Magic – Dominaria Set Review Weiß

Ab heute startet im Blog unsere Dominaria-Woche! Eine Woche lang dreht sich bei uns alles um die Karten aus der neuesten Magic the Gathering Erweiterung Dominaria. Denn alle Karten aus dem Set sind inzwischen bekannt, und damit ist es auch für mich wieder Zeit, meinen Senf dazu zu geben. Wie immer werde ich abgesehen von allen Rares und Mythics nur Karten erwähnen, die auch eine (wenn auch kleine) Chance haben, zumindest irgendwo gespielt zu werden. Wer weiß, vielleicht sind euch einige dieser Karten ja bereits über den Weg gelaufen.

Fangen wir also mit weiß an:

Lyra Dawnbringer

Baneslayer Angel war im damaligen Standard legendär gut und genau das wollte Wizards wohl mit dieser himmlischen Legende zeigen. Auch schön ist die zweite Anspielung auf den Engel mit dem wunderschönen Artwork von Greg Staples: Flying, First Strike, Lifelink sowie eine nahezu irrelevante Fähigkeit (außer natürlich für alle fünf Leute, sich daraus einen Engel-Commander bauen). Im Midrange wird man die Karte sicherlich sehen und auch als Counter gegen Burn könnte sie einiges leisten.

Urza’s Rouinous Blast

In jedem Set gibt es diese Karten, die in irgendeinem Tribe gut funktionieren, der allerdings nicht gerade gut ist. Hier haben wir ein solches Beispiel: In einer Art Legendary-Tribal dürfte diese Karte gut funktionieren, aber es ist doch sehr fraglich, ob das Deck jemals abhebt. Davon abgesehen schlüpfen Karten wie Heart of Kiran, Hazoret the Fervent sowie diverse Planeswalker unter dem Boardwipe durch. Vielleicht spielt man sie auch in einer Art Mardu Planeswalker Control Deck mit Chandra, Torch of Defiance, Heart of Kiran und anderen schönen Dingen. Auch die Commander Spieler freuen sich über jeden neuen Boardwipe.

Benalish Marshal

Diese Kreatur sowie ihre ganzen Kollegen sind zwar ziemlich gut, aber einfarbige Decks sind im Moment abgesehen von Ramunap Red einfach nicht relevant. Auch scheint die Karte eher in ein Midrange Deck zu gehören. Diese wiederum spielen besonders gerne mehrere Farben, um die besten Karten aller dieser Farben nutzen zu können. Davon abgesehen sind Abrade und Lightning Strike auch noch ganz gute Karten, die den Marshal schnell zu verlorenem Tempo machen. Dennoch, fast jedes Set bietet Support für White Weenie und vielleicht hilft diese Karte dem Deck ja zu einer gewissen Spielbarkeit in kleineren Runden.

History of Benalia

Jaja, „Support für White Weenie“. Hier handelt es sich meines Erachtens um eine der stärksten Karten des Sets. Dromoka’s Command ist schon lange nicht mehr im Standard, sodass als nennenswertes Removal für Enchantments nur noch sowas wie Ixalan’s Binding bleibt. Dann bleibt allerdings immer noch das Token. Das bereits recht spielbare B/W Token Deck sollte mit der History nun endlich auch größere Erfolge feiern können und auch andere Decks werden sicherlich ein wenig mit der neuen Saga experimentieren.

Fall of the Thran

Für ein Mana mehr kann man Approach of the Second Sun spielen und anfangen das Spiel ohne ein bereits etabliertes Feld zu spielen. Armageddon ist gut, weil es aggressiven Decks ermöglicht, ein besseres Board zu schützen und nur mit diesen Kreaturen zu gewinnen. Das funktioniert für vier Mana gut, für sechs kaum. Ganz anders sieht es im EDH aus. Da sind sechs Mana nicht ungewöhnlich und Nonbasics mit ein wenig Utility ebenso wenig. Als Nebeneffekt bekommen die Omnath-Spieler einen Dämpfer verpasst. Definitiv in vielen weißen Commander-Decks, die nicht so viel Mana brauchen oder alternative Quellen haben, eine Überlegung wert.

Triumpf of Gerrard

Das Problem an Kreaturen-buffs ist immer, dass sie so leicht durch Spotremoval gekontert werden. Die einzigen halbwegs relevanten Karten, die im Standard Kreaturen mit Hexproff erzeugen, sind Merfolk-Karten, die wiederum keine weiße Karte splashen wollen. Aber wer weiß, vielleicht sehen wir den Triumph ja in anderen Formaten an der Seite von Slippery Bogle?

Evra, Halycon Witness

Sechs Mana für eine 4/4 Lifelink sind einfach nicht gut, wenn man einen Pseudo Baneslayer Angel spielen kann. Im EDH werden wahrschinlich ein paar Combos für sehr viel Leben mit ihr ausprobiert, aber in keinem der beiden Formate halte ich sie für spielbar.

Shalai, Voice of Plenty

Das hier ist schon deutlich interessanter. 3/4 Flying schützt vor einem einfachen Removal durch Burn Spells und weitere Kreaturen (vielleicht ein Angel of Invention oder eine Lyra Dawnbringer) erhalten soliden Schutz. Leider hilft dieser Schutz aber nicht gegen ein Fumigate oder ein anderes Mass Removal im nächsten Zug. Dennoch, die Karte dürfte ihre Weg in einige Decks finden. Ach ja, die zweite Ability ist relativ irrelevant, aber sie eröffnet mehr Möglichkeiten für Shalai als Commander und eine ineffiziente Ability ist besser als keine.

Teshar, Ancestor’s Apostle

Die klassische Build Around Karte. Man muss sein Deck sehr stark auf Teshar ausrichten (Graveyard Setup, Billige Artefakte/Legenden, effiziente Kreaturen), aber dann können zwei Ornithopter schonmal das Spiel gewinnen. Auch wenn ich auch dieses Deck für etwas unzuverlässig halte, sollte es doch eine nette Casual Option sein. Davon abgesehen bin ich mal gespannt, ob man Teshar vielleicht in anderen Formaten als Support für Hatebears annimmt.

Baird, Steward of Argive

Eine halbe Propaganda ist nicht unbedingt die optimale Verteidigung, aber gegen Token Decks kann Baird wahrscheinlich ganz ordentliche Arbeit im Sideboard leisten. Man muss sich aber auch immer fragen, ob ein Boardwipe wie Sweltering Suns aus Amonkhet nicht vielleicht besser ist.

Danitha Capshen, Paragon

Blossoming Defense ist noch im Standard, das könnte Equipments ein wenig helfen. Trotzdem ist das Deck gegen ein Spot Removal zur richtigen Zeit extrem anfällig.

Daring Archaeologist

Eine 3/3 für vier Mana, die die Hand wieder auffüllt, ist schon ziemlich gut. Wenn diese dann auch noch etwas wächst, wird sie wirklich gut. Im Standard wird sie in einem möglichen Artefakt/Historick Deck wahrscheinlich gute Dienste leisten, im Commander wahrscheinlich in vielen Decks zum Staple werden.

Board the Weatherlight

Wie bei jedem Tutor sollte man sich auch hier fragen, wie gut die situativ beste Karte noch ist, wenn man X (hier zwei) Mana mehr beahlt? Da Artefakte oder Legenden auch nicht so situativ wie Spontanzauber oder Hexereien sind, sehe ich diese Karte nicht im Standard. Im EDH dagegen ist sie sicherlich ein solider Tutor für eine Vielzahl von Decks.

Dauntless Bodyguard

Ich habe generell schon eine Affinität für 2/1 für ein Mana, und wenn sie dann sogar noch im Lategame halbwegs nützlich ist wie der Bodyguard, der sein Leben für eine relevantere Kreatur gibt, dann bin ich richtig glücklich! In aggressiveren weißen Decks wird der Bodyguard definitiv gespielt werden. Es stellt sich nur die Frage, ob diese Decks auch relevant sind…

Knight of Grace

Generell hätten wir hier eine Sideboard-Karte gegen Schwarz. Gegen ein Deck wie Golgari Constrictor könnte dieser Ritter auch nett sein, aber für mehr als einen Platz in den 15 reicht es wohl nicht.

Seal Away

Journey to Nowhere ist eines der besten Removal in weiß und vielleicht auch überhaupt und Seal Away kommt da ziemlich nah dran. Definitiv hervorragend in allen Control-Decks, die weiß spielen können *hustApproachhust*

Healing Grace

Okay, die offensichtliche Inspiration für diese Karte, Healing Salve, gehört zu den schlechtesten Karten überhaupt. Wenn man aber zwei Salves zum Preis von einer bekommt, hat man eine hervorragende Sideboard-Karte gegen Burn. Falls Ramunap Red weiterhin ein starkes Deck bleibt, wird man diesen Instant in den Sideboards vieler Midrange-Decks finden. Die Karte erscheint auch effizient genug für andere Formate, aber angesichts der geringeren Manakosten (z. B. in Modern9 ist es dort wahrscheinlicher, dass einfach ein zweites Removal auf die geschützte Kreatur fliegt, welches dann die Grace komplett negiert. Natürlich kann man auch immer sich selbst wählen, um effektiv sechs Leben für ein Mana zu erhalten, was gegen Burn definitiv nett ist.

Tragic Poet

Normalerweise wäre so eine Karte im Standard unspielbar, aber vielleicht sieht man sie ja zusammen mit History of Benalia. Ich halte das nicht unbedingt für wahrscheinlich, aber ein besseres generisches Enchantment gab es wohl lange nicht mehr im Standard.

Top fünf der weißen Karten:

5: Dauntless Bodyguard
4: Healing Grace
3: Lyra Dawnbringer
2: Seal Away
1: History of Benalia

So, das war es mit den weißen Karten in Dominaria. Insgesamt bin ich mit dieser Farbe sehr zufrieden und denke, dass einige Karten ihren Platz in vielen Decks finden werden. Habe ich was übersehen, oder seht ihr etwas anders? Dann schreibt gerne in die Kommentare. Bis zum nächsten Mal mit den blauen Karten,

euer Berkut

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