Yugioh – The Infinity Chasers: Schau mir in das Auge, Kleines: Evil Eye

Willkommen, Freunde der rituellen Kultverehrung, zur heutigen Instanz von „Was tischt Konami heute auf?“ Die Antwort werdet ihr sehr bald erfahren, denn in wenigen Augenblicken werfen wir einen Blick (haha, Augenwitze) auf den zweiten der drei Archetypes aus dem neuen Deck Build Pack: The Infinity Chasers, welches gestern in unseren Gefilden released wurde.

Wie gewohnt beginnen wir allerdings mit einer kurzen Einführung in den Archetype: Evil Eye besteht aus dreizehn Yugioh Karten, davon vier Effekt-Maindeckmonster, ein Linkmonster, fünf Zauberkarten, davon eine permanente und ein Spielfeldzauber, sowie drei Fallen, davon eine Konterfalle.

Das Konzept ist ein Ähnliches wie bei den Sky Strikern aus Dark Saviors. Evil Eye ist zwar nicht im Ansatz so gut, allerdings haben alle ihre Karten Effekte, welche dadurch verbessert werden, dass der Spieler eine Karte Namens Evil Eye of Selene kontrolliert – einen Ausrüstungszauber, um den das ganze Yugioh Deck aufgebaut ist.

Doch schauen wir uns doch einfach mal das Lineup an und beginnen mit dem wohl besten Monster…

Serziel, Watcher of the Evil Eye

Können wir kurz zuerst einmal die Ironie darin wertschätzen, dass jemand der Beobachter eines Auges ist? Egal – davon abgesehen bringt Serziel die Konstanz in den Archetype: Sobald er als Normalbeschwörung beschworen wird, darf der Spieler eine Evil Eye-Karte vom Deck der Hand hinzufügen. Simpel und effektiv. Leider muss ich euch an dieser Stelle verraten, dass der Archetype sehr auf seine Normalbeschwörung angewiesen ist, was die Verwendung der besten Karte, die wohl jemals für Ausrüstungszauber geschaffen wurde – Versteckte Waffenkammer -, komplett unmöglich macht. Die Mutigen unter euch können ja einen Werkzeugdrache techen… Doch zurück zu Serziel.

Seinen zweiten Effekt, den er sich mit einigen Mitgliedern des Archetypes teilt, erhält Serziel, wenn er mit Evil Eye of Selene ausgerüstet ist. Während des Spielzugs eines beliebigen Spielers kann er einmal ein spezialbeschworenes Monster des Gegners wählen und zerstören. Generell ein guter Effekt.

Allerdings muss der Spieler, sollte er diesen Effekt aktivieren, während der nächsten Standby-Phase, nachdem dieser Effekt aktiviert wurde, eine Karte zerstören, die er kontrolliert.

Serziel ist… akzeptabel und damit leider trotzdem das beste Maindeck-Monster des Archetypes. Der Zerstörungseffekt ist gut, wenn auch etwas spezifisch. Das Zerstören einer eigenen Karte ist in seinem Falle übrigens kein Nachteil, nur dass ihr darüber schonmal informiert seid. Nicht nur kann man ihn so mit einigen Karten kombinieren, welche zerstört werden wollen – auch einige Evil Eye-Karten, über die wir gleich noch sprechen werden, aktivieren diverse Effekte, sollten sie durch Karteneffekte zerstört werden.

Medusa, Watcher of the Evil Eye

Noch so einer, der einem Auge zuschaut. Medusa ist das Gegenstück zu Serziel, was man auch daran erkennt, dass sie dieselben ATK und DEF-Werte hat, lediglich umgekehrt. Allerdings fügt sie bei ihrer Normalbeschwörung lediglich eine Evil Eye-Karte vom Friedhof wieder der Hand hinzu. Gut fürs Recyceln, weniger gut im ersten Spielzug.

Wie ihr sicherlich schon richtig vermutet habt, hat auch sie einen Effekt, sollte sie mit dem Evil Eye of Selene ausgerüstet sein: In diesem Falle könnt ihr, ebenfalls als Schnelleffekt, ein Monster im gegnerischen Friedhof wählen und aus dem Spiel entfernen.

Wie zu erwarten, wird aber auch hier Gleiches mit Gleichem vergolten: Während der nächsten Standby-Phase, nachdem dieser Effekt benutzt wurde, muss der Spieler eine Karte aus seinem eigenen Friedhof verbannen. Im Gegensatz zu Serziel bedingt dies leider keine zusätzlichen Effekte, außer ihr habt zufällig Donnerdrachen in eurem Friedhof. Selbst wenn ihr Evil Eye-Karten verbannt, sorgt ihr dabei leider nur für Setup für eine halbgare Recyclingkarte. Yikes.

Catoblepas, Retainer of the Evil Eye

Catoblepas ist.. ebenfalls akzeptabel. Sein erster Effekt besagt, dass der Spieler eine Evil Eye-Zauber- oder Fallenkarte wählen kann und diese wird dann das erste Mal, falls sie durch einen gegnerischen Karteneffekt zerstört werden würde, stattdessen nicht zerstört. Dies gilt bis zum Ende des nächsten Spielzugs. Dieser Effekt ist… absoluter Schwachsinn. Die einzige Evil Eye-Back, welche man beschützen wollen würde, ist eine Falle, die typischerweise im gegnerischen Spielzug aktiviert wird. Da Catoblepas erster Effekt allerdings kein Schnelleffekt ist, ist es dementsprechend irrelevant. Die wichtigste Evil Eye-Backrow, Eye of Selene, kann sich so oder so selbst recyceln und alle anderen sind entweder nicht permanent, wollen sogar zerstört werden, oder es ist komplett egal, ob sie zerstört werden, da ihr wichtiger Effekt bei der Aktivierung verbraucht wird.

Der zweite Effekt ist es, was diese Karte rettet: Falls der Spieler ein anderes Evil Eye-Monster außer Catoblepas kontrolliert, kann er diesen vom Friedhof spezialbeschwören, allerdings wird er verbannt, sobald er das Spielfeld verlässt. Zumindest eine Stütze, um das Spielfeld zu swarmen. Da sämtliche Monster des Decks FINSTERNIS-Unterweltler sind, führt dieser Effekt eventuell dazu, dass man eine Evil Eye-Engine in Burning Abyss techen kann, aber auch nicht zu viel mehr.

Baijilius, Retainer of the Evil Eye

Bajilius ist das letzte Maindeck-Monster der Evil Eyes und gehört zur Abwechslung wieder zur nützlichen Sorte. Nicht nur kann er sich selbst als Spezialbeschwörung von der Hand beschwören, falls der Spieler ein Evil Eye-Monster kontrolliert, im Gegensatz zu Catoblepas sogar auch wenn es sich dabei um eine weitere Kopie von Bajilius handelt. Das schreit ja geradezu danach, in Burning Abyss gespielt zu werden. Aber weiter im Text. Zusätzlich kann der Spieler einmal pro Spielzug, während seiner Main-Phase eine Evil Eye-Zauber- oder Fallenkarte vom Deck auf den Friedhof legen.

Dies macht zwar bei den aktuellen Fallenkarten des Decks wenig Sinn, da keine von ihnen einen Friedhofseffekt hat, allerdings hält dies definitiv die Türen für zukünftigen Support offen.

Der wichtige Part ist: hierüber habt ihr einen weiteren Weg euch Selenes verfluchten Glubscher unter den Nagel zu reißen, und das ist alles, was im Moment zählt.

Zechariel, King of the Evil Eye

Um zu verstehen, was abgeht, hier eine kleine Lore-Zusammenfassung zum Archetype: Medusa und Serziel schlagen sich um dieses Glasauge die Schädel ein. Serziel bekommt es in die Griffel und wird zu diesem Ding.

Und jetzt zu seinem Effekt: Zechariel ist ein Link-3 und verlangt als Materialien 2+ Evil Eye-Monster, was nicht damit zusammenhängt, dass der Archetype noch einen garantierten Link-2 erhält, sondern mit dem Effekt einer gewissen Fallenkarte, die wir uns später ansehen werden.

Zechariel kann, falls ein Monster mit 2600 oder mehr ATK (momentane, nicht Grund-ATK) für seine Linkbeschwörung verwendet wurde, zweimal pro Battle-Phase angreifen. Dies liegt nicht daran, dass Konami vorhat, euch wahnwitzige Aktionen á la Zechariel mit sich selbst beschwören durchführen zu lassen – nein, Selenes Auge hat schlicht und ergreifend unter anderem den Effekt, die ATK eines Monsters um 500 Punkte zu erhöhen. Deshalb hat auch Serziel die 1600 ATK , und nicht Medusa. Er wird zweimal von dem verfluchten Auge „gebufft“ und zack – Zechariel. Doch zurück zum eigentlichen Effekt.

Falls er mit Evil Eye of Selene ausgerüstet ist, kann er als Schnelleffekt eine Karte, die der Gegner kontrolliert, wählen und zerstören. Der Nachteil ist dieses Mal jedoch etwas interessanter: Während der nächsten Standby-Phase muss der Zugspieler die Effekte eines Effektmonsters permanent annullieren, auf welches Zechariel zeigt.

Zwar erscheint das generell erst einmal wie eine miese Situation, allerdings zeigt Zechariel unter anderem nach oben. Solltet ihr also einen ausgesprochen dämlichen Gegner haben, der etwas in Zechariels Zone legt, von dem er die Effekte längerfristig benötigt (längerfristig da Zechariel in der Standby-Phase negiert, aber der Gegner ja erst in der Main-Phase beschwört) oder, was wahrscheinlicher ist, ein Monster aufs Spielfeld legt, das ebenfalls nach oben zeigt, könnt ihr Zechariels „Nachteil“ zu eurem Vorteil ausnutzen, um besagtes gegnerisches Monster quasi auszuschalten.

Evil Eye of Selene

Nach dem ganzen Terror, den dieses geschmacklose Accessoire verursacht hat, wird es nun höchste Zeit, sich das Zentrum des Archetypes nun einmal selbst anzusehen. Evil Eye of Selene ist ein Ausrüstungszauber, welcher nur an ein Evil Eye-Monsters ausgerüstet werden kann. Besagtes Monster kann danach weder durch Kampf noch durch Karteneffekte zerstört werden, noch kann es als Ziel dafür gewählt werden. Das hört sich im ersten Moment zwar stramm an, drei Sekunden später fällt dem geneigten Leser allerdings üblicherweise auf, dass diese umfangreiche Protection nicht für das Auge selbst gilt – was es nur zu einer mittelmäßigen Hürde macht, die von einem Albtraumritter Phönix mühelos überwunden wird.

Jedes Mal, wenn der Spieler den Effekt des ausgerüsteten Monsters, oder eine andere Evil Eye-Zauber- oder Fallenkarte aktiviert, erhält er 500 Punkte Schaden, dafür erhält das ausgerüstete Monster permanent 500 ATK, selbst wenn das Auge sich vom Feld verabschiedet.

Zusätzlich, falls sich Evil Eye of Selene im Friedhof befindet, kann der Spieler 1000 Lebenspunkte bezahlen sowie eine andere Evil Eye-Zauber/Fallenkarte aus dem Friedhof entfernen, um Selenes Auge wieder aufs Spielfeld zu setzen.

Der Effekt von Selenes Auge ist ebenfalls auch nur okay. Mittelmäßig, wie der Rest des Archetypes. Sicherlich, die Protection ist stark, aber viel zu einfach zu umgehen. Es ist, als würde man ein drei Meter großes, unter Strom gestelltes Eisentor in einen kniehohen Gartenzaun einbauen. Wenigstens kann es sich recht simpel recyceln, was man von einer Karte allerdings auch erwarten sollte, falls der ganze Archetype darauf aufbaut…

Pareidolia, Domain of the Evil Eye

Pareidolia ist der Feldzauber des Archetypes und zuallererst ein netter Consistency-Booster a lá Trickstar Lightstage. Bei Aktivierung sucht Pareidolia nämlich ein Evil Eye-Monster vom Deck auf die Hand. Der zweite Effekt allerdings fällt direkt wieder in die… weniger nützliche Kategorie. Falls nämlich ein gegnerisches Monster ein Evil Eye-Monster angreift, während Evil Eye of Selene sich offen in eurer Zauber/Fallenkartenzone befindet, erhält der Gegner allen Kampfschaden aus diesem Kampf. Da es keine Möglichkeit innerhalb des Archetypes gibt, das Auge von Selene als Schnelleffekt auszurüsten, müsste euer Gegner schon Analphabet oder unter Drogen sein, um ein Monster anzugreifen, das mit dem Auge selbst ausgerüstet ist. Demnach müsstet ihr also auf Karten wie Swords at Dawn zugreifen.. ja. Nie gedacht, dass ich das einmal sage, aber da ist selbst ein Magischer Zylinder effizienter.

Sollte er eines angreifen, das nicht selbst Träger vom Auge ist, woopdidoo, er nimmt ein wenig Schaden, aber ihr verliert Feldpräsenz, was definitiv wichtiger als Lebenspunkte ist. Der Archetype hat auch keine andere Quelle um Effektschaden zuzufügen. Wie kommt Konami auf sowas?

Der dritte Effekt von Pareidolia ist allerdings wieder verwendbar: Falls es auf dem Spielfeld durch einen Karteneffekt zerstört wird, kann der Spieler ein Evil Eye-Monster in seinem Friedhof wählen und der Hand hinzufügen. Das ist übrigens die weiter oben erwähnte Synergie mit Serziel.

Curse of the Evil Eye

Falls der Spieler ein Evil Eye-Monster kontrolliert, kann er diese Karte aktivieren, eine Zauber-/Fallenkarte zu wählen, die der Gegner kontrolliert, und sie zerstören. Sollte Selenes Glubscher seinen Weg aufs Feld gefunden haben, wird die Karte stattdessen verbannt.

… spielt einfach Kosmoszyklon. Curse ist wörtlich Kosmoszyklon, nur in schlecht. Und mit mehr Bedingungen. In einem Archetype, der nur einen Searcher hat, ein Monster, Selenes Auge selbst UND diese Karte aktiv suchen zu können ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Und dann müsst ihr noch genug Glück haben, dass der Gegner nicht einfach drum herum spielt und keine Backrow verwendet, bevor er das Monster mitsamt Auge einfach entsorgt. Ihr wisst schon – durch einen Kaiju. Diese Dinger, die jeder im Sidedeck hat, gegen diese ganze Azathot-Geschichte?

Das hier ist keine Sky Striker Mecha – Jamming Wave. Auch die Tatsache, dass diese Karte suchbar ist, macht sie nicht besser.

Forbidden Awakening of the Evil Eye

Hier zur Abwechslung etwas guter Support: Forbidden Awakening of the Evil Eye hat einen simplen und doch potenten Effekt: Der Spieler kann ein Evil Eye-Monster als Spezialbeschwörung aus der Hand oder dem Friedhof beschwören – falls er Evil Eye of Selene kontrolliert, auch aus dem Deck. Allerdings kann nur eine Forbidden Awakening pro Spielzug aktiviert werden.

Der Kniff an dieser Karte ist, dass Selenes Auge, wie alle Ausrüstungszauber, auch an gegnerische Monster ausgerüstet werden kann. Also selbst wenn man ohne Evil Eye-Monster starten sollte, kann Awakening dennoch verwendet werden. Zwar erfordert sie generell Setup, aber das ist bei diesem Archetype generell zu verschmerzen.

Watchful Rule of the Evil Eye

Sobald Watchful Rule aktiviert wird, kann der Spieler eine Evil Eye-Karte aus seinem Friedhof verbannen, um eine Karte zu ziehen. Der Kartentext könnte an dieser Stelle aufhören und es wäre trotzdem eine spielbare Karte. Dennoch hat man, wie es bei diesem Archetype mittlerweile zur Gewohnheit wird, einen mittelmäßigen zweiten Effekt hinzugefügt: Falls ein Evil Eye-Monster, welches mit Evil Eye of Selene ausgerüstet ist, ein Monster eures Gegners angreift, wird das gegnerische Monster nach der Schadensberechnung verbannt.

Schön und gut, um größere Monster loszuwerden, schließlich kann aufgrund von Selenes Linse euer Monster durch den Kampf nicht zerstört werden – aber warum erst nach Schadensberechnung? Und warum nur, wenn euer Monster angreift? Das macht genau so wenig Sinn, wie dass es beim Fieldspell nur funktioniert, wenn angegriffen wird. Wenn beide einfach sagen würden, „falls ein Evil Eye-Monster kämpft„, hätte man es unter Umständen sogar gebrauchen können.

Aber so seid ihr auf relativ kleine Beatsticks angewiesen, welche ihr in größere Monster des Gegners rammen müsst, um sie zu entfernen. Da kann das Recyceln von Selenes Auge oder das Aktivieren eines Effektes für 1000 bzw 500 LP doch hin und wieder zuviel sein.

Der letzte Effekt von Watchful Rule besagt, sobald diese Karte auf dem Spielfeld durch einen Karteneffekt zerstört wird, kann der Spieler bis zu drei verbannte Evil Eye-Karten in den Friedhof zurücklegen. Eine weitere Synergie mit Serziel, die eventuell durch Medusa oder Selenes Auge verbannte Ressourcen wieder recyceln kann. Allerdings ohne großartigen Ertrag, außer weiteres Setup zum Setzen vom Evil Eye selbst zu generieren. Der Spieler kann nur eine Watchful Rule pro Spielzug aktivieren.

Jealous Disruption of the Evil Eye

Falls der Spieler ein Evil Eye-Monster kontrolliert, kann er ein Monster auf dem Spielfeld wählen und auf die Hand zurückgeben. Kontrolliert er das Evil Eye, kann er stattdessen zwei wählen. Nur eine Jealous Disruption kann pro Zug aktiviert werden.

Es ist.. okay. Eine Art Icarus-Angriff für den Archetype, der sich allerdings weiterhin sehr stark darauf verlässt, dass das Monster, das mit Selenes Auge ausgerüstet ist, nicht vorher das Zeitliche segnet. Das auf die Hand Zurückgeben anstatt zerstören ist in diesem Fall allerdings eher ein Nachteil, da keines der Monster des Archetypes selbst davon profitiert, wieder auf die Hand gegeben zu werden – alle ihre Effekte sind so oder so hard-once-per-turns… Die Suchbarkeit könnte in diesem Falle allerdings die Rettung für diese Karte sein.

Sentence of the Evil Eye

Sentence ist die einzige Konterfalle des Archetypes mit folgendem Effekt: Falls eine Zauber- oder Fallenkarte aktiviert wird, solange der Spieler ein Evil Eye-Monster kontrolliert, annulliert Sentence die Aktivierung und zerstört die Karte. Falls sich Selenes Glasauge in der Kontrolle des Aktivierenden befindet, können Aktivierung und Effekt von Sentence nicht annulliert werden. Auch Sentence kann nur einmal pro Spielzug aktiviert werden.

Definitiv erneut eine der schlechteren Karten des Archetypes. Nicht nur annulliert sie nur Zauber- und Fallenkarten und keine Monstereffekte oder Beschwörungen, zusätzlich annulliert sie ausschließlich die Aktivierungen von Zauber- und Fallenkarten, was bedeutet, dass sie nicht auf die Effekte von Zauber und Fallenkarten verwendet werden kann, welche sich bereits auf dem Spielfeld befinden.

Die Protection vor eigener Annullierung ist auch eher auf der sinnfreien Seite, da das Einzige, was diese Karte als Konterfalle fürchten müsste, ein Red Reboot oder ein Feierliches Urteil wäre, welches immer noch limitiert ist…

Death Control of the Evil Eye

Schließen wir diesen Einblick in den Archetype mit seiner vermutlich besten Karte ab: Death Control of the Evil Eye. Diese Karte kann aktiviert werden, falls der Gegner ein oder mehrere Monster in Angriffsposition beschwört, während der Spieler ein Evil Eye Monster kontrolliert, dessen ATK höher ist als die ATK des Monsters, welches für Death Control als Ziel gewählt wird.

Der Spieler übernimmt nun die Kontrolle über das gewählte Monster. Während sich Evil Eye of Selene in der Zauber/Fallenkartenzone befindet, wird das gemopste Monster auch als Evil Eye Monster behandelt. Wenn das Monster das Spielfeld verlässt, wird Death Control zerstört. Auch diese Karte kann nur einmal pro Spielzug aktiviert werden.

Hier habt ihr nun die angekündigte Synergie zwischen Control und Zechariel. Solltet ihr einen Link 2 damit räubern, könnt ihr diesen nämlich, während ihr Selenes Auge kontrolliert, mit einem eurer Monster zu Zechariel verwursten. Und falls euer Auge an besagtes Monster ausgerüstet war, habt ihr jetzt mit Death Control sogar Futter im Friedhof, um es wieder setzen zu können und direkt an Zechariel auszurüsten.

Dies ist wohl eine der besten Combos, welche dem Deck zur Verfügung stehen und auch wenn die Evil Eye Maindeckmonster eher schmächtig sind, kann es für Disruption an der richtigen Stelle ausreichen. Komplett davon abgesehen, dass ein einmalig gepushter Zechariel in der Lage ist, Karten wie Borrelsword Dragon oder Thunder Dragon Colossus durch Death Control zu übernehmen.

Zwar erhalten wir in Dark Neostorm bereits Manhunt, welche genau dasselbe tut nur mit weniger Aufwand, aber Control ist suchbar und man nimmt was man bekommt, also…

Support außerhalb des Archetypes

Tatsächlich mischen sich die Evil Eyes nicht wirklich all zu gut mit anderen Archetypes. Die beste Methode wäre es vermutlich, sie als Controldeck aufzuziehen und Vorteil daraus zu ziehen, dass sie ihr Extra Deck nicht wirklich benötigen. Topf der Extravaganz sowie der Danger! Archetype sind typische Mittel, um die Konstanz solcher Decks zu verbessern, wenn es ihnen an archetypeeigener mangelt.

Eventuell ist es es sogar wert, den Spezialbeschwörungsaspekt komplett aufzugeben und Karten wie Topf der Gegensätzlichkeit oder Karte des Untergangs zu spielen, doch das kann man wirklich erst genau sagen, wenn sich engagierte Spieler dem Deck widmen und versuchen, die effizienteste Weise es zu spielen herauszufinden.

Ich persönlich würde das Deck im unteren Mittelfeld ansetzen, definitiv schlechter als Infinitrack, welche wir uns bereits angesehen haben. Aber ich bin auch kein Hellseher. Wer weiß, was passieren wird. Doch das soll es erst einmal von mir gewesen sein. Schaut demnächst wieder vorbei, wenn wir einen genaueren Blick auf die zauberhaften Witchcraft aus Infinity Chasers werfen!

M-Luka.

Über M-Luka

Student aus NRW, seit 9 Jahren leidenschaftlicher Duellant.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.