Magic: The Gathering – die beliebtesten Formate

Wenn du Magic: The Gathering spielen möchtest, gilt es oftmals zu beachten, welches Format gespielt wird. Bei der Vielzahl an Varianten ist es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Dieser Artikel verschafft dir einen Überblick in die beliebtesten Formate von Magic: The Gathering, damit du einen leichteren Zugang zum Spiel und den damit verbundenen Möglichkeiten bekommst.

Zuerst gilt es zwischen zwei grundlegenden Aufbauformen der Decks zu unterscheiden. Wird das Deck während des Spielens erstellt, spricht man von sogenannten Limited-Formaten. Wenn das Deck jedoch bereits vor dem Spiel feststeht, also vorkonstruiert ist, so spricht man von Constructed. Hinzu kommen anschließend noch die Besonderheiten des jeweiligen Formats, wie z.B. die erlaubten Sets und entsprechende Bann-Listen.

Vielleicht hast du dich ja schon einmal gefragt warum es verschiedene Booster gibt. Nun, das liegt unter anderem daran, dass damit verschiedene Spielertypen angesprochen werden sollen. Einer dieser Spielertypen ist beispielsweise der Limited-Spieler, welcher Draft-Booster für das gleichnamige Format Draft, oder aber auch Sealed, benötigt.

1. Limited Formate

1.1. Draft

Mittlerweile ist der Unterschied zwischen einem Draft Booster Display und einem Set Booster Display sehr gut zu erkennen.

Bei diesem Format benötigt jeder Spieler 3 Booster, bspw. aus dem aktuellen Set Innistrad Midnight Hunt Draft Booster Display, das ihr bei uns im Shop noch ergattern könnt.
Jeder Spieler öffnet zunächst sein erstes Booster, wählt dann eine der Karten davon und reicht seinen Booster im Uhrzeigersinn weiter. Der nächste Spieler wählt ebenfalls eine Karte aus und gibt das Booster weiter, bis es leer ist. Beim zweiten Durchgang wiederholt man das Ganze, diesmal jedoch gegen den Uhrzeigersinn. Beim dritten Durchgang geht es dann wieder im Uhrzeigersinn weiter. Am Ende erstellt jeder Spieler aus den gedrafteten Karten ein Deck mit mindestens 40 Karten. Es dürfen beliebig viele Standardländer (Ebenen, Inseln, Sümpfe, Gebirge und Wälder) hinzugefügt werden. Anschließend wird mit den zusammengestellten Decks gegeneinander gespielt. Eine Spielerzahl von 8 Leuten ist hier empfehlenswert.

1.2. Sealed

Hierbei erstellt jeder Spieler aus 6 Boostern ein Deck mit mindestens 40 Karten. Diesem Deck dürfen, ebenso wie beim Draft, eine selbst gewählte Anzahl an Standardländern hinzugefügt werden.
Das Sealed-Format kann bereits ab zwei Teilnehmern gespielt werden und ist eine tolle Möglichkeit, neue Sets bzw. neue Karten kennenzulernen. Der Zufallsfaktor spielt eine große Rolle bei den Limited-Formaten, das sorgt für frischen Wind und lässt jedes Spiel einzigartig werden. Wer also einen zusätzlichen Zufallsfaktor im Spiel sucht, für den ist dieses Format ebenso geeignet, wie für alle, die gerne neue Sets ausprobieren, oder aber einfach eine tolle Zeit mit Freunden verbringen wollen.

2. Constructed Formate

Vorab der Hinweis, dass es für jedes dieser Formate eine eigene Bann-Liste gibt, welche teilweise auch den einzigen Unterschied zwischen den Formaten darstellt. Diese Bann-Listen findest du ganz einfach auf der offiziellen Magic Website von Wizards of the Coast.

2.1. Standard

Dieses Format ist ein sogenanntes rotierendes Format. Hierbei werden immer die aktuellsten Sets von Magic gespielt. In jedem Jahr kommen vier neue Sets zu Standard hinzu. Außerdem rotieren jedes Jahr, wenn das Herbstset veröffentlicht wird, die vier ältesten Sets aus Standard heraus.

Ein Standard Deck besteht aus mindestens 60 Karten und einem Sideboard* mit bis zu 15 Karten. Jede Karte darf höchstens 4 Mal im Deck enthalten sein, mit Ausnahme von Standardland-Karten.

Die aktuellen Standard-Sets sind folgende (Stand: Oktober 2021):

Voraussichtlich am 19.11.2021 folgt das nächste Standard-Set: Innistrad: Blutroter Bund (engl. Crimson Vow)

*Das Sideboard (Nebendeck) bietet dir die Möglichkeiten, in einem „Best of Three“ nach einer Runde, Karten zwischen Hauptdeck und Sideboard zu tauschen. Damit kannst du dich besser auf das gegnerische Deck einstellen.

2.2. Commander

Das derzeit wohl beliebteste Format – Commander.
Der Kommandeur ist das Herzstück jedes Commander-Decks. Die Decks werden rund um ihn aufgebaut und dürfen auch nur die Farben nutzen, welche auf der Commander Karte vorkommen.
Hierbei bestehen die Decks aus insgesamt 100 Karten, wobei jede Karte nur einmal enthalten sein darf – abgesehen von den Standardländern. Jeder Spieler bestimmt vor Spielbeginn seinen Kommandeur (eine legendäre Kreatur oder Planeswalker mit der Fähigkeit als Kommandeur zum Einsatz kommen zu dürfen) und kann diesen im Spiel jederzeit zu den jeweiligen Mana-Kosten aus seiner Kommandozone spielen.
Sollte der Kommandeur einmal aus dem Spiel entfernt werden (egal auf welche Art), so darf der Spieler entscheiden, ob er ihn zurück in die Kommandozone legt. Für jedes weitere Mal, bei dem der Kommandeur aus der Zone gespielt wird, müssen 2 zusätzliche Mana gezahlt werden.
In diesem Format gibt es zusätzlich die Möglichkeit, durch Kommandeur-Schaden zu gewinnen. Wenn ein Kommandeur einem Spieler 21 oder mehr Schadenspunkte zufügt, verliert dieser die Partie.
Bei Commander spielen 2-6 Spieler gegeneinander, wobei jeder Spieler mit 40 Lebenspunkten startet. Der Spieler, welcher zum Schluss übrig ist, gewinnt das Spiel.

2.3. Brawl

Brawl vermischt das Standard- mit dem Commander-Format. Hier wird wieder mit 60 Karten pro Deck gespielt. Wie auch bei Commander dürfen die Karten in den Decks nur einmal vorkommen (mit Ausnahme der Standard-Länder). Jedoch sind hier nur Karten aus Standard-legalen Sets erlaubt. Es gibt wieder einen Kommandeur, welcher entweder eine legendäre Kreatur oder ein beliebiger Planeswalker aus einem Standard-legalen Set sein kann. Die Regeln für das Wirken des Kommandeurs sind identisch zu Commander. Es gilt ebenso, dass die Farbidentität des Decks, der deines Kommandeurs entsprechen muss. Auch hier können 2-6 Spieler gegeneinander spielen. Die Lebenspunkte werden jedoch leicht angepasst. Zu zweit startet jeder Spieler mit 25 Lebenspunkten, ab drei Spielern dann mit 30.
Hier gab es in der Vergangenheit eine Möglichkeit, sich relativ schnell ein Deck zu besorgen: mit den Brawl-Decks von Throne of Eldraine. Jedoch ist dieses Set nicht mehr Standard-legal, aber wer mal in dieses Format reinschnuppern möchte, dem sei das Set wärmstens empfohlen.

2.4. Pioneer

Bei Pioneer sind alle Sets ab Rückkehr nach Ravnica (wurde am 05.10.2012 veröffentlicht), die für Standard erschienen sind, erlaubt. Die Deckbauregeln entsprechen denen vom Standard-Format. An dieser Stelle lohnt sich der Hinweis auf die neuen Pioneer Challenger Decks, welche am 15.10.2021 offiziell erschienen sind. Falls du dich für dieses Format interessierst, sind diese Decks ein toller Einstieg. Wenn du mehr über die Decks erfahren möchtest, kannst du dir gerne den zugehörigen Artikel von Berkut dazu durchlesen.

Modern, Legacy und Vintage wurden ebenso von Berkut erklärt. Wenn du mehr über diese Formate wissen möchtest, kannst du gerne mal reinlesen.

Das war eine kleine Übersicht über die beliebtesten Formate von Magic: The Gathering. Es gibt noch viel mehr Formate, welche alle ihre Daseinsberechtigung haben. Genau diese Vielzahl an Möglichkeiten macht Magic zu dem, was es ist; es ist für jeden etwas dabei!

Welches Format spielst Du am liebsten? Warum ist genau dieses Format das Richtige für Dich? Schreib es in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Antwort!

Euer Creedo

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