Pokémon – Die Rivalen aus allen Editionen! (Teil 1)

Bevor wir Ende des Jahres das neue Pokémon Spiel Schild und Schwert für die Nintendo Switch erleben dürfen, wollte ich mit diesem Artikel  zusammenfassen, welche Rivalen es in den jeweiligen Editionen gab und was sie ausmacht. In den damaligen Spielen haben mich plötzliche Herausforderungen durch Rivalen häufig sehr überrascht und gefordert, weshalb ich das Thema Rivale in den einzelnen Spielen sehr wichtig finde. Ich werde dieses Thema in zwei Artikel aufteilen, da es sonst den Rahmen eines einzelnen Artikels sprengen würde. In Teil 1 werdet ihr die Rivalen von der ersten bis vierten Generation vorfinden. Viel Spaß!

Ich werde chronologisch vorgehen und euch erzählen, was mir besonders an den jeweiligen Rivalen gefällt und was nicht.

Kanto Rivale: Blau

Blau

Blau ist der Rivale in den Spielen der ersten Generation Rot/Blau/Gelb und der dritten Generation Feuerrot/Blattgrün (Remakes der ersten Generation). Er ist der Enkel von Professor Eich, der euch am Anfang den Pokédex und euer Starter-Pokémon überreicht. Genau wie ihr hat er das gleiche Ziel: Champ der Pokémon-Liga werden, wodurch die Rivalität entsteht. Am Ende der Pokémon-Liga ist er der Champ, den ihr zusätzlich besiegen müsst, um selbst Champ zu werden. In der zweiten und vierten Generation ist Blau der Arenaleiter von Vertania City.

Mir gefällt an Blau, dass er, wie Gary in dem Anime auch, sehr arrogant ist und denkt, dass keiner ihn schlagen kann. Dadurch entsteht bei mir als Spieler schon der Wunsch, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Des Weiteren erkennt man im Spielverlauf der ersten Generation eine Veränderung, nämlich, wie Blau reifer und erfahrener wird. Besonders gut sichtbar wird das anhand der Sprites, die sich im Laufe des Spiels ändern.

Verschiedene Sprites von Blau

Neue Klamotten, ein anderer Blick und eine andere Pose lassen ihn älter und erfahrener erscheinen und man erkennt, dass er an Erfahrungen dazugewonnen hat. Leider gibt es seit der ersten Generation keinen Rivalen mehr, bei dem diese Entwicklung visuell so dargestellt wird.

Allerdings gibt es auch eine Sache, die mir nicht so an Blau gefällt. Und zwar ist er meiner Meinung nach zu „einfach gestrickt“. Er will der Champ werden, er denkt, er sei immer der Beste und muss seinen Großvater imponieren. Im Gegensatz zu dem nächsten Rivalen, ist der Charakter von Blau recht simpel und langweilig.

Johto Rivale: Silber

Silber

Silber, der in den Spielen Silber/Gold/Kristall und in den Spielen Soulsilver/Heartgold der Rivale von Gold ist, ist der zweite Rivale auf dieser Liste. Zum ersten Mal trifft man Silber neben dem Labor von Professor Lind, während er durch das Fenster guckt. Spricht der Spieler ihn an, schubst er den Spieler weg. Er ist der Einzige der Rivalen, der kriminelle Handlungen durchführt. So stiehlt er am Anfang des Spiels ein Starter-Pokémon von Professor Lind. Sein Ziel ist das gleiche wie von Blau: der stärkste Pokémon-Trainer werden. Ihm sind nur starke Pokémon wichtig, es interessiert ihn nicht, ob seine Pokémon ihn mögen oder glücklich sind. Trainer, die er besiegt, sind für ihn Schwächlinge und besitzen keinen Wert. Während er sich auf die physische Stärke seiner Pokémon konzentriert, bemerkt er nicht, dass auch eine emotionale Bindung zu den Pokémon wichtig für ihre Stärke ist. Nach mehreren Niederlagen gegen den Spieler und gegen Siegfried, beginnt Silber darüber nachzudenken, ob er eventuell falsch lag und eine emotionale Bindung vielleicht das ist, was ihm fehlt. Nach dem letzten Kampf auf dem Indigo Plateau, wo man die Elite-4 ein zweites Mal herausfordert, gesteht Silber seine Niederlage ein.

Eine weitere Besonderheit ist ein spezielles Event, welches in den Spielen Soulsilver und Heartgold Aufschluss über Silbers Verhalten und Vergangenheit gibt. In diesem Event reist der Spieler mit Celebi 3 Jahre in die Vergangenheit, genau zu dem Punkt, an dem in der ersten Generation Giovanni und mit ihm das Team Rocket besiegt wurden. Es wird ein Dialog zwischen Giovanni (dem Chef von Team Rocket) und Silber, der scheinbar der Sohn von Giovanni ist, abgespielt. Da Giovanni Team Rocket aufgibt und besiegt wurde, schwört sich Silber daraufhin, dass er nicht so schwach sein möchte und alleine der stärkste Trainer der Welt werden möchte. Generell kritisiert er an Team Rocket, dass sie als Gruppe zwar stark sind, aber der einzelne nicht, wodurch sie auch verloren haben, so seine Denkweise.

Meiner Meinung nach ist Silber der beste und interessanteste Rivale, den die Pokémon-Spiele je gesehen haben. Ein oberflächlich gesehen böser Charakter, der nicht nur vom Spiel ein vorgegebener Rivale ist, sondern sich auch wirklich wie ein Rivale aufführt und anfühlt. Zusätzlich dazu hat Silber noch eine Charakter-Entwicklung mit einer recht komplexen Vergangenheit und Persönlichkeit, wodurch man erst nachträglich versteht, warum Silber so handelt, wie er handelt.

Einzig und allein gefällt mir das Design von Silber nicht. Er sieht eher weiblich aus mit seinen roten langen Haaren. Ich finde, da hätte ein düsteres/mysteriöseres Design nicht geschadet.

Hoenn Rivale: Brix/Maike und Heiko

Heiko, Maike und Brix

In der dritten Generation, in den Spielen Rubin/Saphir/Smaragd, und in den Remakes der Spiele in der sechsten Generation Omega Rubin/Alpha Saphir, gibt es zum ersten Mal mehr als nur einen Rivalen. Zum einen ist Brix oder Maike der Rivale/die Rivalin, je nachdem welches Geschlecht der Spieler anfangs wählt. Wählt der Spieler den männlichen Charakter (Brix), ist der erste Rivale Maike und umgekehrt. Man könnte diesen Rivalen auch als Helden bezeichnen, da beide auf das gleiche Abenteuer gehen. Das ist auch im Spielverlauf merkbar, sie wirken nicht wie Rivalen, sondern wie Freunde. Diese Eigenschaft soll uns fortan leider in fast allen kommenden Pokémon-Spielen begleiten… Im Prinzip gibt es nichts wirklich Wichtiges über die beiden zu erzählen, mir ist auch nichts Spektakuläres im Gedächtnis geblieben, außer dass ich an manchen Stellen im Spiel von dem „Rivalen“ herausgefordert wurde. Sie sind beide die wählbaren Charaktere, deshalb haben sie auch eine identische Story.

Zum Glück gibt es in den Spielen noch einen weiteren Rivalen, nämlich Heiko. Anders als sonst fordert Heiko einen nicht im Verlauf des Spiels immer mal wieder heraus, sondern es ist viel mehr ein Begleiten und Hilfestellung leisten (mehr von Seiten des Spielers). Anfangs lernt der Spieler Heiko in Blütenburg City kennen, woraufhin man ihm beibringt, wie ein Pokémon gefangen wird. Er erhält dadurch sein erstes Pokémon Trasla. Er ist in einer eher kränklichen, schwachen Verfassung und auch sein Selbstbewusstsein ist wenig ausgeprägt. In Malvenfroh City kommt es zum ersten Kampf und nach dem Sieg dankt der Onkel einem, dass man ihn vor einer noch größeren Niederlage bewahrt hat. Hier wird klar, dass Heiko von seiner Familie nicht ernst genommen wird und keiner an ihn glaubt. Heiko hingegen trainiert aber weiter und in der Siegesstraße trifft der Spieler ihn stärker als zuvor wieder. Er hat nun auch acht Orden und will die Top-4 herausfordern.

Die Idee, mehrere Rivalen in ein Spiel einzufügen, gefällt mir, sofern die Rivalen auch eine Story mit eigenem, einzigartigen Character haben. Das ist bei Brix und Maike nicht wirklich der Fall, bei Heiko hingegen schon. Er ist nicht wie ein klassischer Rivale, den man nicht mag, sondern eher einer, den man gerne unterstützen würde, dennoch sollte man ihn nicht unterschätzen.

Allerdings wird ab dieser Generation schon der Trend bemerkbar, dass Pokémon-Spiele immer mehr weg von den böseren und arroganteren Rivalen geht.

Sinnoh Rivale: Barry

Barry

In der vierten Generation, Perl, Diamant und Platin, ist Barry der Rivale. Er ist ein junger und ungeduldiger Charakter, der sich meistens rennend fortbewegt. Er ist so ungeduldig, dass er nicht mal Professor Eibe lang genug zuhört, um einen Pokédex zu erhalten. Er ist der Kindheitsfreund des Spielers und ist im gleichen Dorf aufgewachsen. Dadurch, dass er häufig Details verpasst und schnurstracks in risikoreiche Begegnungen läuft, kann ihn auch wenig aus der Fassung bringen. Allerdings ändert sich dies, als er gegen Team Galactic Commander Jupiter verliert, was in ihm einen Wandel hervorruft. Danach ist er erwachsener und überlegt nun mehr, bevor er handelt. Insgesamt ist er auch ein kleiner Angeber, der häufig von sich gibt, dass seine Pokémon die coolsten sind und wie stark er im Kampf ist. Er schafft es nicht, der Champ zu werden, aber wenn der Spieler Champ geworden ist, kann Barry im Training angetroffen werden, welches er im Kampfareal absolviert.

An diesem Rivalen habe ich eigentlich nur wenig auszusetzen. Witzigerweise ist Barry ein sehr schneller und ungeduldiger Charakter, im Gegensatz zu der vierten Generation, die ich als die langsamste der Pokémon Reihe empfand. Allein die Tatsache, dass er nie einen Pokédex bekommen hatte, weil er sich schon auf den Weg gemacht hat, bevor der Professor ihm den Pokédex überreichen konnte, ist ein witzige Idee, um Barry authentisch rüberzubringen. Mir gefällt, dass er, trotz seiner freundlichen und assistierenden Art (ungleich Blau oder Silber), einen eigenen und einzigartigen Charakter hat und nicht im Haufen der helfenden Charaktere, die irgendwie alle gleich sind, untergeht. Auch gefällt mir, dass er im Verlauf des Spiels sich verändert.

Das einzige Problem, welches Barry hat, ist, dass ich ihn nicht ernst nehmen kann. Ich hab von Anfang an gedacht, dass er keine Gefahr für mich darstellt, da er oft zu schnell handelt und nicht wirklich überlegt. Er kommt leider ein wenig lächerlich rüber, was mir bei einem Rivalen nicht so gefällt.

Ich hoffe, dass euch der erste Teil gefallen hat und ich würde mich freuen, wenn ihr auch den zweiten Teil lesen würdet. In Teil 2 wird es um die noch fehlenden Rivalen aus Generation 5-7 gehen und es wird einen kleinen Ausblick auf den neuen Rivalen aus der neuen Generation 8 geben.

Was denkt ihr über die bis hierhin gezeigten Rivalen? Teilt ihr meine Meinung? Wie immer gerne kommentieren 😊

Bis zum nächsten Part,

euer Janosch

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