Zocken in Beziehungen – so klappt es bei dir!

Wer kennt das nicht? Man kommt von einem anstrengenden Schul- oder Arbeitstag nach Hause, macht sich ein gutes Abendessen und will noch eine Runde Online Yugioh oder Pokemon zocken. Danach geht es ab ins Bett – morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

Wäre es nicht cool, diese abendliche Runde mit dem liebsten Partner zu spielen? Wer träumt da nicht von? Also frag doch einfach deine Freundin oder deinen Freund, ob ihr nicht mal zusammenspielen wollt!  Aber langsam an. Ganz langsam sogar. Bevor du es überstürzt habe ich fünf Tipps für dich, die aus einer einfachen (und zeitlich begrenzten) Motivation deines Partners eine Langfristige machen! Lehn dich zurück und (lies) hör gut zu!

Disclaimer: Dieser Blogpost kann Spuren von Stereotypen des weiblichen Geschlechts enthalten. Selbstverständlich sind Frauen ebenso Teil der Spielekultur wie Männer. Punkt.

1. Hör auf deine bessere Hälfte!

Zeig deinem Spielpartner Respekt und habt Spaß!

Irgendwann kommt dieser Moment immer. Bei mir war es bei einem Spaziergang durch die Stadt. Frisch verliebt fragte meine Freundin mich, ob wir mal zusammen Yu-Gi-Oh spielen sollen.

Jackpot! Ich war natürlich unglaublich glücklich, weil: Was gibt es besseres als, dass meine Freundin mit mir gemeinsam das Kartenspielen erkunden will. Aber pass auf: Hör deiner Freundin in diesem Moment besonders gut zu.

Stell dir die Frage, wieso gerade du der Glückspilz bist, der das Zauberlos gezogen hat. Was hast du getan, dass deine Freundin mit dir spielen will? Was ist die Intention deiner Freundin? Will sie einfach gerne das Spiel lernen? Zeigt sie generell viel Interesse an deinen Hobbies oder hat deine Freundin sowieso schon eine kleine Affinität gegenüber der Nerd-Kultur? Wenn du richtig zuhörst, kannst du die richtigen Fragen stellen. Frag sie, was sie schon über Yugioh kennt und was sie daran reizt das Spiel kennen zu lernen. Kennt sie sogar schon Karten?

2. Nutze die Gunst der Stunde!

Jetzt musst du das Eisen schmieden solange es noch heiß ist – keine Frage, aber geh es langsam an. Vielleicht will deine Freundin dir nur eine Freude machen und Interesse zeigen. Das ist natürlich nicht verwerflich, aber leider auch nicht die optimale Voraussetzung für eine langlebige Kartenspiel-Faszination. Deshalb ist es wichtig, ihr das erste Erlebnis besonders schmackhaft zu machen. Auch ein ehrliches Interesse kann für einen schönen entspannten Abend von Nutzen sein.

3. Die Umgebung macht es!

Ihr trefft euch nun zum gemeinsamen Kartenspielen. Hier gibt es einiges zu beachten. Sieh zu, dass deine Freundin sich in der Umgebung, in der ihr spielt, sehr wohlfühlt (überrasch deine Freundin und räum zum Beispiel dein Zimmer auf :v). Vielleicht holst du ihr noch Süßigkeiten, die sie besonders mag (Stichwort: zuhören!). Oder ihr kocht und esst im Vorfeld der ersten Partie. Mit vollem Magen spielt es sich sowieso besser!

4. Ein Spiel ohne Regeln?

Die Yugioh Decks wurden gemischt, die Life Points auf 8000 gesetzt und die Tokens parat gelegt. Dann geht es los – Duel! Du ratterst nur so die FTKs und OTKs hinunter und ehe du dich versiehst, ist deine Freundin schon aus der Haustür abgehauen und du stehst als Single da. Du fragst dich warum? Dann ließ nochmal die ersten Zeilen: LANGSAM AN.

Mit Begriffen wie „Meta-Game“, „FTK“ oder „OTK“ brauchst du deinem Partner gar nicht kommen, wenn sie noch keine Vorerfahrung hat. Du sprichst hier mit einem Freund oder einer Freundin, die vielleicht mal den Anime kurz gesehen hat, aber noch kein/e Profi-Tunierspieler/in ist. Auch erklärst du nur die grundlegenden Regeln – die Phasenbegriffe wie beispielsweise Main Phase I oder II ignorierst du dabei zuerst. Weiter brauchst du auch nicht alle Beschwörungsarten zu erklären. Fang wirklich ausschließlich bei den Basics an: 40 Karten, viele Staple Karten (z. B. MRT, Schwarzes Loch, etc.) und Tributmonster. Selbstverständlich spielst auch du mit so einem Deck. Die Karten brauchen dabei auch nicht themenspezifisch sein – am besten können sie auch unabhängig voneinander eingesetzt werden. Wenn dein Partner bereits eine oder mehrere Karten kennt, dann kannst du die Karte auch mit ins Deck einbauen. Das erhöht nochmal die Identifikation zwischen dem Deck und dem Spielenden.

5. Sei ehrlich!

Wenn du merkst, dass dein Partner langsam wirkliches Interesse am Spiel aufbaut, kannst du zum Beispiel fragen, ob ihr weitere Techniken des Spiels austesten sollt. Beziehe dabei deinen Partner auch in deine Entscheidungsfindung mit ein. Sei nicht zu streng, wenn zu Beginn nicht alle Regularien eingehalten werden. Zeig lieber Verständnis und Dankbarkeit, dass dein Partner sich überhaupt deinem Hobby, dem Sammelkartenspielen, widmet.

Und das ist es doch sowieso: Sei ehrlich zu deiner Bekanntschaft. Schildere transparent, dass du erst ein Bruchteil des Spiels erklärst, da es sonst sehr frustrierend werden kann. Lass deinen Partner auch nicht zwingend immer nur gewinnen, das merkt man schließlich auch.

Soviel erstmal dazu… Ihr habt auch interessante Tipps und Tricks rund ums Thema „Gemeinsam zocken“, dann schreibt sie doch unten in die Kommentare oder schickt sie mir per Instagram an @lukkickass! Ich hoffe, dieser Blog-Post kann euch in Zukunft helfen gemeinsam mit eurem Partner eine entspannte Duel-Zeit zu haben, viel Spaß dabei!

Das Gate to the Games Team und ich wünschen euch ein freues neues Jahr!

Euer luke

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nerdisch by nature.

7 Replies to “Zocken in Beziehungen – so klappt es bei dir!”

  1. Hannes Tänzer

    Hey 🙂 passt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber könntet ihr eventuell mal einen Artikel veröffentlichen, was so die aktuellen Meta Decks für gleiche Karten haben? Also quasi must have Karten, die in jedem Deck gut sind? Oder sonst vielleicht decklisten veröffentlichen? Wäre echt cool!

    Ps: meine Freundin probiert bald auch mal ein paar Ründchen Yugioh 😉

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  2. Michael

    Wenn ich jemanden in so ein Spiel einführen würde, würde ich für uns beide zwei neue Themendecks kaufen, die wir dann auch mal austauschen können. Dann ist die Grundlage schon einmal fair.
    Und der Partner sollte vorab schon einmal die Anleitung gelesen und sich damit auseinander gesetzt haben. Dann hat er schon was im Kopf und kann mein Expertenwissen besser einordnen.

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    • luke.jpeg Autor dieses Beitrags:

      hey! an sich finde ich deine Idee echt toll. Themen- oder vor allem Starterdecks sind ja genau für sowas konzipiert. Denke aber, dass man von einem Neuling nicht erwarten kann, dass er sich das Regelwerk selbst “aneignet“. Oft lernt man ja gerade aus dem Spiel heraus und von anderen SpielerInnen.

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    • Herr-der-Karten

      Themen- oder Starterdecks halte ich auch für eine sehr gute Idee. Aber auch da sollte man auf einfache Decks achten: es gibt ja schon kompliziertere Decks (Kontrolle, viele verschiedene Beschwörungstypen etc.) und ggf. sollte man da etwas nehmen in dem es hauptsächlich um Basics geht. Yugioh ist mittlerweile so vielfältig geworden, dass kann Neulinge leicht überfordern.

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      • luke.jpeg Autor dieses Beitrags:

        Das meinte ich in Punkt 4. 🙂 Seh ich genauso. Ich selbst bin vor 2 Jahren wieder “neu angefangen“ Yugioh zu entdecken und das war für mich schon sehr ungewohnt. Plötzlich konnte man so viele Monster spezialbeschwören. Sehr ungewohnt und neu haha.

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