Yugioh – Endlich: Obelisk und Slifer Structure Decks!

Vor kurzer Zeit ließ Konami die Bombe platzen und was Fans schon lange forderten wird nun endlich real: Die beiden ägyptischen Götterkarten Slifer der Himmelsdrache und Obelisk der Peiniger erhalten jeweils ein ganz eigenes Structure Deck! Was bisher bekannt ist und wann die Decks bei uns erhältlich sein werden, möchte ich heute einmal genauer betrachten.

Wie so oft bei einem Structure Deck werden auch hier altbekannte Yugioh Karten aufgegriffen und durch neuen Support attraktiv gemacht.  Nachdem Der geflügelte Drach von Ra bereits letzten September im Rampenlicht des Boostersets Rage of Ra stand und dort eigenen Support erhalten hat, gingen seine Götterkollegen Obelisk der Peniger und Slifer der Himmelsdrache bisher leer aus. Das soll sich nun ändern, denn im Juni bekommen die beiden Götter jeweils ein eigenes Structure Deck.

Bevor ich aber nun auf die neuen Karten und die bisher bekannten Infos zu den vorkonstruierten Decks eingehen werde, möchte ich die Gelegenheit nutzen und erst einmal ein bisschen über die beiden Götter erzählen. 

Trivia über einen Gott: Obelisk der Peiniger

Der Name dieser Karte stammt, genau wie Ra, aus der  altägyptischen Kultur. Dabei handelt es sich um vierseitige, hohe Denkmäler, die an der Spitze pyramidenartig zusammenlaufen. Der bekannteste Obelisk dürfte wohl das Washington Monument in Washington D.C. sein, in seinem Ursprung hat ein Obelisk aber vor allem eine religiös-spirituelle Bedeutung.

Uns interessiert aber vielmehr die Karte und nicht das altägyptische Denkmal, doch auch hierzu gibt es einiges Wissenswertes:

Das erste Mal tauchte Obelisk im TCG als Promokarte auf, die nicht gespielt werden durfte und als Hommage an den Anime zu verstehen war. Entsprechend der Farbe des Gottes ist in dieser illegalen Version auch die Karte selbst blau eingefärbt, dabei handelt es sich bei Obelisk weder um ein Ritual- noch um ein Linkmonster. Auch der Kartentext weist Obelisk hier eigentlich als effektloses Monster auf, denn anstelle eines Effekts erfahren wir hier nur ein paar Hintergrundinformationen über den Gott.

Auch den Herausgebern des Shonen Jump Magazins scheint es diese Karte angetan zu haben, denn sie ist als einzige Karte zweimal einem Heft beigelegt worden: einmal in der klassischen und nicht spielbaren Variante und einmal in der legalen Variante, in der Obelisk ein reguläres Effektmonster darstellt. Als Effektmonsterkarte ist Obelisk übrigens eine der wenigen Karten, die über keinen achtstelligen Zahlencode links unten verfügt. Selbiges gilt auch für Slifer und Ra.

Apropos Shonen Jump: Dort erschien als Promo auch das finstere Gegenstück des ägyptischen Gottes in Gestalt der Karte Die Wurzel des Bösen. Damit aber nicht genug: Bevor die klassischen Götterkarten spielbar wurden, mussten sich die Duellanten vergangener Tage mit einem schwächeren Abbild zufriedengeben: Die Heiligen Ungeheuer erschienen 2006 im Boosterset Shadow of Infinity. Obelisks Gegenstück stellt hier Raviel, Herr der Phantome dar. Dieser ist zwar auch ein Monster der Stufe 10 und verfügt über dieselben ATK- und DEF-Werte wie Obelisk, ist dabei aber weder vom Typ Göttliches Ungeheuer, noch hat er die Eigenschaft Göttlich – das bleibt den wahren Götterkarten vorbehalten. Die Heiligen Ungeheuer haben ihrerseits im vergangenen Jahr ein Structure Deck erhalten, nämlich das Structure Deck Sacred Beasts, das ihr natürlich auch bei uns im Shop findet.

Zwei weitere Eigenschaften machen Obelisk zu einer besonderen Karte und grenzen sie sogar gegen seine beiden Kollegen Slifer und Ra ab: zum einen ist er der einzige ägyptische Gott mit festen ATK- und DEF-Werten, dafür weist er eine Immunität gegen zielende Effekte auf, was ihn auch heute noch recht unangenehm macht. Eine ATK von 4000 war in den frühen Tagen des Yu-Gi-Oh! ein absolutes Novum, was ihn vermutlich zu der begehrtesten Götterkarte machte. Zum anderen basiert sein Artwork als einziges nicht auf einem Drachen.

Trivia über einen Gott: Slifer der Himmelsdrache

Der rote, schlangenförmige Gott erweist sich als echte Rampensau. Er ist nämlich sowohl als Titelmonster auf der Mega-Tin 2016, auf dem Battle Pack 2: War of the Giants als auch auf der Millennium Box Gold Edition zu finden.

Anders als bei seinen Mitstreitern Obelisk der Peiniger und Der geflügelte Drache von Ra ist der Name dieser Götterkarte nicht der altägyptischen Kultur entlehnt. Stattdessen findet sich hier der 4Kids-Mitarbeiter Roger Slifer namentlich verewigt.

Wie auch die anderen beiden klassischen Götterkarten, so hat natürlich auch Slifer zwei Gegenstücke: das eine findet ihr in Gestalt der Jump-Promo Der Auslöscher des Bösen. Das andere Finsternis-Gegenstück ist das Heilige Ungeheuer Uria, Herr der reißenden Flammen aus Shadow of Infinity.

Wie auch bei Obelisk, so folgt auch hier die Kartenfarbe der illegalen (also nicht spielbaren) Version der Karte dem Farbschema des Gottes. Diese Ausführung von Slifer ist somit die einzige tatsächlich rote Karte im TCG – und die einzige Karte, deren ATK- und DEF-Anzeige den Buchstaben X aufweist. In der spielbaren Version steht hier das regelkonforme Fragezeichen.  

Wie bei seinem blauen Götter-Kollegen, verfügt auch Slifer über zwei alternative Artworks, die ihr im Dark Side of Dimension Movie Pack und in der Gold Sarcophagus Mega Tin 2019 findet.

Fist of Fate

Kommen wir nun also endlich zu den bisher angekündigten neuen Karten dieser besonderen Structure Decks. Für beide Decks ist jeweils eine eigene neue Karte bestätigt, eine weitere neue Karte findet sich in beiden Structure Decks.

Fist of Fate findet ihr im Egyptian God Deck: Obelisk the Tormentor. Die Schnellzauberkarte könnt ihr aktivieren, wenn ihr einen Obelisk kontrolliert. Dann könnt ihr den Effekt eines gegnerischen Monsters annullieren ohne zu zielen, das Monster daraufhin zerstören und wenn das gelingt, werden die Effekte aller Monster mit demselben Namen für die Dauer des Spielzuges annulliert.  Als Schnellzauberkarte könnt ihr Fist of Fate natürlich im gegnerischen Spielzug aktivieren, solltet jedoch am besten so spielen, dass ihr sie in eurer Main Phase aktiviert. Dann werden nämlich alle Zauber- und Fallenkarten des Gegners zerstört und euer Obelisk dürfte in der Battle Phase leichtes Spiel haben. Besonders fies: Der Gegner kann Fist of Fate nicht annullieren und muss so einfach tatenlos zusehen.

Soul Crossing

Sie findet ihr in beiden Decks, denn sie soll euch die Beschwörung eurer Götterkarten erleichtern. Mithilfe dieser Schnellzauberkarte könnt ihr gegnerische Monster für die Tributbeschwörung eines Göttlichen Ungeheuers nutzen. Klingt gut, aber die Einschränkungen haben es leider auch in sich: Bis zum Ende des nächsten Zuges könnt ihr nur noch einen Effekt oder eine andere Karte pro Spielzug aktivieren. Immerhin sind Göttliche Ungeheuer von dieser Einschränkung ausgenommen, Slifers oder Obelisks Effekt fällt also nicht unter dieses Limit. Dennoch müsst ihr gut überlegen, für welchen Effekt ihr euch entscheidet, denn allzu viel Gelegenheit auf den Gegner zu reagieren habt ihr dann nicht mehr. Trotzdem: Die Möglichkeit, gegnerische Monster als Tribut zu entrichten ist immer spannend und dankbar, denn so werdet ihr recht einfach ein stabiles Board los und nicht ohne Grund fand sich Der geflügelte Drache von Ra – Kugelmodus lange in Side Decks und nicht ohne Grund werden auch heute noch Kaijus mit großer Freude gespielt.

Thunderforce Attack

Auch diese Schnellzauberkarte kann nur aktiviert werden, wenn ihr Slifer der Himmelsdrache kontrolliert. Ihr könnt dann alle gegnerischen Monster zerstören. Aktiviert ihr diese Karte außerdem während eurer eigenen Main Phase, so könnt ihr genauso viele Karten ziehen wie ihr Monster zerstört habt. Dadurch pusht ihr Slifers Effekt bekanntlich enorm, denn der Gegner dürfte in der Regel über ein recht ansehnliches Board verfügen – es sei denn natürlich, ihr habt es zuvor schon durch Soul Crossing dezimiert, dann ist Thunderforce Attack vielleicht nicht mehr wirklich nützlich. Immerhin kann der Gegner auch hier die Aktivierung und den Effekt dieser Karte nicht annullieren. Das hilft enorm, denn so werdet ihr auf einen Schlag alle Monster los, die über eventuelle Negate-Effekte verfügen.

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich persönlich freue mich riesig auf die beiden Decks, die da im Juni zu uns kommen. Sicherlich, Metarelevanz dürfen wir hier nicht erwarten, aber ein spielbares Götterdeck mit neuem Support und Reprints von Obelisk und Slifer – das ist doch wirklich eine spannende Sache. Bisher ist außerdem noch nicht viel über diese Decks bekannt und sicherlich gibt es hier noch einige spielstarke Reprints oder vielleicht sogar weiteren neuen Support, von dem wir jetzt noch nichts wissen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und kann den Release kaum noch erwarten, auch wenn der noch ganz schön lange hin ist…

Euer Hyozan

Über Hyozan

Yu-Gi-Oh!-Veteran der ersten Stunde

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