Yugioh – Food for thought, euer Side Deck

Mit der neuen Banlist und dem zugegeben schnellem (aber für viele vermutlich gewolltem) Ende des Spioral Deckthemas auf voller Stärke, ist es nun wohl die perfekte Zeit sich mit einem guten Side Deck auf die kommenden Turniere vorzubereiten. Jeder sollte sich vor seinem nächsten Turnier auch mit seinem Side Deck beschäftigen! Es ist wichtig für das Duell und kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Leider gibt es aber noch immer viele Spieler, die ihres vernachlässigen. Ihr fragt euch wie ihr euer Side Deck aufbauen solltet? Wenn ihr das lernen wollt, solltet ihr unbedingt weiterlesen!

Bevor wir aber dazu kommen, erstmal die Grundlagen:

Was genau ist das Side Deck?

Das Side Deck besteht aus bis zu 15 Yugioh Karten. Es wird genutzt, um in einem Match zwischen den einzelnen Duellen Karten mit dem Yugioh Deck auszutauschen. Dabei darf die Anzahl in den jeweiligen Decks nicht verändert werden. Habt ihr also 41 Karten im Main und 14 im Side Deck, dürft ihr daraus nicht 40 bzw. 15 machen. Ihr dürft auch Karten für das Extra Deck im Side Deck haben und diese boarden (Begriff für das Austauschen der Karten). Wichtig ist, dass nach dem Match alle Decks in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden.

Da wir nun wissen, was das Side Deck ist, kommen wir zum nächsten Schritt:

Was mache ich mit dem Side Deck

Mit dem Side Deck kannst du mehrere verschiedene Strategien verfolgen. Die erste Strategie ist es, Karten im Side Deck zu spielen, die das aktuelle Meta auskontern. Eine aktuell beliebte und effektive Kartenart hierfür sind „Handtraps“, Monster mit Effekten, welche sich von der Hand aus aktivieren. Diese Strategie wird mitunter am meisten auf Turnieren verwendet, weil es erlaubt den Gegner in seinem Spiel zu stören, ohne die eigene Deckstrategie zu verändern. Wichtig hierfür ist zu wissen, welche Decks auf Turnieren gespielt werden.

Mit der zweiten Strategie nutzt du Karten, welche darauf ausgelegt sind mögliche Konterkarten deines Gegners zu kontern (… Also Anti-Konterkarten, wenn man sie so nennen möchte). Dafür ist es wichtig zu wissen, welche Karten dein Deck auskontern können. Um beim obigen Beispiel zu bleiben, ist dein Deck anfällig für Handtraps, ist es vielleicht hilfreich die Fallenkarte „Entlarven“ oder „Gedankenentzug“ im Side Deck zu haben. Man merkt also, dass es bei dieser Strategie zusätzlich wichtig ist zu wissen, was die eigenen Schwächen sind und wie man den Gegner daran hindert diese auszunutzen.

Bei der Dritten und wohl anspruchsvollsten Strategie werden im Side Deck Karten genutzt, welche die Strategie des Decks an sich ändern. So kann man zum Beispiel aus einem aggressivem Deck, welches auf Swarming (das Feld möglichst schnell mit möglichst vielen Monstern füllen) aus ist, ein defensives Control Deck machen. Es hat den Vorteil, dass Konterkarten, die der Gegner boarden könnte, unbrauchbar werden. Außerdem überrascht es den Gegner meistens, wenn man mit einer komplett neuen Strategie in das nächste Duell startet. Das Problem hierbei ist jedoch, dass man sich genau überlegen muss, welche Karten man im Side Deck benutzt, da es ja nur für maximal 15 Karten Platz bietet.

Wie baue ich denn jetzt ein gutes Side Deck?

Ich denke, es gibt schlichtweg kein „perfektes“ Side Deck. Ich empfehle eine Kombination aus den ersten beiden Strategien. Wisse, was im Turnier gespielt werden könnte und stelle dich darauf ein, vergiss dabei aber auch nicht Karten zu nutzen, die verhindern, dass andere dein Deck mit nur einer Karte auskontern können. Informiere dich, was andere spielen und überlege welchen Einfluss das auf dein Deck hat. Dann informiere dich z.B. im Internet, welche Möglichkeiten es für dich gibt. Beispiel: Ich habe in meinem Side Deck momentan gerne „Antimagischer Duft“ und „Zwillings-Twister“, um gegen Pendeldecks besser bestehen zu können, da mein Deck nicht auf das Zerstören von Zauber- oder Fallenkarten ausgelegt ist.

Welche Karten ihr benutzen wollt liegt schlussendlich an euch. Eine der aktuell besten Karten ist aber wohl „Aschenblüte & Freudiger Frühling“. Der Grund dafür ist ihre Fähigkeit von der Hand aus viele Suchmöglichkeiten deines Gegners zu negieren. Andere Karten, die momentan oft genutzt werden, sind „Ausgeglichener Zweikampf“ und „Kauz und Schlossvogel“. Aber auch Karten wie „Antimagischer Duft“, „Fehler“ oder „Systemabsturz“ sehen ihren Nutzen im Meta. Und das ist natürlich nur ein kleiner Teil von Karten, welche ihr in euer Side Deck einbauen könnt!

Wenn ihr noch einige weitere Denkanstöße haben wollt, schaut euch gerne den Artikel „Yugioh – Die Top 10 Side Deck Karten der ersten Jahreshälfte!“ an. Dort findet ihr eine Auswahl an Karten, welche vielleicht nicht unbedingt für das jetzige Format aktuell sind, aber deswegen nicht schlecht sein müssen.

Bis dahin! Minimopp ~

Über Minimopp

Moin! Student aus Hamburg, 20 Jahre und seit 4 Jahren in YuGiOh unterwegs!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.