Magic – Ikoria Set Review (Schwarz)

Weiter geht es mit der Set Review von Ikoria: Lair of Behemoths bzw. Ikoria: Reich der Behemoths, diesmal mit den schwarzen Magic Karten.

Dirge Bat

Für vier Mana erhalten wir eine bestenfalls mittelmäßige Kreatur, die erst durch eine Mutation wirklich Impact hat. Für sechs Mana bekommt man zwar das Removal und nebenbei Flying auf einer anderen Kreatur, aber das scheint beides um einiges zu teuer. Niedrigere Kosten, meinetwegen auch mit schlechteren Stats, hätten die Fledermaus interessant gemacht, aber so sehe ich sie höchstens im EDH.

Extinction Event

Yennett lässt grüßen. Ein Exil Mass Removal ist natürlich für vier Mana sehr gut, aber die Frage ist, ob man zuverlässig alle gegnerischen Kreaturen trifft. Ich persönlich vermute, dass das Event nur gegen sehr wenige Decks wirklich effektiv ist und sich so auf Sideboards beschränken wird. Trotzdem starke Karte.

Hunted Nightmare

Eine 4/5 Menace für drei Mana ist ziemlich effizient. Mono Black Devotion dürfte diese Stats gut verwenden können, zumal der Alptraum auch noch die Hingabe gut erhöht. Der Nachteil des zweiten Effekts dürfte sich ziemlich leicht mit Removal oder ähnlichem ausgleichen lassen. Andererseits ist die Konkurrenz in dem Deck in Form von Rotting Regisaur und Spawn of Mayhem auch sehr hart, sodass wir Hunted Nightmare vielleicht erst nach der Rotation dieser Karten sehen werden.

Mythos of Nethroi

Ein etwas leichter zu spielendes Murder ist schon ziemlich gut, genau wie ein etwas schwerer zu spielendes Vindicate mit Instant Speed, das keine Länder trifft. Klingt kompliziert, aber einfach gesagt ist dieser Mythos ein sehr gutes Removal für jedes schwarze Deck, besonders aber für Abzan.

Bastion of Remembrance

Zulaport Cutthroat und Co lassen grüßen. Die Bastion kommt zwar erst einen Zug später als ihre Vorgänger im Geiste, ist dafür aber als Verzauberung auch schwieriger zu entfernen. Wenn man Aristocrats wieder im Standard bauen will, ist die Bastion zusammen mit Cruel Celebrant ziemlich gut, aber ich glaube nicht, dass das für Turniere reicht.

Call of the Death Dweller

Selbst ohne die Counter wäre das hier eine ziemlich gute Wiederbelebung. In Modern Jud kann man etwa Tarmogoyf und Death’s Shadow wiederbeleben, Humans freuen sich über Champion of the Parish und Thalia’s Lieutenant. Auch im Standard bieten sich in Rakdos oder Orzhov Aggro ein paar Möglichkeiten. Starke Uncommon!

Chittering Harvester

Hohe Stats und ein nützlicher Effekt sind attraktiv, aber ich sehe weiter ein Problem in der Verwundbarkeit von Mutationen und hier den hohen Manakosten.

Easy Prey

Ein effizientes Removal für kleine Kreaturen, das gegen größere dank Cycling nicht wirklich tot ist. Ziemlich solide Karte für Standard, anderswo gibt es aber Fatal Push.

Grimdancer

So ziemlich jede Kombination ist eine wirklich effiziente Kreatur. Trotzdem bleibt der drei Mana Slot in Schwarz sehr umkämpft und die Alternativen wirken einfach viel besser.

Heartless Act

Das ist wohl das beste monoschwarze Removal für zwei Mana aller Zeiten. Der erste Modus zerstört bereits extrem viele Kreaturen und gegen die mesiten anderen ist der zweite auch extrem stark. Klar, durch die neuen Ability Counter wird Heartless Act geschwächt, aber von denen werden wir in anderen Formaten als Standard nicht allzu viele sehen. Andererseits ist Fatal Push auch immer noch in diesen Formaten relevant und wird sich so schnell nicht den Rang ablaufen lassen.

Void Beckoner

Okay, die Karte ist nicht spannend, aber ihr kleiner Skandal schon: Im Rahmen der Godzilla-Promos kommt Void Beckoner mit alternativem Namen und Artwork raus. Der Name: Spacegodzilla, Death Corona. Ein Name, der angesichts der aktuellen Situation für ein wenig Aufsehen gesorgt hat. So gerne ich aber meckere, hier muss man WotC in Schutz nehmen: Die Karten werden mehrere Monate im Voraus geplant, sodass bei der Planung und wohl auch schon beim Druck des neuen Sets „Corona“ kein Wort gewesen sein dürfte, das Sondersendungen am laufenden Band auslöst. Kurzfassung also: Wizards macht vielleicht manches falsch, aber das kleine Debakel kann man ihnen wirklich nicht vorwerfen.

Zagoth Mamba

Eine weitere starke Basis für Mutate. Mutate hat den Nachteil, dass man erstmal eine Kreatur als Basis braucht, die danach quasi verloren ist. Die Mamba gleicht dies quasi aus, indem sie erstens sehr günstig ist und zweitens auch einen eigenständigen Bonus bei Mutation mitbringt. Starke Karte, aber es bleibt fraglich, ob sich das Deckthema insgesamt durchsetzen wird.

Mutual Destruction

Bone Splinters ist im entsprechenden Deck spielbar und das hier ist eine deutlich bessere Version. Karten wie Omen of the Sea oder Nightpack Ambusher sorgen dafür, dass man recht leicht die Bedingung erfüllen kann und letzterer generiert sogar Tokens zum Opfern. Solide Common!

Serrated Scorpion

Eine kleine Kreatur, die gerne geopfert wird, ist immer willkommen, mit diesem Effekt sogar in regulären Aggro Decks. Der Skorpion muss zwar mit Cauldron Familiar und Gutterbones konkurrieren, dürfte aber auch neben diesen existieren können. Starke Common!

Whisper Squad

Die Kollegen können zwar nicht fliegen, erinnern aber trotzdem sehr an Squadron Hawk. Natürlich waren die Falken nicht der einzige Grund für die Dominanz von Cawblade seinerzeit, aber grundsätzlich wirkt das Squad wie eine solide Option für etwas mehr Card Advantage aus einer Kreatur. Solide Common!

Top 5:
1: Call of the Death-Dweller
2: Serrated Scorpion
3: Mythos of Nethroi
4: Heartless Act
5: Zagoth Mamba

Auch Schwarz wirkt ziemlich gut, wenn auch eher in den niedrigen Seltenheitsgraden. Das war’s dann auch mit den schwarzen Karten, im nächsten Teil geht es dann um die Farbe der Emotionen, Rot. Bleibt gesund!

Euer Berkut

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