Was ist ein Helmet-Deck?

Diese Woche gibt es mal wieder etwas weniger „Götter-lastiges“. Wenn man sich im Internet ein bisschen über das Yu-Gi-Oh! Kartenspiel informiert, stößt man irgendwann auf den Begriff „Helmet-Deck“. Jetzt kommen natürlich die Fragen auf: „Was ist ein Helmet-Deck und warum werden sie so gehasst?“

Zuerst möchte ich verlauten lassen, dass dieser Artikel auf den durchschnittlich am häufigsten vertretenen Meinungen und Definitionen basiert (Zumindest nach meiner Kenntnis, man kann ja nicht überall im Netz sein 😉 ).

Also dann mal ran an den Speck, begonnen mit der Definition:

„Ein Helmet-Deck (engl. Helm-Deck), ist ein Deck welches fast, bis überhaupt kein Nachdenken erfordert, was die Wahl der Aktionen im Zug angeht. Man folgt keiner wirklichen Strategie, sondern legt einfach nur dieselben Karten wie immer. Dazu geht man dann noch meistens kaum auf Aktionen des Gegners ein.“

Häufig werden viele Decks als Helmet-Decks klassifiziert, sobald sie nichts können, außer ihr Bossmonster rausholen und dieses regelt dann alles alleine und wird vom Rest des Decks nur beschützt.

Falls es jetzt immer noch nicht ganz klar ist, was ein Helmet-Deck sein soll, stelle ich euch nun meine Top 3 Beispiele für Helmet-Decks vor:

Platz 3:
Fixsternritter

Hier gibt es auch das Gegenargument: „Aber mit Deneb und Verstärkung für die Armee muss ich mich entscheiden was ich suche!“ Ja das mag stimmen, aber das ist eine Schein-Entscheidung. Vergleichbar mit einer demokratischen Wahl in einem, bis vor kurzem, diktatorisch regierten Land. Jeder Spieler der mehr als 30 Sekunden überlegen muss, welche Karte er in dem Deck sucht, ist eher eingeschlafen, als dass er wirklich am überlegen ist. Dazu kommt noch dass man eigentlich nur, jede Runde, alle eigenen teuflischen Ketten bounced und dann wieder setzt, während man dem Gegner mit Triverr 2100 Schaden reindrückt.

Platz 2:
Evilswarm (engl. Übelschar)

In keinem anderen Yugioh Deck war das Deck so sehr darauf ausgelegt, das Bossmonster so schnell wie möglich zu beschwören und so gut wie möglich zu beschützen. Wenn der Ophion nicht im ersten Zug kommt, dann im Zweiten. Zu seiner Zeit war Übelschar noch stärker als heute, da es damals schwer war mit einer geringeren Stufe als 5 über dieses 2550 Monster drüber zu kommen. Flipp-Effekte waren meist die einzige Lösung (empfehle ich heute auch noch stark, wenn man auf dieses Deck trifft).

 

Platz 1:
Bujins

Kein Deck ist simpler zu spielen und hat wohl den Begriff Helmet-Deck mehr geprägt als die Bujins. Ein Kaiserkolloseum und ein Yamato. Mehr braucht man nicht und dann beginnt das „Hand-und-Friedhof-füllen“. Mit 3 Kranichen und 2 Aufrichtig kommt man nicht über Yamato drüber und jeder Effekt geht ins Leere, sobald der Hase und die Schildkröte sich im Friedhof tummeln. Alternativen kommen nie. Also alles nach dem Motto: „Never change a winning team!“ Auch wenn es seine beste Zeit schon hinter sich hat, war es damals mit 3 Leere der Eitelkeit im Deck und Drachenherrscher und Übelschar als stärkstes Deck in seinem Element.

Zum Schluss gibt es noch zu sagen, dass ich persönlich niemanden verurteile der ein Helmet-Deck spielt (auch wenn diese Bezeichnung an sich schon ziemlich urteilend ist), da sie vor allem für Anfänger eine gute Option sind, um ins Spiel einzusteigen. Und natürlich sollte man nicht mit dem Begriff, wie auch mit anderen Community-Begriffen, bei jeder noch so kleinen Möglichkeit, um sich werfen.

Ich hoffe euch hat diese Erklärung, den Hass der Community ein bisschen verständlicher gemacht.
Und jetzt seid ihr gefragt: spielt ihr lieber ein Helmet-Deck oder doch lieber ein Deck mit mehr Variation bzw. mehr Auswahlmöglichkeit der Aktionen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Euer Schildtröte

Über Schildtröte

Hi, ich bin 19 Jahre alt. Ich bin jemand der gerne und viel lacht, und Spaß an allen möglichen Spielen hat. Dabei muss es nicht unbedingt ums Gewinnen gehen.

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