Die Yugioh TCG Banlist – Konamis gute Vorsätze für 2017

17195384_1259248747516522_1737692918_oEs gibt nicht Vieles, in dem Konami und seine Kunden und Spieler einer Meinung sind, aber wenn es eine Sache gibt, dann ist es die Tatsache, dass verbotene Karten schlecht fürs Geschäft sind. Wird eines dieser lieblichen Papierstücke nämlich aus den Spielerdecks ausgeschlossen, ist es, als würden sich die Mitarbeiter von Konamis Designabteilung fett mit einem rotem Edding das Wort „IDIOT“ auf die Stirn schreiben, denn der Grund für ein Verbot ist oft immer wieder derselbe..

Sprechen wir zuerst einmal über das eigentliche Thema: Welche Karten werden 2017 unser Big-Brother-Banlist-Haus verlassen müssen? Der wahrscheinlich weltweit einzige Club, in den als Spielkarte niemand rein will, hat durch das relativ neue Phänomen der bedeutenden Karten-Errata in den letzten Saisons ordentlich abgespeckt.

Kandidaten, die ewig auf der Liste herumhingen und praktisch schon zum Inventar gehörten, haben sie in den letzten Jahren verlassen, darunter die längst überfällige Finstere Schlange, der – angesichts der heutigen Möglichkeiten – ebenfalls viel zu lange verbotene Magier des Schwarzen Chaos oder der ehemalige FTK-Kandidat Austausch des Geistes. Doch auch neuere Leidensgenossen wie der direkt nach dem Erscheinen im TCG verbotene Tempel der Könige sind auf unserer aktuellen Liste nicht zu finden.

Für alle, die es nicht wissen: Ein Erratum bezeichnet eine Abänderung am Kartentext zwecks Korrekturmaßnahmen. Eine auf diese Weise berichtigte oder wie im Falle von Banlist-Kandidaten abgeschwächte Karte, erhält üblicherweise einen zeitnahen Reprint, welcher dann den korrekten Text trägt. Zu den typischen Gründen eines Erratums gehören Fehldrucke von Effekten oder Werten, unklare oder schlichtweg falsche Formulierungen oder eben eine beabsichtigte Freilassung aus dem Karten-Guantanamo namens Banlist.

„Doch warum erschafft Konami überhaupt Yugioh Karten, wenn sie sie manchmal nach einem Jahr schon wieder verbieten?“, schallt es immer wieder aus dem metaphorischen Nichtschwimmerbecken des Yugioh TCGs. Ganz einfach, junger Padawan: Es gibt dafür drei simple Gründe:

  • Idiotie – beginnen wir mit dem Offensichtlichsten. Das gesamte Team hat schlicht und einfach geschlafen und etwas durchgewunken weil sie zwei und zwei nicht zusammenzählen konnten. Das bekannteste Beispiel ist Schmetterlingsdolch – Elma. Denn zusammen mit Gearfried, Eisenritter hat sich eine absolut widerliche Kombi ergeben, die von Burn-OTK (Feuerprinzessin + Zauberabsorption) bis Exodia-OTK (Magische Bibliothek des Königs) jede Facette von schamlosen Missbrauch einer Karte zu bieten hatte.
  • Balancing-Fehlentscheidungen – Der häufigste Grund, warum eine Karte verboten werden muss. Man merkt, dass eine Karte zu stark für ihre Zeit ist, wenn sie mit der nächsten erscheinenden Banlist verboten wird. Davon abgesehen, merkt man, dass eine Karte viel zu stark für ihre Zeit ist, wenn für sie und ihre Spießgesellen eine Emergency-Banlist veröffentlicht werden muss. Ein Beispiel dafür wären Künstlerkumpel Plüschfeuer und Komparsen. Bekannte, aber dennoch weniger notfallhafte Beispiele für Balancing-Fehler sind die Altersheimbewohner Gewebekrug und Yata-Garasu, der Mittelpunkt eines Burn-Decks, welches aus mir absolut unerklärlichen Gründen eine World Championship gewonnen hat, Ersatzkröte sowie der Inbegriff des „was-zum-Teufel-ist-gerade-passiert“ OTK-Burn-Decks, Finsterer Jagdbomber. Nebenbei bemerkt wurden auch seine Sprengladungen mittlerweile durch ein Erratum entschärft.
  • Promotion neuer Karten – In meinem vorherigen Artikel über mögliche Banlist-Kandidaten bin ich bereits darauf eingegangen, darum hier nicht viele Worte dazu. Jeder kann sich denken, dass Konami die Leute lieber dazu bringt, ihre neuesten Sets zu kaufen, anstatt privat mit alten Karten untereinander zu handeln. Und was macht man als geschäftsbewusstes Unternehmen, um dem Ganzen etwas auf die Sprünge zu helfen? Richtig, man schwächt den alten Content durch Restriktionen so weit ab, dass die neuen Archetypes wie die bessere Option wirken. Auch hier hält Shurit, Stratege der Nekroz seinen Kopf als exzellentes Beispiel hin.

Nun aber zurück zum Thema, unserer sehnsüchtig erwarteten Yugioh TCG Banlist. Nur noch als kleiner Hinweis, bevor wir uns hier ans Eingemachte begeben: Die Liste wird in zwei Abschnitte geteilt sein. Der erste Abschnitt befasst sich mit den Karten, die im OCG ein Erratum erhalten haben und dieses auch sehr wahrscheinlich im TCG behalten werden, um sie von dem verbotenen Status in einen anderen, üblicherweise vorerst limitiert, zu bewegen. Der zweite Abschnitt ist mit den Karten angereichert, bei denen ich eine Statusänderung für sehr wahrscheinlich halte. Darum kommen wir ohne weitere Umschweifungen zu unserem ersten Big-Brother-Kartenhaus-Teilnehmer:

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Brionac, Drache der Eisbarriere. Das Cover-Monster und damals der Superstar der ersten Hidden Arsenal Serie vereint gleich drei sehr vorteilhafte Eigenschaften in sich: Er kann Selfbouncen, sprich er kann eigene Karten auf die Hand zurückgeben. Sehr praktisch für diverse permanente Zauberkarten oder ähnliches, die daraufhin mehrfach in einem Zug verwendet werden können. Zweitens besitzt er eine der drei stärksten Removal-Formen, die im Spiel existieren. Jede Karte des Gegners auf die Hand zurückschicken zu können, kann selbst heutzutage im Format des Pendelns hin und wieder einen herben Rückschlag bedeuten. Der Hauptgrund jedoch, warum Brionac verboten wurde, war, dass sein Effekt keine Once-per-turn Klausel enthält, sprich man kann so oft wie man will, so viele Karten wie man will von der Hand auf den Friedhof abwerfen. In etwaigen damaligen Pflanzen- oder Zombie-Decks sowie ähnlichen Aufbauten, welche von einer starken Friedhofspräsenz profitieren, war dieser Effekt unschätzbar wertvoll. Zusammen mit seinem Bruder Dewloren, Tigerkönig der Eisbarriere ist Brionac ein theoretischer Motor für einige unglaublich ausschweifende und komplexe Kombos, deren nähere Erklärung ich mir einfach Mal spare, um euch vom Einschlafen abzuhalten.

Fakt ist, dass das liebenswerte erste Bossmonster, was nun nur unter absolut absurdesten Umständen von seinem eigenen Archetype beschworen werden kann, im OCG zurückgekehrt ist, jedoch mit einem gehörigen Dämpfer für beide seiner vorteilhafteren Effekte: Sowohl kann er nun ausschließlich gegnerische Karten auf die Hand zurückgeben als auch funktioniert dieser Effekt nur noch einmal pro Spielzug. Somit ist dieser Eiszapfen etwas angetaut, ob man damit immer noch jemanden erstechen kann, werden wir bald sehen.

Fun Fact: Das mit dem Selfbouncen hat Konami auch später nicht gelernt und musste auf Limitierungen zurückgreifen, siehe Dewloren, Tigerkönig der Eisbarriere sowie Verbündeter der Gerechtigkeit Vogelmensch, welcher Teil eines ausgesprochen angenehmen Blaze Fenix, the Burning Bombardement Bird-FTK war.

Kaiserlicher-Befehl

Kaiserlicher Befehl – Ebenfalls seit Ewigkeiten aufgrund der schlicht unfairen Natur der Karte verboten. Kaiserlicher Befehl annulliert, als Anlehnung an den Königlichen Erlass, sämtliche Zauberkarteneffekte für einen verschmerzbaren Preis von 700 LP pro eigener Standby Phase, sprich sie kann in der reinen Theorie 11 Runden auf dem Feld verweilen. Nun begeben wir uns allerdings zurück in die Realität und werden uns klar darüber, dass die meisten Duelle heutzutage nicht einmal fünf Spielzüge dauern und LP-Kosten absolut trivial sind, wenn die Karte, die sie erfordert, den Gegner davon abhält ein Board aufzubauen, welches das Duell zu seinen Gunsten drehen könnte. Tatsächlich hat Kaiserlicher Befehl mehr mit Leere der Eitelkeit gemeinsam, nur, dass diese Karte einen viel einfacheren Killswitch hat, mit dem der Anwender sie im Notfall selber ausschalten kann. Somit kann die Falle auch als einmalige Annullierung fungieren, ohne groß Blutzoll zu fordern, falls man die Punkte noch für Mein Körper als Schutzschild oder ähnliches braucht. Im Grunde genommen haben wir hier eine Vanity für Zauberkarten – auf Kokain.

Das Erratum im OCG sieht nun eine deutliche Verschärfung der Kosten der Karte, anstatt der Abschwächung des Effektes vor: Anstatt nur während der eigenen Standby Phase, muss der Blutpreis nun in jeder Standby Phase bezahlt werden, sprich auch in der des Gegners. Davon abgesehen muss er nun bezahlt werden, so lange, bis der Beherrscher der Karte es nicht mehr kann. Sprich eine Aktivierung schließt auch den Anwender – bis er unmittelbar vor dem Tod steht – von den Effekten sämtlicher Zauber aus. Man muss Anmerken: Dies betrifft nicht die Aktivierung der Zauber, lediglich ihren Effekt. Und ja, auch Pendelskalen sind davon betroffen, d. h. sie können noch aktiviert, ihre Effekte aber nicht benutzt werden. Somit ist auch der verbreitete Backrow-Crusher Erzunterweltler Exzentrick machtlos gegen Kaiserlicher Befehl.

Rein persönlich muss ich anmerken, dass ich eine Freigabe dieser Karte für eine weniger intelligente Idee halte, da sie neben dem ohnehin schon nervigen Antimagischen Duft Pendeldecks weiter Paroli bieten könnte, vielleicht sogar in einem ungesunden Maße.

Rettungskatze

Rettungskatze – Das erste Mitglied im Bunde der Notfallhelfer, es folgten das fantastische Rettungskaninchen und der nicht so fantastische, dafür aber ausgesprochen putzige Rettungshamster. Rettungskatze war Konami allerdings damals, während der Steinzeit (also im Format, als X-Säbel als Tier 1 betrachtet wurde) etwas zu stark. Davon abgesehen, dass sie Teil der berüchtigten OTK-Combo um den bereits erwähnten Finsteren Jagdbomber war, welche auch Kalte Welle ins Verbot und Beschwörermönch in die Limitierung geschliffen hat, hat sie auch in X-Säbeln für einiges an Theater gesorgt. Da viele der X-Säbel Monster mit einer niedrigen Stufe den Typ Ungeheuer haben, konnte Rettungskatze sehr fix mit der Spezialbeschwörung zweier X-Säbel Airbellums oder XX-Säbel Finsterseelen die richtigen Bedingungen dafür schaffen, dass XX-Säbel Faultroll und danach das handzerstörende Bossmonster des Archetypes, XX-Säbel Gottoms das Feld betreten können. Alles in allem keine angenehme Erfahrung, auch in dem anderen, großen Benutzer der Katze, Gladiatorungeheuern nicht.

Doch die Tage der X-Säbel sind gezählt und der Kleinwüchsige unter ihnen, der immer ausgelacht wurde, M-X Säbel Beschwörer gibt heute den Ton an. Dies wurde auch beim OCG-Erratum von Rettungskatze bedacht. Um etwaigen Missbrauch zu vermeiden, hat die Katze jetzt nicht nur eine Once-per-Turn Klausel bekommen, sondern annuliert auch die Effekte der beschworenen Monster. Im Grunde genommen haben wir hier dann ein zweites, etwas stärkeres, begrenztes Rettungskaninchen, welches in einem Ungeheuer-Deck ebenfalls als 1-Card-Invoker agieren kann. Wer weiß, vielleicht sehen wir ja bald Zoodiac X-Sabers über die Turniertische jagen?

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Gehirnkontrolle – Das 90er Artwork schreit geradezu „Classic Card“, damals war sie eine Staple im Frühkarbon, als ich angefangen habe, das Spiel zu spielen. Mit dem Erscheinen von Synchro- und XYZ-Monstern hat Gehirnkontrolle einfach eine zu simple und direkte Möglichkeit dargestellt, ein gegnerisches Monster zu übernehmen. Es als Tribut anbieten, damit angreifen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Verlangt wurden lediglich lächerliche 800 LP. Seltsam, man sollte meinen nach Schnappstahl hätten die bei Konami ihre Lektion gelernt. Selbst die noch harmlosere Variante Gedankenkontrolle hat zeitweilig ihre Strafe auf der Limitierten-Bank abgesessen. Generell ist die Kontrolle über Monster des Gegners übernehmen ein sehr kritisches Thema, da es neben Aus-dem-Spiel-entfernen und Ins-Deck-zurück-mischen wohl eine der stärksten Removal-Formen darstellt, vorausgesetzt die Übernahme ist nicht wie im Falle von Schnappstahl an eine weitere Karte gebunden. Aber selbst das stellt sich oftmals als problematisch heraus, wenn man direkt Verwertung für den neuen Verbündeten hat. Allein die Tatsache, dass diese Karte verboten wurde unterstreicht wie unbeschreiblich unwahrscheinlich es ist, dass wir jemals wieder Überläufer sehen werden.

Das Erratum jedenfalls sieht vor, der Karte einen bestimmten Sinn zu geben, sozusagen ein Ziel. Verständlicherweise will Konami nicht einfach eine schlechtere Gedankenkontrolle erschaffen, das würde wenig Sinn ergeben. Darum sieht das Erratum des Effektes im OCG vor, dass Gehirnkontrolle nur noch auf normalbeschwörbare, beziehungsweise normalsetzbare Monster des Gegners anwendbar ist. Ein ehrlich gestanden taktisch sehr kluger Schachzug, welcher Gehirnkontrolle daran hindert XYZ, Synchros oder bestimmte, schwer zu beschwörende Maindeck-Monster zu übernehmen.

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Oh Junge – erinnert ihr euch noch an Chaosdrachen? Ich erinnere mich jedenfalls sehr gut an Chaosdrachen. Fünf Monster in einem Zug auf den Friedhof schicken, man schlägt sich mit Lichtpulsaren und Rotäugigen Finsteren Metalldrachen bis zum Abwinken und ein Weilchen später bekommt der Gegner noch einen 5000er Beatstick für umsonst. Echt miese Zeiten. Zukunftsfusion war jedenfalls der essentielle First-Turn Playmaker dieses stark friedhofsbasierten Decks. Zu ihrem Verbot hat weniger der Part geführt, jedes beliebige Fusionsmonster aus dem Extra Deck spezialzubeschwören, sondern eher der, diverse Monster von seinem Deck auf den Friedhof befördern zu können, solange sie auf einer Fusionsmonsterkarte, die man besitzt aufgeführt sind. Dies ist vor allem bei Monstern mit vage definierten Materialien (*Hust* Elementarhelden *Hust*) unbeschreiblich stark. Ein aufgepumptes Voreiliges Begräbnis passte Konami allerdings weniger in den Kram und somit wurde nicht lange gefackelt und der permanente Zauber mit einem eigentlich recht harmlosen Hauptsinn verboten.

Das Erratum im OCG soll die Karte nun etwas abschwächen und unterstreichen, dass sie nicht als Friedhofs-Set-Up, sondern als Polymerisation-Ersatz erschaffen wurde. Anstatt direkt die Materialien vom Deck auf den Friedhof zu verfrachten, landen sie dort erst in der nächsten eigenen Standby Phase, was dem Gegner eine Chance gibt, den Effekt durch Zerstörung der Karte zu unterbrechen. Dadurch können logischerweise nicht mehr so dominante First-Turn-Fields im Zuge der Aktivierung von Zukunftsfusion aufgestellt werden.

Bevor wir nun zu dem Teil vorstoßen, der meine eigenen Erwartungen enthält, sei noch kurz erwähnt, dass im OCG El-Schattenpuppen-Fusion sowie Insektor Libelle in den unlimitierten Status gewechselt haben. Beide sind momentan im TCG noch auf ein Exemplar beschränkt. Vielleicht haben wir da noch etwas zu erwarten? So oder so, hier der erste meiner wenigen persönlichen Kandidaten für einen Rausschmiss aus der TCG-Banlist-WG:

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Kolosseum des Kaisers – Hat irgendjemand überhaupt verstanden, warum diese Karte verboten wurde? Ich habe es schon einmal erwähnt, aber was zur Hölle hat sich Konami dabei gedacht? Eine Ewigkeit hat die Karte unbehelligt (und ungespielt!) im unlimitierten Status verbracht und von einem auf den anderen Tag wird sie verboten. Ich habe wirklich intensiv versucht einen Verwendungszweck oder einen völlig missbrauchbaren Lockdown zu finden, der diese Karte vielleicht involviert, aber niet. Den einzigen Sinn den dieses steinalte Stück Pappe jemals gefunden hat, war als Floodgate in einigen wirklich mittelmäßigen Bujin-Decks. Aber Bujins sind mittlerweile tot und diese Karte hat wirklich nahezu keinen anderen Verwendungszweck, weil sie nur in Decks gespielt werden kann, die selber oft wenige Monster auf dem Feld haben. Vielleicht kommt Konami ja dieses Jahr zur Vernunft, denn falls es sich hierbei um einen Präventivbann gehandelt haben sollte, hat der viel zu früh eingesetzt, wenn man die Tatsache miteinbezieht, dass das Deck das präventiv vor dem Kolosseum geschützt werden sollte, noch nicht einmal erschienen ist.

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El Schattenpuppe Konstrukt. Meiner Meinung nach ein Paradebeispiel eines Promote-Bans. Betrachten wir das ganze doch mal logisch: Konstrukt kann oftmals keinen Kampfschaden zufügen, außer bei direkten Angriffen oder gegen ein normalbeschworenes Monster. Aber wie häufig verbleibt in der heutigen Zeit eines von dieser Sorte noch bis zum Zuge des Gegners auf dem Feld? Der Crush-Effekt entbehrt jeder Sinnhaftigkeit, da 2800 ATK normalerweise genug sind, um das Meiste in Grund und Boden zu stampfen, spezialbeschworen oder nicht. Der Floating-Effekt kann nicht stark genug sein, um ein Verbot zu rechtfertigen, schließlich besitzen die anderen, erlaubten Shadoll-Fusionen genau denselben. Meiner Meinung nach rechtfertigt ein Voreiliges-Begräbnis Klon-Effekt, der zusätzlich noch auf Schattenpuppen-Karten beschränkt ist, kein Verbot. Dasselbe gilt übrigens auch für Lavalval Kette. Da die Shadolls mit Puruschattenpuppen-Äonen auch eine neue Supportkarte erhalten haben, lässt sich hoffen, dass Konami an der Einschränkung dieses – nebenbei bemerkt wunderschön illustrierten – Bossmonsters Änderungen vornimmt.

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Superverjüngung – Dass diese, nebenbei bemerkt, ausgesprochen unnötig zensierte Karte (eigentlich ist die Wunde rot.. Höhlendrache ist also nicht im TCG plötzlich adelig oder ein Hummer) immer noch auf der Banlist steht, ist mir ein Rätsel. Der Grund, warum diese Karte überhaupt verbannt wurde, war die Dragon Ruler-Metaphase. Sämtliche Drachenherrscher sind verboten. Was macht diese Karte noch hier? Sie wurde wörtlich nirgendwo anders gespielt, nicht einmal die Priesterlichen Drachen, ein Deck für welches diese Karte nahezu wie geschaffen wirkt, haben sie verwendet. Komplett davon abgesehen natürlich, dass der Priesterlich-Archetype in etwa so nah an der Meta ist, wie der Mars nah an unserem Blauen Planeten liegt.

Das war es wieder von mir. Ich hoffe euch einen kleinen Einblick vermittelt zu haben, was im Jahre des Herrn 2017 so zu uns ins TCG heraufgekrochen kommt. Gerne könnt ihr eure Vermutungen und Wünsche für Karten, die den verbotenen Status verlieren sollten, unten in die Kommentarsektion posten. In diesem Sinne, immer dran denken: Ohren Steif und Hand verdeckt.

Euer M-Luka

Über M-Luka

Student aus NRW, seit 9 Jahren leidenschaftlicher Duellant.

2 Replies to “Die Yugioh TCG Banlist – Konamis gute Vorsätze für 2017”

  1. Luca M

    Hallo erstmal und einen schönen Sonntag! 🙂
    Warum Kolloseum des Kaisers verboten wurde, kann ich Dir sagen. Sie wurde in meinem Favoriten Deck, dem Kozmo, gespielt. Da man bei Kozmo meist nur ein einziges Monster auf dem Spielfeld hat (weil man sich die Monster mit Bauernmädchen oder anderem aus dem Deck sucht, und ein stärkeres, durch Verbannen, beschwört), meist der Dunkelplanet, verhindert man, dass der Gegner ein Feld aufbauen kann, um evtl. eine XYZ Beschwörung durchzuführen. Das erwies sich, auch in meinem Deck, als äußerst nützlich, da Pendel auch davon betroffen war.

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  2. Johannes Becher

    Moin, ich habe kürzlich das Yugi’s Legendary Decks Box Set geholt und wollte fragen welche karten man davon miteinander kombinieren soll oder welche speziellen karten man da noch hinzufügen sollte. damit ich mir ein super dunkles Magier Deck, welches ich für einen günstigen preis bekomme. würde mich über eine schnelle Antwort freuen.
    oder mich für Persönliche antworten freuen.
    Mfg,

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