Yugioh – Mit diesen 5 Top Meta Decks starten wir ins neue Jahr

Nach einer kurzen Neujahrspause melden wir uns endlich wieder zurück! Wir lassen ein turbulentes Jahr 2020 hinter uns und starten in ein neues 2021, das uns hoffentlich wieder etwas mehr Normalität beschert. Natürlich wirkt sich das Weltgeschehen auch auf unser Hobby aus und so sind Turniere momentan eher spärlich gesät. Meta Decks gibt es natürlich trotzdem, die dann eben auf den einschlägigen Online-Turnieren entsprechend punkten. Da hat sich trotz der Entschleunigung durch die Pandemie in den letzten Monaten einiges verändert und ich möchte heute mit euch meine persönlichen Yugioh Top-Decks für diesen Jahresauftakt in den Blick nehmen.

Platz 5: Dogmatika Invoked

Vermutlich das einflussreichste Set im letzten Jahr war Rise of the Duelist. Es brachte uns Späße wie Talent der drei Taktiken oder Verbotener Tropfen, aber auch die Dogmatika-Monster hielten Einzug in unser TCG. Die Dogmatika-Engine als solche ist schon wirklich stark, hat sich aber vor allem in Kombination mit Invoked bewährt. Dieses Yugioh Deck konnte vor allem auf der LCS im vergangenen Monat punkten. Überraschend ist das nicht, denn Invoked treibt schon länger sein Unwesen und ist bisher von der Banlist erstaunlicherweise verschont geblieben. Bevor Dogmatika im Sommer hierzulande erschien, haben die Fans des Invoked-Themas vor allem auf eine Kombination mit den lästigen Schattenpuppen gesetzt. 

Und wieso auch nicht: Invoked besteht im Grunde nur in einer Engine aus dem Monster Aleister der Beschwörer, der Spielfeldzauberkarte Magische Schmelze und der Zauberkarte Beschwörung. Aleister hat übrigens in der Maximum Gold Box ein alternatives Artwork spendiert bekommen und ist zusätzlich in edlem Premium Gold Rare erhältlich. Im Extra Deck wird dann natürlich auf Beschworener Mechaba gesetzt, der dem Gegner ganz schön zusetzen kann. Aber auch Beschworener Purgatrio oder Beschworener Augoeides sind gern gesehene Mitstreiter.

Wer mehr über die Symbiose aus Dogmatika und Invoked wissen möchte, kann HIER gerne mehr darüber erfahren.

Platz 4: Dinosaurier

Im Sommer gelang es Sam Arunnaveesiri mit seinem Dino-Deck den Sieg im Remote Duel Invitational für sich zu erringen. Fortan waren die Dinos wieder in aller Munde und sind es auch heute noch. Seit August hat sich in Sachen Yu-Gi-Oh! eine Menge getan und das Deck mag nicht mehr die Durchschlagskraft haben wie noch vor einigen Monaten. Da es aber keinerlei Einbußen durch die Dezember-Banlist hinnehmen musste, ist das Deck genauso spielbar wie vor einigen Monaten. Das Sieger-Deck habe ich euch übrigens bereits im Oktober vorgestellt, wie ihr HIER noch einmal nachlesen könnt.

Das Dino-Thema ist eigentlich nicht neu, dass es aber auch im Jahr 2020 und 2021 so bedingungslos spielbar ist, hat mehrere Gründe. Zum einen haben wir da die Secret Rare aus Eternity Code, Tierverzierter Archosaurier, die die zentrale Zauberkarte Doppelte Evolutionspille suchen kann. Mit der beschwört ihr euer Bossmonster  Ultimativleiter-Tyranno direkt aus dem Deck. Auch die Tatsache, dass Verschiedosaurier aktuell dreimal gespielt werden darf, trägt zum Erfolg dieses Decks maßgeblich bei. Brenzlig wird es für die Dinos dann, wenn der Gegner über die Handtrap Artefakt Longinuslanze verfügt, die das Verbannen von Karten für die Dauer des Spielzuges verhindert. Loginuslanze erfreut sich in letzter Zeit zumindest zunehmender Popularität und sollte daher nicht unterschätzt werden.

Aber dann ist da ja auch noch die Spielfeldzauberkarte Untergegangene Welt: Wenn ihr einen Dinosaurier beschwört, erhält der Gegner eine Juraei-Spielmarke. Fortan kann er nur noch diese als Ziel für Karteneffekte wählen. Das sichert euch gegen lästige Handtraps ab: Effektverschleierin oder auch Unendliche Unbeständigkeit zielen und sind somit in dieser Situation wenig hilfreich. Dieser schöne Effekt macht Untergegangene Welt zu einer der stärksten Spielfeldzauberkarten im aktuellen Format.  

Platz 3: Zoodiak

Zoodiak ist ein Deck, das aktuell viel gespielt wird und immer wieder in verschiedenen Kombinationen auftaucht. Das Deck macht Spaß und ist recht einfach zu spielen. Im Grunde gelangt im ersten Zug immer Zoodiak-Drachzack aufs Feld, denn dieses Xyz-Monster braucht nur ein gewöhnliches Zoodiak-Monster als Material. Aktuell ist Drachzack limitiert und es steht nicht zu erwarten, dass sich das bald ändern wird. Auch mit dieser Basiskarte auf 1 ist Zoodiak ungemein stark.

Im Herbst brachte uns das Phantom Rage Set dann auch noch die Secret Rare Göttliches Arsenal AA-Zeus – Himmelsdonner, der wie geschaffen für Zoodiak-Decks ist und das Spiel ganz unerwartet komplett wenden kann. Kein Wunder also, dass AA-Zeus aktuell Preise jenseits der 50 Euro Marke erzielt. Auf der letzten LCS im Dezember fand sich dieses Deck übrigens unter den Top 4 wieder und war dort eine spannende Mischung aus Zoodiak, Eldlich und Dogmatika. Vielleicht stelle ich euch dieses Deck bei nächster Gelegenheit einmal genauer vor.

Mit Göttliches Arsenal AA-Zeus – Himmelsdonner hat Zoodiak nun ein Bossmonster zurück, das ihm durch das Verbot von Zoodiak-Breitbulle irgendwie gefehlt hat. Wie stark Zoodiak ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass ganze vier Karten dieses Archetyps auf der aktuellen Banlist stehen!

Platz 2: Drytron

Kommen wir nun zu den zwei stärksten Decks des aktuellen Formats. Hier ein tatsächliches Ranking vorzunehmen ist schwierig, denn sowohl Drytron als auch Virtualwelt (wer hätte es gedacht..) liefern momentan absolut bombastisch ab. Auf der LCS beispielsweise errang dieses Deck den zweiten Platz und wurde nur noch von Virtualwelt übertroffen, weshalb auch ich mich heute entschieden habe, Drytron auf den zweiten Platz zu setzen.

Es ist erstaunlich, dass ein Ritualdeck so spielstark ist, denn Ritualbeschwörungen sind üblicherweise langsam und benötigen Unmengen an Ressourcen. Karten wie Drytron-Nova nehmen sich aber dieses Problems an und fungiert als elementarer Searcher. Aber auch Cyber-Notfall, der sonst vor allem in Cyber Drachen Decks zu finden ist, kann bei Drytron sein volles Potenzial entfalten. Für wichtige Negates sorgt dann Herold des orangen Lichts, den ihr durch die Monsterkarte Eva ganz leicht suchen könnt. Noch unangenehmer wird es durch Herrscher der Eitelkeit, der traditionell in vielen Ritualdecks zu finden ist. Wenn ihr mehr über Drytron wissen wollt, schaut gerne HIER vorbei. Ich werde das Deck des Zweitplatzierten aber in absehbarer Zeit auch noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Platz 1: Virtualwelt

Last but not least das momentan stärkste Deck: Virtualwelt. Auch wenn es viel über dieses Deck zu sagen gibt, möchte ich mich an dieser Stelle kurz fassen und stattdessen auf meinen Artikel dazu verweisen: Dort stelle ich nicht nur den Archetyp selbst vor, sondern habe euch auch das Deck des LCS-Siegers vom November zusammengestellt. Zum Artikel gelangt ihr HIER. Doch auch bei der LCS im Dezember belegte Virtualwelt den ersten Platz.  Auf der LCS VIII im November wurde übrigens auch der zweite Platz von Virtualwelt belegt, im Dezember dann allerdings von Drytron.

Virtualwelt nun polarisiert durchaus. Einerseits haben wir es hier mit einem super starken Deck zu tun, andererseits ist das vor allem einer Karte geschuldet: Wahrer König aller Katastrophen. Es werden deshalb immer mehr Stimmen laut, die das Verbot genau dieser Karte fordern. 

Yu-Gi-Oh! ist ein Spiel für zwei Personen. Dieses simple Grundkonzept wird aber ad absurdum geführt, wenn ein Teilnehmer einfach nicht mitspielen kann, weil die gegnerischen Karten das untersagen. Das ist bei einem sehr handtraplastigen Format sowieso der Fall, denn da wird beinahe alles annulliert, was irgendwie gespielt wird. Wahrer König aller Katastrophen hindert den Gegner in seinem eigenen Spielzug daran, Monstereffekte zu aktivieren. Auch angreifen kann der Gegner nicht und da wird es dann langsam eng. Seit dem Erscheinen von Transportverbund in Duel Overload wurde dann auch stark auf Zerstörungsschwert des Drachenbusters gesetzt, das dem Gegner Beschwörungen aus dem Extra Deck untersagt. Diese Karte wurde im Dezember verboten und ähnliche Forderungen werden auch immer mehr für Wahrer König aller Katastrophen laut.

Über einen ähnlichen Effekt verfügt übrigens auch Nummer S0: Utopisches ZEXAL. Dessen Effekt ist zwar nicht nur auf Monster beschränkt, sondern verbietet einfach mal die Aktivierung jedweden Effekts, aber die Numeron-Engine hatte nicht den erwarteten Einfluss auf das Format, sodass Utopisches ZEXAL verhältnismäßig wenig gespielt wird. Wahrer König aller Katastrophen in einem auch sonst sehr potenten Deck stellt dahingegen eine absolut ernste Bedrohung dar und ein Verbot dieses Xyz-Monsters wäre absolut legitim.

Zum Abschluss bleibt nur die spannende Frage, mit welchen Decks ihr in das neue Jahr startet. Spielt ihr eines der Meta-Decks? Seid ihr im Rogue-Bereich unterwegs, oder spielt ihr einfach das, was euch Spaß macht, ganz unabhängig von Erfolg und Stärke? Was auch immer ihr tut, habt Spaß dabei!

Euer Hyozan

Über Hyozan

Yu-Gi-Oh!-Veteran der ersten Stunde

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