Yugioh – Albaz: Von Budget bis Meta

Die Yu-Gi-Oh!-Community kennt derzeit nur ein Thema: Albaz! Seit dem Erscheinen des Structure Decks: Albaz Strike steht das Deck rund um den Gefallenen von Albaz mit den zugehörigen Markiert- und Despia-Karten an der Spitze der Meta-Decks. Gefühlt spielt momentan jeder dieses Deck und doch sind die Builds ganz unterschiedlich. Ich zeige euch dieses Deck heute in zwei Ausführungen: einmal budgetfreundlichen und einmal metatauglich (und damit so gar nicht budgetfreundlich).

Das Albaz-Thema

Bevor ich euch gleich die beiden angekündigten Decks vorstelle, ein paar Worte zu Albaz. Vielleicht gibt es einige unter euch, die den Hype nicht mitbekommen haben oder sich ihm bewusst entzogen haben. Für euch ist dieser Abschnitt:

Gefallener von Albaz ist eine Secret Rare, die bereits im Sommer 2020 in Rise of the Duelist zu uns kam. Zusammen mit Titaniklad der Aschendrache hat er eigentlich erst einmal gar nicht viel gemacht und wurde durch Größen wie die Dogmatika-Karten, Nadir-Diener, Talent der drei Taktiken oder Verbotener Tropfen in den Hintergrund gedrängt.

Ein Jahr später, also im Spätsommer 2021, kam dann mit Dawn of Majesty die Karte auf den Markt, die das Thema endlich in den Meta-Bereich bringen sollte – oder zumindest den Weg dorthin ebnete: Aluber der Narr von Despia. Mit ihr könnt ihr euch eine „Markiert“ Zauber- oder Fallenkarte aus dem Deck suchen. Bisher waren die Targets für diesen Effekt recht unspezifisch. Seit nun das Structure Deck: Albaz Strike auf dem Markt ist, gibt es aber die Fusionszauberkarte Markierte Fusion. Mit ihr könnt ihr direkt vom Deck fusionieren und starke Drachen beschwören, die Gefallener von Albaz als Material aufführen.

Wer mehr über den Despia-Archetyp erfahren möchte, findet HIER den entsprechenden Artikel. Weitere Infos zum neuen Structure Deck und den wichtigsten Karten daraus gibt’s HIER.

1. Die Budget-Version

Starten wir erst einmal mit der geldbeutelschonenden Version des Decks. Dafür benötigt ihr lediglich dreimal das Structure Deck: Albaz Strike, ihr seid also mit nicht einmal 30 Euro dabei.

Ich präsentiere euch hier das Deck in einer puren Version, Synergien mit Schattenpuppe oder Cyber Drache sind aber durchaus vorhanden, da diese beiden Decks ebenfalls vorrangig auf Fusionen setzen.

MonsterZauberFallen Extra Deck

2 Gefallener von Albaz
2 Hüter der Drachenmagie
3 Springans Kitt
3 Sta-Brigade Mercourier
2 Beschwörermönch
1 Albion der ummantelte Drache
1 Artefakt Sense
1 Radian, der Kaiju der Multidimensionalität
3 Geisteroger und Schneehase
3 Effektverschleierin

3 Markierte Fusion
3 Topf der Extravaganz
2 Kein Dunkler Herrscher mehr
2 Markierter Verlust
2 Weiß markiert
1 Gold-Sarkophag
1 Vom Grab gerufen

2 Zurück an die Front
1 Markierte Vergeltung
1 Markiertes Schwert
1 Kontrollpunkt

3 Spiegeljade, der Eisklingen-Drache
3 Lubellion der sengende Drache
3 Albion der markierte Drache
2 Sprind der Eisenspurt-Drache
2 Titaniklad der Aschendrache
2 Brigrand der Ruhmdrache

Wenn ihr euch für die Budget-Variante entscheidet, solltet ihr dringend in ein oder zwei Link-Monster investieren:

Raubpflanze Verte-Anakonda kostet seit ihrem Reprint in Maximum Gold: El Dorado nicht mehr sehr viel. Alternativ empfehle ich euch Dharc, der finstere Zauberer in düster, mit dem ihr einen gegnerischen Schicksals-HELD – Destroyer Phoenix Enforcer loswerden könnt. Die Super Rare aus Battle of Chaos kostet nur ein paar Euro. So verhindert ihr, dass euer Gegner euch mit der Karte Kontakt „C“ absolut handlungsunfähig macht.

Ich möchte euch anschließend noch ein paar einfachere Combos zeigen, die mit diesem Deck möglich sind:

Markierte Fusion: Das A und O des Decks

Ihr wollt natürlich Markierte Fusion so schnell wie möglich auf die Hand bekommen. Dafür habt ihr einige Optionen:

Zum einen könnt ihr Beschwörermönch spielen, der euch Springans Kitt direkt vom Deck spezialbeschwört. Springans Kitt sucht dann die Fusion, die sich im Deck oder dem Friedhof befindet oder die verbannt ist. Statt Kitt könnt ihr auch Hüter der Drachenmagie wählen, der macht quasi dasselbe.

Eine zweite Möglichkeit findet ihr in Gold-Sarkophag. Mit ihm verbannt ihr Sta-Brigade Mercourier aus eurem Deck. Geschieht das, könnt ihr euch Gefallener von Albaz oder ein Monster, das ihn erwähnt, auf die Hand holen. Das ist dann natürlich Springans Kitt, den ihr dann als Normalbeschwörung rufen könnt und so Zugang zu eurer Fusionskarte erhaltet.

Ein respektables Bord aufbauen

Wie holt ihr mit diesem Deck das meiste aus eurer Fusion heraus? Diese Frage möchte ich mit einer eleganten Combo aus zwei Karten beantworten. Ihr braucht dafür Hüter der Drachenmagie und Springans Kitt. Die anderen Handkarten sind egal, ihr benötigt aber welche, denn ihr werdet im Laufe der Combo Kosten entrichten müssen.

Ihr beschwört erst einmal Hüter der Drachenmagie und sucht euch eure Markierte Fusion aus dem Deck, die ihr dann auch gleich aktiviert.

Legt also Gefallener von Albaz und ein LICHT Monster vom Deck auf den Friedhof und beschwört Albion der markierte Drache als Fusionsbeschwörung. An LICHT Monstern habt ihr entweder Geisteroger und Schneehase oder Effektverschleierin zur Verfügung – beides als Handtraps nicht gerade Karten, die man gerne direkt in den Friedhof befördern möchte. Wählt daher lieber Artefakt Sense, denn die könnt ihr mit Zurück an die Front im gegnerischen Zug spezialbeschwören und so das gegnerische Extra Deck für einen Zug blockieren.

Nun beschwört ihr Springans Kitt als Spezialbeschwörung und nutzt seinen Effekt, um euch Weiß markiert zu suchen. Mit Hüter der Drachenmagie beschwört ihr Gefallener von Albaz vom Friedhof in die verdeckte Verteidigungsposition und ruft, dann mit Weiß markiert euer Bossmonster, Spiegeljade, der Eisklingen-Drache. Theoretisch könntet ihr den auch mithilfe von Albion beschwören, dann wird Gefallener von Albaz aber verbannt und da ihr Hüter der Drachenmagie sowieso auf dem Feld habt, solltet ihr Spiegeljade eher mit Weiß markiert beschwören – zumal dann auch Albions Effekt im Friedhof aktiviert werden kann.

2. Meta Build

Das Structure Deck: Albaz Strike ist wohl das beste Structure Deck, das es je gegeben hat. Sicher, auch Dinosmasher’s Fury und Emperor of Darkness waren durchaus wegweisend für die jeweiligen Archetypen und die Meta ihrer Zeit, aber Albaz Strike vereint einen enorm starken Archetyp mit einer Reihe ans Staples und langersehnten Reprints. Dennoch: Große Turniere gewinnen werdet ihr mit einer reinen Structure Deck Version nicht. Daher kommt hier der Build für alle, die das Deck kompetitiv spielen wollen:

MonsterZauberFallenExtra Deck

3 Aluber der Narr von Despia
2 Despianische Tragödie
1 Despianische Komödie
1 Ad Libitum von Despia
2 Gefallener von Albaz
1 Das Licht – Hex-versiegelte Fusion
1 Schicksals-HELD – Dasher
1 Schicksals-HELD – Celestial
1 Artefakt Sense
3 Aschenblüte & Freudiger Frühling
2 Geisteroger und Schneehase
2 Effektverschleierin
2 Geistermädchen und Spukhaus

3 Markierte Fusion
3 Markierten-Eröffnung
2 Rot markiert
2 Fusionsschicksal
3 Auslöschungsinformant
1 Vom Grab gerufen
1 Törichtes Begräbnis

3 Unendliche Unbeständigkeit

2 Lubellion der sengende Drache
2 Spiegeljade, der Eisklingen-Drache
2 Masquerade der flammende Drache
2 Albion der markierte Drache
2 Wächter-Schimäre
1 Despianischer Quaeritis
1 Schicksals-HELD – Destroyer Phoenix Enforcer
1 Rotäugiger dunkler Dragoner
1 Artefakt Dagda
1 Raubpflanze Verte-Anakonda


Der Wert von Aluber der Narr von Despia

Aluber spielt ihr in dieser Version des Decks dreimal. Gott sei Dank bekommt diese Karte in Ghosts from the Past: The 2nd Haunting einen Reprint und wird dann zwar wohl noch teuer aber nicht mehr unbezahlbar sein (zumal ihr ihn wie gesagt dreimal spielen solltet).

Beschwört ihn also, sucht euch Markierte Fusion und aktiviert diese. Neben Gefallener von Albaz legt ihr Despianische Tragödie in den Friedhof und beschwört Lubellion der sengende Drache. Da Despianische Tragödie durch einen Karteneffekt auf den Friedhof gewandert ist, könnt ihr eurer Hand ein Despia-Monster vom Deck hinzufügen. Wählt hier Ad Libitum von Despia.

Daran kettet ihr direkt Lubellions Effekt an: werft eine Handkarte ab, packt Lubellion zurück ins Extra Deck und Gefallener von Albaz zurück ins Main Deck und beschwört Spiegeljade, der Eisklingen-Drache.

Nutzt nun dessen Effekt und befördert Albion der markierte Drache in den Friedhof, um eine Karte auf dem Feld zu verbannen. Das kann getrost auch der eigene Aluber der Narr von Despia sein, denn so umgeht ihr im nächsten Zug eine gegnerische Superpolymerisation und letztendlich wollt ihr eh Albions Effekt nutzen und euch Rot markiert auf die Hand holen oder setzen. Da das eine Schnellzauberkarte ist und somit im gegnerischen Zug aktiviert werden kann, solltet ihr euch für das Setzen entscheiden und dann im gegnerischen Spielzug eine Fusion durchführen.

Rotäugiger Dunkler Dragoner beschwören

Vielleicht geht es euch wie mir und ihr fragt euch, was Rotäugiger Dunkler Dragoner in diesem Deck zu suchen hat, wo im Main Deck doch weit und breit keine Spur von Dunkler Magier oder Rotäugige Fusion zu finden sind. Trotzdem gibt es eine sehr elegante Methode, Dragoner zu beschwören, und das mit nur einer Karte.

Diese Karte ist einmal mehr Markierte Fusion. Beschwört mit ihr Albion der markierte Drache und nutzt als Material Gefallener von Albaz und Das Licht – Hex-versiegelte Fusion. Bei Beschwörung aktiviert sich direkt Albions Effekt und ihr könnt Gefallener von Albaz und Das Licht – Hex-versiegelte Fusion vom Friedhof verbannen und so Rotäugiger Dunkler Dragoner beschwören. Dem aufmerksamen Leser mag aufgefallen sein, dass Dragoners Effekt, gegnerische Monster zu zerstören und Burn-Schaden zuzufügen, dann nicht genutzt werden kann, denn dafür wäre ein Normales Monster als Fusionsmaterial nötig. Ihr habt dennoch einen starken Omni-Negate auf dem Feld, der mit jedem annullierten Effekt 1000 ATK dazu bekommt und nicht durch Karteneffekte zerstört werden kann – das ist immer noch ein ordentliches Brett und Albion der markierte Drache liegt auch noch da. Außerdem minimiert ihr so die Bricks in eurem Deck. Selbst Das Licht, das eigentlich ein Brick ist, kann als Fusionsmaterial direkt aus dem Deck auf den Friedhof gelegt werden, sodass die Gefahr, diese Karte zu ziehen, recht gering ist.

Die Schreckenspelz-Engine

Die Schreckenspelz-Engine findet sich in keinem der Builds, die ich euch heute vorgestellt habe, vorenthalten möchte ich sie euch aber dennoch nicht, denn eigentlich kommt sie in diesem Deck wirklich gut.

Wenn euch drei Auslöschungsinformanten und das große Handtrap-Package zu teuer sind, könnt ihr an dieser Stelle kürzen und die Schreckenspelz-Engine spielen. Diese ist in der Summe auch nicht ganz billig, aber definitiv günstiger als drei Auslöschungsinformanten und drei Aschenblüten

Die Engine besteht aus drei Karten, wobei sich über die Ratio streiten lässt.

Dreimal solltet ihr Schreckenspelz-Patchwork spielen. Diese Zauberkarte lässt euch ein „enkobold“-Monster und eine Polymerisation aus dem Deck auf die Hand holen. Wer gerne sein ganzes Deck in Foilkarten spielen will, kann Polymerisation in Duel Terminal Ultra Rare in Hidden Arsenal: Chapter 1 finden.

Als entsprechenden Kobold setzt ihr auf Kettenkobold, den ich zweimal im Deck empfehlen würde. Wenn er auf den Friedhof gelegt wird (etwa, weil ihr ihn als Material für eine Fusionsbeschwörung nutzt), kann er euch eine Schreckenspelz-Karte aus dem Deck suchen, was dann wieder Schreckenspelz-Patchwork ist.

Üblicherweise werdet ihr natürlich mithilfe von Markierte Fusion fusionieren, es kann aber auch nicht schaden mit der klassischen Fusionskarte nachzuhelfen, wenn ihr die entsprechenden Materialien auf der Hand habt. So könnt ihr auch mehrmals pro Spielzug fusionieren, denn Markierte Fusion lässt sich bekanntlich nur einmal aktivieren. Und gerade die Despia-Fusionen wie Despianischer Quaeritis lassen sich recht bequem auch mit der normalen Polymerisation beschwören. 

Ein paar Worte zum Schluss

Selten dürfte ein Deckthema so einen Hype ausgelöst haben wie es das Albaz/Despia-Deck durch das neue Structure Deck: Albaz Strike erfahren hat. Die Decks, die derzeit im Umlauf sind, sind noch im experimentellen Stadium, aber es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis sich der ein oder andere Build auf großen Turnieren durchsetzt.

Ich persönlich bin Fan der Schreckenspelz-Engine, da ihr mit ihrer Hilfe recht problemlos Fusionen wie Despianischer Quaeritis und Masquerade der flammende Drache raus bringt. Die sind durch den Hype natürlich schmerzlich im Preis gestiegen und über Aluber der Narr von Despia brauchen wir an dieser Stelle nicht sprechen. Immerhin: der Narr bekommt in Ghosts from the Past: The 2nd Haunting einen Reprint und wird dann vermutlich ein wenig bezahlbarer. Das macht sich derzeit schon am Secret Rare Print der Karte aus Dawn of Majesty bemerkbar, die seit dieser Enthüllung auch an Wert eingebüßt hat. 

Ob nun Budget oder turniertauglich: Despia/Albaz macht einfach Spaß und ist nun erst am Anfang seiner Karriere in der Top Meta.

Wenn ihr dieses Yu-Gi-Oh! Deck auch schon ausprobiert habt, erzählt uns doch gerne in den Kommentaren von euren Erfahrungen – und vielleicht habt ihr auch noch Tipps für alle, die sich erst noch an das Deck wagen wollen?

Euer

Hyozan

Über Hyozan

Yu-Gi-Oh!-Veteran der ersten Stunde

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