte seine nächste gezogene Karte und verhinderte den Schaden seines Vollstreckers erneut mit einer Melfee. In meinem Zug griff ich mit Frigg an, um meinen Gegner zum Blocken zu zwingen. Dann kam eine weitere Frigg aufs Feld, die mir ein Siegel und die zuvor besiegte Frigg wieder auf die Hand gaben. Es war dann nur noch eine Frage der Zeit bis ich das erste Spiel für mich entscheiden konnte. In der zweiten Runde hatte ich quasi keine Chance. Mein Gegner knallte mir einen Resonator nach dem anderen auf den Tisch, wofür ich leider keine Antworten auf der Hand hatte. Im dritten Spiel habe ich dann auf „Yggdrasil, der Weltenbaum“ umgesidet. Hier hat mir „Artus Pendragon, König der Tafelrunde“ dann den Sieg eingeholt.

Déjà-vu?!

Das dritte Match war ein wirklich lustiges Match gegen Natascha Rau. Sie hat es mit ihrem Pricia-Aggro Deck später in die Top 8 geschafft. Das erste Spiel war sehr ausgeglichen und hat mir viel Spaß bereitet. Es hat mir gezeigt wie „schwach“ „Pricia, Wahre Bestien-Herrin“ nach dem Bann von „Laevateinn, das Dämonenschwert“ geworden ist. Dennoch gehört es ganz klar zu den Top-Decks und in Kombination mit einer starken Spielerin ist es ein unglaublich schweres Match-Up. Meine Gegnerin konnte das erste Match knapp für sich entscheiden, woraufhin ich wieder auf Yggdrasil umgesidet habe.

Hier musste ich einfach weinen und lachen zugleich. Noch nie hat mich ein Deck so sehr im Stich gelassen. (Ich habe schon in einem Top 16 Match mit Pricia-Hans zwei Feuersteine zu Beginn gezogen und Pricia-Hans-Spieler wissen genau wie sehr diese beiden Steine aufregen können ^^) Ich hatte nach dem Mulligan zwei Friggs, zwei „Zerteilende Winde“ und eine Elfen-Heilige auf meiner Hand. Leider wurde meine Elfe kurz nach dem Ausspielen vom „Blitzschlag“ getroffen. Mein Deck wollte wohl nicht mehr, denn es ließ mich sofort einen „Captain Hook“ und dann meine dritte Frigg ziehen. Ich konnte also – abgesehen von meiner einen Elfen – die ersten vier Runden nichts machen, während meine Gegnerin ihr Feld zupflasterte. Da sie in jeder Runde immer nur eine Karte ausspielte, waren auch die Winde auf meiner Hand nicht zu gebrauchen. Sie tötete mich das erste Mal und zerstörte anschließend meine „Alice, Avatar der Sieben Reiche“ mit einer Dämonenflamme für 3.

Und nun?

Da ich nun meine zweite Niederlage in der Tasche hatte und am Sonntag aus beruflichen Gründen sowieso nicht weiterspielen konnte, entschied ich mich dazu noch eines der Side Events mitzumachen und nebenbei die Feature Matches zu verfolgen. In meinem Side Event habe ich das erste und einzige Mirror-Match an diesem Tag gehabt. Auch wenn mein Gegenspieler sehr sympathisch war und wir uns gut verstanden haben, war es ein unglaublich langweiliges Match. Hier kommt es wirklich auf das Glück an, wer beim Ausspielen der ersten wichtigen Karte mehr Konter auf der Hand und Mana auf dem Feld hat.

Tolle Spieler, tolle Decks!

Auf dem Grand Prix in Würzburg gab es für mich zwei ganz besondere Decks. Das neue Yggdrasil/Control Deck hat es mir sehr angetan. Ich habe zwei Matches eines Spielers komplett verfolgt und werde das Deck auf jeden Fall für unsere Store Ruler Turniere nachbauen. Die Aggro Variante gefällt mir dabei nicht so gut. Das zweite Deck war ganz klar das „Big Daddy First Turn Kill“ Deck. Es ist zwar unglaublich langweilig, aber ich fand es unheimlich klasse, dass es Leute gibt, die sich getraut haben es zu testen. Eines hat es sogar in die Top 8 geschafft!

Als Schlusswort kann ich sagen, dass der Bann von Laevateinn wirklich sehr viel bewirkt hat. Man ist zum einen nicht mehr gezwungen (so viele) „Todessensen, Lebensschnitter“ zu spielen und zum anderen kann man nun problemlos aus einer größeren Palette an Meta-Decks wählen.

Euer Moritz von Team New Frontiers

Über rengeki

rengeki hat bereits im Kindesalter Sammelkartenspiele lieben gelernt und spielt seit über 10 Jahren kompetitiv.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.