5 Karten aus… Arabian Nights (#2)

Willkommen zurück zu 5 Karten aus, diesmal mit fünf Karten aus Arabian Nights, die das Set repräsentieren sollen.

Arabian Nights erschien noch im Jahr 1993 und stellte die erste Erweiterung von Magic the Gathering dar. Inspiriert war es von den Geschichten aus tausend und einer Nacht mit den wichtigsten Figuren des mythologischen Arabiens. Spannend ist auch der ursprüngliche Plan für die Rückseite des Sets: Eigentlich sollte diese violett angehaucht sein, um die Abgrenzung des normalen Sets zu signalisieren. In heutiger Zeit mit blickdichten Hüllen wäre das sogar einigermaßen egal, aber stellt euch mal vor, man könnte verschiedene Sets nicht miteinander kombinieren.

Shahrazad

Schwieriger Name, noch schwierigerer Effekt: Hier kamen die Designer auf die Idee, ein Subgame einzuführen: Ja, ihr fangt während eines Spiels ein zweites Spiel an das ,dann den Effekt der Karte entscheidet. Interessant ist die Karte aus zweierlei Gründen: Zum einen einfach als Kuriosität. Aus heutiger Sicht ist wohl jedem klar, dass Shahrazad Spiele in die Länge zieht und am Ende gut und gerne 20 Minuten in Anspruch nimmt (Von Control-Mirror-Matches ganz zu schweigen), um am Ende ein paar Lebenspunkte abzuziehen. Aus dieser Kuriosität folgt auch der zweite Grund, warum diese Karte, deren Namen ich jedes Mal Korrektur lesen muss, einen Platz auf dieser Liste verdient: Sie ist die einzige Karte, die im Vintage aufgrund ihres Effektes gebannt ist. Im Vintage sind nur Karten gebannt, die entweder Ante nutzen, Darstellungen enthalten, die mit dem Spiel unvereinbar sind oder die Geschicklichkeit erfordern. Shahrazad ist gar nicht mal so stark, zieht Spiele aber eeewiiig in die Länge, und das so sehr, dass man sie nirgends spielen darf. Ach übrigens, stellt euch mal vor, ihr würdet ein Playset von ihr spielen und hättet, dann ein Subgame im Subgame…

Juzám Djinn

Eine 5/5 für vier Mana, wow! Was heute bestenfalls wie eine solide Karte im Limited wirkt, war damals etwas ganz besonderes: Kreaturen waren in den Anfangsjahren des Spiels weitaus schwächer als heute, während andere Zauber oft, um Welten stärker waren. Juzám Djinn war eine der ersten Karten, die hieraus ein wenig ausgebrochen sind. Ihre damals herausragenden Starts für nur vier Mana haben sie für eine ganze Weile zu eine der besten Kreaturen in ihrer Farbe gemacht. Heute ist die Situation natürlich eine andere, aber durch ihren beinahe legendären Namen und die Seltenheit legt man für einen Juzám Djinn in gutem Zustand immer noch über 1.500 € hin.

Kird Ape

Eine unspektakuläre Karte, aber wer Turniere spielt oder gespielt hat, kennt Kird Ape vermutlich besser als jede andere Karte aus Arabian Nights. Durch einen Reprint in der neunten Edition wurde Kird Ape legal im Modern und bildete dort lange Zeit eine Säule des Zoo Decks zusammen mit Wild Nacatl. Am Anfang von Magic waren Kreaturen weitaus schwächer als heute, während die Zaubersprüche deutlich besser waren. Kird Ape war ein erster Ausbruch aus diesem Schema und auch, wenn er seine Relevanz im Modern mittlerweile verloren hat, wäre er immerhin im Standard wohl immer noch gut spielbar. Der Platz auf dieser Liste geht damit an die wohl erste gute Aggro-Kreatur.

Bazaar of Baghdad

Hier könnte auch Library of Alexandria stehen. Beide Länder sind nicht nur unglaublich mächtig, sondern auch eine von vielen Karten, die sehr deutlich real existierende Orte bzw. Mythen repräsentieren. Am Anfang hatte Magic noch keine wirklich zusammenhängende eigene Welt aufgebaut, sondern „lieh“ sich gerade in Arabian Nights Phänomene aus der echten Welt und an vielen anderen Stellen etwa Zitate von Shakespeare. Gerade heute, wo kulturelle Aneignung etwas sensibler behandelt wird, werden solche direkten Kopien durch „Inspirationen“ wie etwa Japan für Kamigawa oder das alte Griechenland für Theros ersetzt.
Ansonsten verdient Bazaar of Badhdad natürlich noch wegen der Spielstärke eine Erwähnung: Klar, jede Aktivierung der Karte ist ein -1, durch ein Land die eigene Hand durchzuzirkulieren und dabei noch Dredge oder ähnliches zu aktivieren, ist allerdings extrem stark. Gleiches gilt natürlich für die Library: Von einem Land ohne weitere Kosten eine Karte zu ziehen ist verdammt mächtig, vor allem in Control, wo man leicht eine volle Hand behält.

City in a Bottle

Von einer der mächtigsten Karten des Spiels zu einer ziemlich schwachen: City in a Bottle ist ein Mass Removal basierend auf der Set-Zugehörigkeit von Karten. Um die Absurdität in die heutige Zeit zu übersetzen: Stellt euch vor, eine Karte würde alle Kreaturen aus Kamigawa: Neon Dynasty zerstören. Ja, genau. Ehrlich gesagt fände ich einen ähnlichen Effekt für Modern Horizons gar nicht mal schlecht, aber das ist ein anderes Thema.

Das war’s, dann mit dem Magic Set Arabian Nights. Weiter geht es im nächsten Artikel mit „Antiquities“.

Besitzt ihr Karten aus „Arabian Nights“?

Verratet es gern in den Kommentaren!

Euer Berkut

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