Yugioh – Das Lair of Darkness Structure Deck aus der Finsternis!

Moin! Am Donnerstag ist es endlich soweit, am 19. April erscheint bei uns das Gegenstück zum Wave of Light Structure Deck, Lair of Darkness! Darin enthalten sind einige neue Karten, die ich heute mal durchleuchten möchte. Wie der Name schon sagt, sind es alles Monster des Attributes Finsternis. Sie aktivieren ihre Effekte, indem sie ein Finsternis-Monster auf dem Feld als Tribut anbieten. Ich zeige euch heute neben den Effekten auch einige Deckvorschläge meinerseits und welche Stärken/Schwächen das Deck besitzt. Interesse geweckt? Hier gehts weiter!

Zuallererst wieder mal ein paar Basics: Das Structure Deck Lair of Darkness enthält 41 Maindeck-Karten sowie eine Token-Karte. Darunter sind 2 Ultra Rares, 3 Super Rares und 36 Commons. Neben den üblichen Guides und Regelheften gibt es diesmal auch wieder eine doppelseitige Deluxe Spielmatte. Interessant hierbei ist, dass es keine Extra-Deck Karten gibt. Die neuen Yugioh Karten sind Support für den Virus Archetype, allerdings funktionieren sie auch sehr gut alleine.

Lilith, Lady of Lament

The original ATK of this Normal Summoned card becomes 1000. (Quick Effect): You can Tribute 1 DARK monster; reveal 3 Normal Traps from your Deck, your opponent randomly picks 1 for you to set to your field, and you shuffle the rest back into your Deck. You can only use this effect of „Lilith, Lady of Lament“ once per turn.

Liliths ATK werden zu 1000, wenn sie normalbeschworen wird. Als Schnelleffekt kann sie einmal pro Spielzug ein Finsternis-Monster als Tribut anbieten. Dann darf man drei normale Fallenkarten vorzeigen, von denen der Gegner eine zufällig setzt. Die restlichen Karten werden ins Yugioh Deck zurückgemischt.

Zu notieren ist hier, dass sie auch sich selbst als Tribut anbieten kann und dies als Kosten angesehen wird. Das kann helfen, um Karten wie Verbotener Kelch oder Effektverschleierin und Geisteroger & Schneehase zu spielen. Außerdem kann man jede normale Falle wählen, die es gibt. Ergo kann man auch drei Mal die Gleiche vorzeigen und dem Gegner die Entscheidung abnehmen. Bevorzugte Targets, die ich hier sehen kann, sind Karten wie Reißender Tribut, Artefakt-Heiligtum oder Bodenlose Fallgrube.

Ich mag diese Karte. Sie sucht sämtliche normalen Fallen sowie die neue Virus-Karte (auf die ich weiter unten zu sprechen komme) und setzt sie direkt. Zusammen mit der neuen Feldzauberkarte (ebenfalls später) lässt sie eine ordentliche Disruptionmöglichkeit aufbauen. Allerdings ist sie bei weitem nicht so stark, wenn man als zweites beginnen muss. Da das in einem Match unausweichlich ist, wird sie während eines Matches wohl öfters rein- und rausgesidet werden. Trotzdem ist sie stark und sollte möglichst 3x gespielt werden.

Ahrima, King of Wickedness

You can discard this card; add 1 „Lair of Darkness“ from your Deck to your hand. You can Tribute 1 DARK monster; draw 1 card, but if you Tributed a DARK monster other than this card, you can add 1 DARK monster with 2000 or more DEF from your Deck to your hand instead. You can only use this effect of „Ahrima, King of Wickedness“ once per turn.

Ahrima hat gleich zwei gute Effekte. Bei dem einen wirft er sich selber von er Hand ab, um eine Lair of Darkness Karte auf die Hand zu nehmen. Der andere Effekt bietet – wie Lilith – wieder ein Finsternis-Monster als Tribut, diesmal um eine Karte zu ziehen. Wenn er dabei allerdings ein anderes Monster als sich selbst opfert, kann er statt dem Ziehen ein Finsternis-Monster mit 2000 oder mehr DEF auf die Hand suchen.

Auch er gefällt mir. Wahlweise ein Pseudo-Landformen für den Spielfeldzauber, Drawpower oder ein Sucher für Finsternis-Monster. Sehr vielseitig einsetzbar, je nachdem was man gerade benötigt. Mit 1700 ATK ist er auch gar nicht mal so schwach. Auch hier zählt der Tribut wieder als Kosten, wodurch er um gewisse Karten herumspielen kann. Auch er sollte meistens 3x im Deck auftauchen.

Duke Shade, the Sinister Shadow Lord

You can Tribute any number of DARK monsters; Special Summon this card from your hand, and if you do, this card gains 500 ATK for each Tributed monster. If this card is Normal or Special Summoned: You can target 1 Level 5 or higher DARK monster in your GY; add it to your hand. You can only use each effect of „Duke Shade, the Sinister Shadow Lord“ once per turn. You cannot Special Summon monsters the turn you activate either of this card’s effects, except DARK monsters.

Der erste Effekt lässt ihn auf bis zu 3500 ATK ansteigen, davon ausgegangen, man möchte sein gesamtes Board für eine Karte opfern. Trotzdem nicht schlecht. Mit dem Feldzauber zusammen lässt er sich sogar ohne Kosten spezialbeschwören. Interessanter ist der zweite Effekt, er recycelt bei Beschwörung ein Stufe 5 oder höher Finsternis-Monster vom Friedhof.

Vor allem der zweite Effekt gefällt mir. Man kann dadurch zum Beispiel einen Radian, der Kaiju der Multidimensionalität vom Friedhof wiederholen (dazu beim Spielfeldzauber mehr). Alles im allem keine schlechte Karte. Allerdings finde ich, dass er im ersten Zug nicht viel bringt. Man sollte ihn daher nur einmal spielen. Da das Deck wegen der vielen Fallen anfangen will, bringt er eher wenig im ersten Duell. Einmal reicht, denn er ist ja durch Ahrima suchbar.

Darkest Diabolos, Lord of the Lair

Your opponent cannot Tribute this card, also they cannot target it with card effects. You can only use each of the following effects of „Darkest Diabolos, Lord of the Lair“ once per turn.
● If a DARK monster(s) you control is Tributed: You can Special Summon this card from the GY (if it was there when that monster was Tributed) or hand (even if not).
● You can Tribute 1 DARK monster; your opponent places 1 card from their hand on either the top or bottom of their Deck.

Auf Anhieb hört er sich ein wenig kompliziert an, aber zusammengefasst: Er kann durch den Gegner weder als Tribut angeboten noch als Ziel für Karteneffekte gewählt werden. Außerdem, wenn ein eigenes Finsternis-Monster als Tribut angeboten wurde, kann man ihn von der Hand oder dem Friedhof spezialbeschwören. Der zweite Effekt lässt, nach einem Tribut, den Gegner eine Karte von seiner Hand wählen und entweder auf oder unter das Deck legen.

Also: Immun gegen Kaijus, targeting und 3000 ATK? Nice! Der zweite Effekt zwingt den Gegner mit einer Handkarte weniger zu spielen, allerdings kann der Gegner dadurch auch eventuelle Garnets (oder andere Karten, die man nicht auf der Hand haben will) ins Deck zurückbringen. Beispielsweise in 60 Karten Decks stelle ich mir das sehr gut vor. Trotzdem ist diese Karte richtig gut. Der Effekt erinnert mich ein wenig an den von Apoqliphort-Türme (diese Flashbacks..). Und dass er sich spezialbeschwört, sobald man irgendwelche Effekte der Monster nutzt ist noch ein Bonus. Ich denke 1-2 Kopien sollte man davon auf jeden Fall spielen. Nicht mehr, da er durch Ahrima gesucht werden kann.

Grinning Grave Virus

Tribute 1 DARK monster with 3000 or less ATK; your opponent destroys 1 card in their hand and/or Deck for every 500 ATK the Tributed monster had on the field, also if you Tributed a monster with 2000 or more ATK, check all cards your opponent draws until the end of their 3rd turn after this card’s activation, and destroy all monsters among them. Cards destroyed and sent to the GY by this card’s effect cannot activate their effects during the turn they were destroyed.

Ein neuer Virus (Wie viele diese Karten wohl mögen?). Man bietet ein Finsternis-Monster mit 3000 ATK oder weniger als Tribut an (Yay, noch ein Weg für Diabolos). Der Gegner zerstört dann 1 Karte in seiner Hand oder von seinem Deck pro 500 ATK, die das als Tribut angebotene Monster besitzt. Wenn das Monster 2000 oder mehr ATK hatte, kann man zusätzlich auch alle gegnerischen Monster zerstören, die in den nächsten drei Zügen von eurem Gegner gezogen werden. Dazu kommt dann noch, dass Karten, die durch diesen Effekt zerstört wurden, ihre Effekte nicht aktivieren können.

Man kann den Gegner also um bis zu 6 Karten erleichtern. Das Problem das ich hierbei sehe ist, dass der Gegner entscheiden darf welche 6 Karten von seinem Deck zerstört werden. Daher könnte er Karten wie Märchenschweif – Schnee, Mezuki oder andere Karten, die ihren Effekt im Friedhof aktivieren können, schon mal auf den Friedhof legen. Außerdem müssen es keine Monster sein. Man kann auch Zauber- oder Fallenkarten auf den Friedhof legen. Vorteil: man kann den Gegner daran hindern Monster nachzuziehen und man weiß für bis zu vier Züge, was der Gegner auf der Hand hat. Das kann in vielen Fällen helfen. Ich würde von dieser Karte aber eher abraten und stattdessen die vorhandenen Viruskarten nutzen, wenn überhaupt. Mir fallen nur wenig Decks ein, die es wirklich stören würde Karten vom Deck zerstören zu müssen.

Lair of Darkness

All face-up monsters on the field become DARK. Once per turn, if you would Tribute a monster(s) to activate a card or effect, you can Tribute 1 DARK monster your opponent controls as if you controlled it. Once per turn, during the End Phase: Special Summon as many „Shadow Tokens“ (Fiend/DARK/Level 3/ATK 1000/DEF 1000) as possible to the turn player’s field in Defense Position, up to the number of monsters that were Tributed this turn while this card was face-up on the field.

Alle Monster auf dem Feld werden zu Finsternis-Monstern. Wenn man ein Monster als Tribut anbietet, um eine Karte oder einen Effekt zu aktivieren, kann man stattdessen ein Monster des Gegners benutzen. Außerdem spezialbeschwört dieser Spielfeldzauber Shadow Token in Verteidigungsposition auf die Spielfeldseite des Zugspielers gleich der Anzahl an Finsternis-Monster, die im gleichen Spielzug als Tribut angeboten wurden.

Wow. Ich denke, dass dieser Spielfeldzauber gleich in Lair of Salt umbenannt werden sollte. Durch diesen Effekt lässt sich mit diesem Deck auch als zweites Anfangen. Dein Gegner hat ein problematisches Bossmonster? Tribute es einfach weg und aktiviere dafür auch noch einen eigenen Effekt. Er beschwört zwei? Feindkontrolle! Tribute eines und übernimm die Kontrolle über das andere. Mir fallen einige Beispiele ein, welche durch diese Karte nervig werden. Angefangen mit den bereits genannten Effekten – durch den Spielfeldzauber wird jeder der Monstereffekte zu einer +2, was Kartenadvantage angeht – bis hin zu Karten wie Horn des Himmels. Zusätzlich spezialbeschwört diese Karte in der Endphase Token, die (wenn sie dann noch da sind) im nächsten Spielzug für Linkplays genutzt werden können. Diese Karte sollte auf jeden Fall drei Mal gespielt werden. Zusätzlich kann man auch Landformen spielen. Rein in der Theorie würde aber auch Ahrima den Feldzauber suchen können.

Soviel zu den neuen Karten. Natürlich gibt es auch einige Reprints in dem Structure Deck wie die Fremdenführerin aus der Unterwelt und die Verlockung der Finsternis. Ihr seht also, dass hier nicht nur Darkness draufsteht, sondern auch jede Menge Darkness drin ist!

Deckideen

Kommen wir aber nun zur Frage, wie man das Deck spielen sollte: Ich sehe zwei Möglichkeiten. Entweder spielt man das Deck pur und setzt auf die Konsistenz und Disruption, die der Spielfeldzauber bietet oder man nutzt die Karten als Engine in anderen Decks.

Ganz voran würden mir bei der letzteren der beiden Möglichkeiten Infernoid mit Lair of Darkness einfallen. Jedes Infernoid-Monster kommt mit einem Effekt, welcher sich aktiviert, indem es ein Monster als Tribut anbietet. Sie selbst sind zwar vom Attribut Feuer, aber durch den Spielfeldzauber werden alle Monster zu Finsternis, wodurch die Infernoid-Monster auch gegnerische Monster bspw. zur Annullierung von Effekten nutzen können.

Eigentlich kann ich mir eine Lair of Darkness-Engine in vielen Decks vorstellen. Einfach wegen der möglichen Disruption, die diese Engine bietet. Dreimal der Spielfeldzauber, sowie eine beliebige Kombination der ersten drei Monster inklusive 1-2 Kopien vom Bossmonster finden ohne weiteres in vielen Decks Platz.

Auch bei einer puren Variante sehe ich vielfältige Möglichkeiten. Abgesehen von den offensichtlichen Karten, könnte man zum Beispiel auch Destrudo der Schauer des verschwundenen Drachen zusammen mit Antiker Feendrache oder gar Finsterer Jagdbomber spielen. Weiterhin könnte man zusammen mit dem über Lilith suchbaren Artefakt-Heiligtum eine Engine mit 3x der normalen Falle sowie einer beliebigen Anzahl an verschiedenen Artefakt-Monstern bauen. Vor allem die Artefakt Sense dürfte in vielen Fällen den Zug beenden. Auch Fremdenführerin aus der Unterwelt könnte für Rank 3 XYZ gespielt werden. Vor allem im zusammen mit Farfa, Grimmetatze des Brennenden Abgrunds für eventuellen Removal, sollte man ihn trotz des Feldzaubers noch brauchen.

Stärken und Schwächen

Zuletzt möchte ich noch meine Gedanken zu den Stärken und Schwächen loswerden:

Die Stärken des Deckthemas liegen definitiv in der Vielfältigkeit, wie man den Gegner unterbrechen kann. Angefangen mit Schmerzen teilen, um einfach zwei Karten des Gegners als Tribut anzubieten, bis hin zu den themeneigenen Karten, die dadurch Advantage aufbauen. Außerdem lassen sich durch die Tokengeneration schnell starke Linkmonster wie Kalliberlade-Drache aufs Feld bringen. Auch mit dem neuen Diabolos sollte man sich nicht leichtfertig anlegen. Es ist ein Kontroll-Deck und kontrollieren kann es wirklich gut. Der Spielfeldzauber ist sehr stark und macht das Deck zu einer wirklichen Gefahr. Ob nun als Engine oder pur.

Gleichzeitig ist der Spielfeldzauber aber auch die Schwachstelle. Wird er im gegnerischen Zug zerstört, gibt es keine Möglichkeit die gegnerischen Monster zu zerstören und der Gegner darf meistens ungestört seine Plays machen. Außerdem hat das Deck keinen eigenen Out gegen Floodgate-Karten. Vor allem Maske der Beschränkung ist für das Deck ein großes Problem. Wenn dazu nicht die passende Antwort vorliegt, kommt das Deck einfach komplett zum Erliegen.

Fazit

Alles im Allem mag ich die neuen Karten sehr. Ich spiele äußerst gerne Kontroll-Decks und freue mich schon darauf, das Deck in den Händen zu halten. Wie relevant das Deck am Ende sein wird, kann uns aber nur die Zeit zeigen.

Bis dahin! Minimopp~

Über Minimopp

Moin! Student aus Hamburg, 20 Jahre und seit 4 Jahren in YuGiOh unterwegs!

One Reply to “Yugioh – Das Lair of Darkness Structure Deck aus der Finsternis!”

  1. Michael

    Das mit den Infernoids ist sehr interessant… Vielleicht versuche ich das mal.

    Was ich mir auch noch sehr lustig vorstelle, ist Panter-Krieger. Man opfert ein Monster des Gegners, um ein weiteres seiner Monster anzugreifen. Oder, noch besser: Die Tyrannen-Karten. Die müssen ja oft mehrere Monster opfern. Hohe Kosten, aber der Gegner bezahlt ja mit. Und dann bekommt er den negativen Effekt ab.

    Wird im ganzen aber ein langsames Deck.

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