Magic – Commander 2021 (Strixhaven) Set Review Teil 1

Willkommen zum Annex der Set Review von Strixhaven, den dazugehörigen Strixhaven Commander Decks. Bereitet euch auf einen langen Artikel vor, wir haben 81 neue Magic Karten zu besprechen, und so ziemlich jede ist hochinteressant! Wir fangen mit den neuen Commandern, den mehrfarbigen sowie den weißen und blauen Karten an. Viel Spaß!

Breena, the Demagogue

Breena führt das Deck der Silverquill an, wirkt auf mich aber ehrlich gesagt eher wie eine Karte für das Deck. Sie ist angenehm politisch und sorgt für Card Draw am ganzen Tisch, während ihr Marken generiert. Das Problem, was ich hier nur sehe, ist, dass diese Farben nicht so viel mit den Marken anfangen können. Gute Karte für sowas wie Atraxa, aber als General wohl nicht die erste Wahl.

Felisa, Fang of Silverquill

Der alternative Commander wirkt deutlich besser: Felisa ist prädestiniert für ein Aristocrats Deck, in welchem man ständig Kreaturen opfert. Sie allein generiert immer wieder Token, wenn Kreaturen sterben und kann verschiedene, vor allem weiße Karten mit Marken sehr gut verwerten. Marken in Aristocrats ist zwar eine ungewöhnliche Kombi, aber kreative Decks sind immer wünschenswert. Cooler Commander!

Veyran, Voice of Duality

Eine neue Interpretation von Spellslinger: Veyran untersützt euch zwar nicht direkt dabei, mehr Sprüche zu wirken, sorgt aber dafür, dass die ganzen Karten, die davon profitieren, richtig abgehen: Talrand, Guttersnipe und wie sie alle heißen werden sich enorm freuen, wenn sie einfach mal verdoppelt werden. Die Farben sind dafür natürlich auch perfekt geeignet. Normalerweise würde man in einem solchen Deck wohl eher versuchen, mit sowas wie Mizzix die Sprüche günstiger zu gestalten oder mehr Karten zu ziehen, aber diese Herangehensweise ist mal völlig neu und kann wohl auch ziemlich eskalieren. Tolle Neuinterpretation eines bekannten Konzepts!

Zaffai, Thunder Conductor

Hier sehen wir im Gegensatz zu Veyran eine sehr klassische Interpretation von Spellslinger: Zaffai macht was, wenn ihr Zauber wirkt. Dabei wirken die Effekte nichtmal besonders spannend: Scry 1 ist nett, aber langweilig, ein Token sorgt für Feldpräsenz und 10 Schaden bringen euch halt dem Sieg näher. All diese Effekte sind nützlich und können sicherlich auch dadurch eskalieren, dass sie auch bei Kopien ausgelöst werden, aber im Vergleich zu Veyran wirkt sie etwas langweilig. Bisher ist es wohl wie ein roter Faden, dass die alternativen Commander spannender sind. Ich beschwere mich da aber überhaupt nicht drüber.

Gyome, Master Chef

Der Flavour (Wortspiel nicht beabsichtigt) ist hier sehr gelungen, aber spielerisch sorgt Gyome nur dafür, dass eure Kreaturen unzerstörbar werden können. Das ist nett, aber irgendwie ein bisschen wenig für den Anführer eures Decks. Spannender ist Gyome sicherlich als Anführer eines Decks rund um Essen, aber da fragt man sich, ob man genügend spielbare Karten findet.

Willowdusk, Essence Seer

Ein Commander, der Marken verteilt. Irgendwie könnte das auch spannender sein. Klar, die Kopplung an Lifeloss und vor allem Lifegain ist interessant und kann dafür sorgen, dass Willowdusk gerne mal zwanzig Marken verteilt, aber das ist am Ende des Tages immer noch nur eine Verstärkung für den Kampf, die auch nur als Hexerei aktiviert werden kann.

Alibou, Ancient Witness

Von Jor Kadeen abgesehen gibt es meines Wissens bisher noch keinen Commander, der sich speziell um Artefaktkreaturen dreht. Zwar verlangt Alibou wie (zu) viele andere Commander in den Farben auch, dass man sich in den Kampf stürzt, bietet dafür aber auch starkes Removal und Kartenauswahl auf Kosten der Flexibilität beim Deckbau. Alles in allem ein spannendes Konzept, um das man sicher so manches Deck bauen kann.

Osgir, the Reconstructor

Ein generischer, aber dennoch gelungender Commander: Osgir bietet eine Möglichkeit, Artefakte zu opfern und diese danach zu verdoppeln. In Kombination mit sowas wie Wurmcoil Engine kann die zweite Fähigkeit wohl für enorme Feldpräsenz sorgen, oder mit Sol Ring für extremes Mana. Eine Möglichkeit zum Enttappen wird sich mit Karten wie Voltaic Key sicher auch finden. Starker Commander mit vielen verschiedenen Optionen im Deckbau.

Adrix und Nev, Twincasters

Der Effekt ist geradeaus und saustark. Parallel Lives gehört in jedes Token Deck und liegt jetzt einfach auf eurem Commander. Klar, Blau ist für Tokens nicht die beste Farbe, aber Grün kann das Thema alleine stemmen, während Blau vielleicht für Card Draw und etwas Abwehr durch Counter oder ähnliches sorgt. Starker Commander, laut meiner persönlichen Kristallkugel der beliebteste des Sets.

Esix, Fractal Bloom

Auch ein Commander für Tokens, aber weniger geradeaus. Esix sorgt dafür, dass eure kleinen Saprolinge plötzlich zu fiesen Karten wie Agent of Treachery werden. Alternativ kann man auch für etwas exponentielles Wachstum sorgen, wenn man davon in der echten Welt noch nicht genug hat: Kopiert Rampaging Baloths und seht zu, wie ihr jede Runde immer mehr erhaltet. Esix ist leider etwas teuer und hat keinen eigenen Schutz, aber die Möglichkeiten sind spannend. Adrix und Nev sind wohl besser und generischer, aber mit Esix kann man wohl noch verrücktere Dinge tun, und genau dafür verdient sie (es/er?) ein Lob!

Inkshield

Ein Fog, der eine Armee generiert? Klingt gut. Inkshield kann vor allem perfekt Combos kontern, die unendlich viele Kreaturen generieren, aber auch gegen reguläre große Angriffe ist es ein starker Schild. Tolle defensive Karte, die so manche Spiele herumdrehen wird!

Reinterpret

Ich weiß nicht… Ja, auch dieser Spruch kann ein Spiel drehen, aber meistens ist man im EDH nicht so sehr im Mananachteil, dass man den Spruch nicht selbst wirken könnte. Sowas wie Desertion wirkt da besser, oder einfach Konter, die durch ihre Effizient glänzen.

Revival Experiment

Ja, das nimmt man mit! Während Revival von Kreaturen echt nichts neues mehr ist, sind Planeswalker, Artefakte und Verzauberungen echt spannend: Ihr könnt hier mit Ländern fünf Karten für sechs Mana zurückerhalten, und die Lebenskosten dürften nicht allzu sehr stören. Für klassische Decks in den Farben eine tolle Karte!

Wake the Past

Genau das, was Decks rund um Artefakte brauchen: Ein Massenrevival, das die Kreaturen auch noch direkt auf die Gegner loslässt. Haste spielt vermutlich die kleinere Rolle, aber alleine ein so deutlicher Finisher im Lategame dürfte diese Karte zu einem Weckruf machen, von dem so mancher Gegner unsanft aufwacht.

Oversimplify

Fünf Mana – Exile all creatures. Allein diese Kombination lässt einen aufhorchen, besonders in diesen Farben. Die Token, die übrig bleiben, können sicherlich manchmal unangenehm werden, aber auch geblockt oder durch Bounce vernichtet werden. Außerdem werdet ihr mit der Farbkombination oft gut dastehen, wenn es um reine Kampfstärke geht. Starkes Mass Removal für Farben, die nicht oft in diesen Genuss kommen.

Angel of the Ruins

Nach der Achterbahnfahrt an Commandern geht es ruhiger weiter: Angel of the Ruins ist „nur“ ein fliegender Beatstick, der auch noch Removal mitbringt. Kaalia freut sich über den Effekt, Decks rund um ETB-Effekte wie Brago sicherlich auch. Plainscycling sorgt dafür, dass der Engel auch am Anfang des Spiels nützlich ist und nicht nur rumliegt. Solide Karte für verschiedene Decks, aber kein Gamechanger.

Archaeomancer’s Map

Land Tax in fair. Drei Mana für zwei Länder auf der Hand ist absolut solide, gerade in weiß. Dazu kommt die Ramp, die zwar vom Gegner abhängig ist, aber gerade gegen grüne Decks oft ausgelöst werden dürfte. Es wäre schön gewesen, wenn man mit der Karte auch andere Ebenen, etwa Shocklands hätte suchen können, aber auch so ist sie sehr solide, gerade für sowas wie Monoweiß. Gute Karte!

Bronze Guardian

Fünf Mana für einen Beatstick und schwächeres Hexproof. Darksteel Forge ist wohl besser, kostet aber auch mehr und kann nicht angreifen. Dank Double Strike wird der Wächter oft schon für zehn Schaden oder sogar mehr angreifen können, was für fünf Mana mehr als solide ist. Klar, der Schutz kann umgangen werden, gerade durch Mass Removal, aber ein starker Beatstick, der auch noch eigene Karten schützt, ist für fünf Mana absolut ausreichend. Wer Artefakte spielt und nicht total auf Combo setzt, kommt um Bronze Guardian kaum herum.

Combat Calligrapher

Politische Karten sind was feines. Die Eule generiert bei allen Spielern einige Tokens und provoziert sie zu gegenseitigen Angriffen, sodass ihr im Optimalfall nur noch die übriggebliebenen Lebenspunkte auf Null senken müsst. Vom politischen Aspekt abgesehen ist der Calligrapher auch noch ein solider Token-Generator, den ich mir vielleicht sogar im Duel Commander vorstellen könnte. Im normalen EDH passt er jedenfalls perfekt in Token Decks oder Aristocrats.

Digsite Engineer

Ja, warum nicht? Artefaktdecks profitieren meistens davon, wenn viele Artefakte im Spiel sind und dieser Handwerker generiert permanent Token für einen bezahlbaren Preis, die im späteren Spiel oder auch in der Mitte zu echten Gefahren werden können. Am Anfang hat man vielleicht noch nicht das Mana, um die Kosten jedes Mal zu bezahlen, aber dann beschränkt man sich vielleicht für den Aufbau in einem oder zwei Zügen auf Manaartefakte, um dann so richtig mit dem Aufbau der Armee loszulegen. Selbst, wenn der etwas fragile Ingenieur entfernt wird, dürften seine Werke ziemlich nervig für die Gegner sein, solange diese kein Mass Removal haben.

Excavation Technique

Vier Mana ist ein etwas hoher Preis für so ein Removal. Mit Demonstrate kann man wohl dafür sorgen, dass der führende Spieler seine drei besten Karten verliert, dafür ist die Technik aber schlecht, wenn man das selbst ist. Auch können die Token durchaus unangenehm werden, gerade am Anfang oder in der Mitte, wenn man sein gesamtes Mana für ein Removal ausgibt und den Gegner damit nur beschleunigt. Ich glaube, man ist da mit altmodischeren Optionen besser bedient.

Guardian Archon

Gute Lebensversicherung: Schutz vor einem Spieler bedeutet insbesondere, dass man von diesem keinen Schaden kassiert, was gerade gegen viele Kombos die Abwendung der Niederlage und damit vielleicht den eigenen Sieg bedeuten kann. Andererseits ist das Archon nur eine defensive Karte, die erstmal nichts macht und damit in kein Deck explizit passt. Solide, aber die Konkurrenz ist groß.

Losheel, Clockwork Scholar

Card Draw und Unterstützung im Kampf sind für drei Mana echt stark, aber es braucht noch mehr, um mich im EDH von Mono Weiß zu überzeugen. Losheel als Commander krankt an einem Deck, das eher schwach sein dürfte und nicht viel mehr kann als reinrennen. Dafür dürfte er in vielen Artefaktdecks mit einem Fokus auf Kreaturen eine gute Figur machen. Irgendwie könnte ich mir auch vorstellen, dass man ein recht solides Deck im Duel Commander um ihn bauen könnte.

Monologue Tax

Weiße Ramp ist immer gerne gesehen! Die Steuer wird locker jede Runde einen Schatz generieren, oft wohl auch mehr, und hält gleichzeitig vielleicht manchen Gegner von optimalen Spielzügen ab. Besonders gut passt der Effekt natürlich in Decks, die gerne bleibende Karten opfern oder Artefakte verwenden, aber auch sonst ist sie ähnlich wie Smothering Tithe wohl ein Staple für sehr viele Decks. Starke Karte!

Nils, Discipline Enforcer

Als Commander läuft Nils Gefahr, erst den Gegnern zu helfen, die dann ihn und kurz danach euch umbringen. Besser sieht es in den 99 aus: Dort kann man ihn insbesondere als Werkzeug gegen Marken Decks suchen, etwa mit einem Chord of Calling, damit diese keinen Schaden anrichten können. Danach macht er einfach einen soliden Job als Buffer für eigene Kreaturen und kleines Ghostly Prison. Nette Karte, aber leider auch etwas nischig.

Promise of Loyalty

Ein Mass Removal, das für euch das gesamte Spielfeld entschärft, euch aber noch eine Kreatur lässt. Generell bin ich ein Fan dieser politischen Mass Removals (ein Satz, der irgendwie nach Genozidverherrlichung klingt), und so auch von diesem: Die Gegner behalten noch etwas, sind also vielleicht etwas weniger sauer als nach einem Wrath of God und können sich gegenseitig bekriegen. Schönes Konzept!

Scholarship Sponsor

Guter Konter gegen übertriebene Ramp! An den meisten Tischen sitzt ein Spieler, der es mit seinen Ländereien etwas übertreibt und mit dem man dank des Sponsors gut aufschließen kann. Natürlich ist der Effekt symmetrisch, sodass man auch anderen zurückliegenden Mitspielern hilft, die ihre neuen Länder auch noch vor euch enttappen werden. Trotzdem mindestens für politische Decks sehr nette Karte!

Commander’s Insight

Blue Sun’s Zenith in wohl etwas besser. Den Effekt hat man schon sehr oft gesehen, aber diesmal ist er wohl ein bisschen besser als sonst: Commander’s Insight zieht gerade im Lategame oft einfach mal zwei bis vier (oder sogar noch mehr) Karten mehr. Wenn man in einer Situation ist, in der man ohnehin unendlich Mana zur Verfügung hat, ist das wohl egal, aber manchmal spielt man diesen Effekt ja auch einfach nur für acht Mana und dann freut man sich über den Bonus. Gute Karte!

Curiosity Crafter

So ziemlich jedes Token Deck mit Blau braucht genau diesen Effekt! Ob Akim, Locust God, Talrand oder die neuen Commander, alle freuen sich über mehr Card Draw und einen Reliquary Tower. Klar, der Vogel passt nicht in besonders viele Decks, aber wo er passt, dürfte er richtig stark sein!

Dazzling Sphinx

Es ist halt ein großer Flieger, der Kartenvorteil generiert. Soweit nicht gerade was neues, aber die Sphinx macht ihren Job gut: Im EDH erwischt man meistens etwas, was dem eigenen Plan nützt, sei es jetzt ein Removal, Ramp, oder irgendeiner dieser großen Spells, die halb das Spiel gewinnen. Dazzling Sphinx kann wohl in jedem blauen Deck gespielt werden, besonders lohnt sie sich aber neben den neuen Commandern, die sich über die Spells freuen, in Unesh als weitere Sphinx und in Vega für die besondere Mechanik. Gute, wenn auch etwas generische Karte!

Deekah, Fractal Theorist

Als Commander wirkt Deekah in erster Linie wie ernsthafte Konkurrenz für Talrand. Ich persönlich bin kein Freund von Mono Blau im EDH, aber wer Talrand mag, sollte sich diesen Kollegen mal anschauen. Im Deck ist er eine klassische Spellslinger Kreatur: Ihr bekommt nette Tokens, die auch noch mit euren Spells wachsen. Gerade ein Deck mit teuren Sprüchen wie Mizzix of the Izmagnus dürfte davon profitieren.

Inspiring Refrain

Für drei Mana zieht ihr mit etwas Verzögerung im Schnitt 0,7 Karten mehr pro Zug und erhaltet jeden dritten Zug einen kostenlosen Trigger für Magecraft oder ähnliches. Ich glaube, der zweite Part ist hier fast relevanter: Card Draw gibt es mehr als genug in Blau, und sowas wie Future Sight wirkt deutlich stärker, aber kostenlose Trigger für Spellslinger sind ziemlich spannend. Dazu liegt wohl noch eine Stärke darin, dass man den Refrain nur sehr schlecht wieder loswird, sodass der Vorteil in langezogenen Spielen sehr sicher ist. Sehr starke Karte für Spellslinger, aber auch anderswo eine Überlegung wert!

Muse Vortex

Erst fand ich sie langweilig. Dann habe ich gemerkt, dass man alle nicht gespielten Sprüche auf die Hand bekommt. So ist Muse Vortex im entsprechenden Deck ein Draw Spell, der seine Manakosten auch noch oft zurückzahlt. Im späteren Spiel sollte es relativ akzeptabel sein, wenn ihr keine Länder nachzieht, dafür aber massiv Mana spart. Klar passt der Vortex wieder mal nur in Spellslinger, da aber richtig gut!

Octavia, Living Thesis

Wieder was für Spellslinger: Für zehn Mana kann man wirklich bessere Karten haben, für zwei Mana kaum. Octavia ist ein großes Monster mit Quasi-Hexproof, das euren Utility-Kreaturen einige Relevanz geben kann. Natürlich müsst ihr erstmal genug Zauber im Friedhof haben, damit Octavia bezahlbar ist, dann kann sie aber das Feld dominieren. Eine weitere Karte, die nur in Spellslinger Decks passt, dort aber richtig gut.

Perplexing Test

Der zweite Modus ist hier wohl der spannendere: Hier handelt es sich wohl um das erste Mass Removal, das von Token Decks gespielt werden kann. Die Gegner dürften diverse mehr oder wenige relevante Kreaturen und damit massiv Tempo verlieren, während die eigene Armee relativ unbeschädigt sein dürfte. Das ganze passiert auch noch als Spontanzauber. Die zuvor erwähnten blauen Token Decks werden sich massiv darüber freuen. Außerhalb davon könnte der Test aber auch praktisch sein: Gegen ein Token Deck, das gerade eskaliert, sorgt der Test auch sehr schnell für einige Ruhe. Klar, oft trifft man mit diesem Mass Removal dann nur einen Gegner richtig, aber es besteht ja immer noch die Möglichkeit, das Feld mit dem zweiten Modus aufzuräumen. Starke Karte für verschiedenste Decks!

Replication Technique

Ein weiterer Klon. Diesmal sind die Manakosten etwas höher, dafür kann man aber auch zwei erhalten und alles klonen. Mir persönlich gefällt Clever Impersonator besser, da er Karten vom Gegner klonen kann und als Kreatur auch noch für weitere Tricks genutzt werden kann, aber das kann man anders sehen. Gerade Spieler, die gerne ein paar politische Trickereien nutzen, werden sich jedenfalls über Demonstrate freuen.

Sly Instigator

Hat da jemand politische Karte gesagt? Sly Instigator tut genau das, was er soll: Er stachelt die Gegner an. Klar, ihr habt dafür gesorgt, dass die Kreatur angreifen muss, aber dann muss sich das „Opfer“ entscheiden, wer angegriffen wird. Klingt nach genau dem Spaß, den man in Kynaios and Tiro oder Zedruu haben möchte.

Spawning Kraken

Leider gibt es immer noch keinen richtigen Commander für Meeresgetier. Man kann zwar etwa mit Koma ein Deck rund um Leviathane und Co. bauen, die Synergien sind aber eher schwach. So ist Spawning Kraken zwar eine grundsätzlich starke Karte, aber für ein Deck, das (noch) nicht existiert.

Theoretical Duplication

Ihr kopiert mindestens eine Kreatur. Wenn das ein Avenger of Zendikar ist… Die Duplikation ist ein spaßiger Konter gegen irgendwelche großen Sachen, ohne dabei wie eine Desertion für Frustration zu sorgen. Dazu kann sie auch dafür sorgen, dass Decks wie Selvala nicht völlig eskalieren. In Token Decks ist sie natürlich besonders cool, wenn ihr das erzeugte Token noch kopiert oder ähnliches. Schönes Design!

Insgesamt lässt sich wohl sagen, dass das Set bislang noch keine wirklich langweilige Karten enthalten hat. Klar, nicht jeder neue Commander ist direkt der spannendste seiner Art, aber jeder hat irgendwas zu bieten. Auch die Karten für das Deck bieten gelungenen Support, besonders für das gute alte Spellslinger Thema sowie Tokens in Blau.

Das war es dann mit dem ersten Teil der Review, es folgen traditionsgemäß noch die Top-Listen für die beiden bisherigen Farben:

Weiß:
1: Monologue Tax
2: Promise of Loyalty
3: Digsite Engineer

Blau:
1: Muse Vortex
2: Commander’s Insight
3: Sly Instigator

Beim nächsten Mal schauen wir uns dann die verbleibenden Karten des Sets an. Bis dahin alles Gute!

Euer Berkut

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