Shiny Pokémon – Von der Entstehung bis zum Hype

Hallo liebe Poké-Freunde und willkommen zu einem neuen Artikel von mir, der sich dieses Mal ganz dem Thema Shiny Pokémon widmet. Ich habe mir gedacht, dass dieses Thema grade gut passt, da die neue Pokémon Karten Erweiterung „Verborgenes Schicksal“ ja einige Vertreter der Shinys beinhaltet. Dieser Artikel soll euch ein bisschen Background-Informationen bieten und darüber hinaus auch alle gängigen Methoden aufzeigen, wie ihr möglichst effizient in den Spielen an Shiny-Pokémon gelangt. Außerdem möchte ich gerne meine eigene Meinung zu dem Thema Shinys loswerden und versuchen zu erklären, warum diese so unfassbar begehrt sind. Also dann: Viel Spaß 😊

Was sind Shinys?

Shinys, also schillernde Pokémon, sind Pokémon, die eine andere Farbe aufweisen, als die üblichen Vertreter einer Pokémon Art. So ist z. B. Garados normalerweise blau, allerdings als Shiny rot.

Garados und Shiny Garados

Diese andere Farbe hat keinen anderen besonderen Effekt. Das heißt, der Spieler, der dieses Pokémon fängt, hat dadurch kein stärkeres oder besseres Pokémon, es hat einfach nur eine andere Farbe. Außerdem schimmern die Pokémon kurz, wenn sie aus dem Pokéball herauskommen. Im Pokédex ist ein zusätzlicher Stern im Eintrag enthalten, um die Shiny-Variante zu kennzeichnen.

Shinys wurden in der zweiten Generation der Pokémon Videospiele eingeführt, also in den Spielen Gold/Silber und Kristall. Diese wurden in Europa im Jahr 2001 verkauft, somit gibt es die Shinys schon ein wenig länger. Manche der Shinys trifft der Spieler automatisch im Spielverlauf an, die meisten müssen jedoch zufällig gefangen werden, was alles andere als leicht ist.

Liste der Shinys im Spielverlauf

 

Shinys = selten

Das, was die Shinys so besonders macht, ist nicht nur die andere Farbe, sondern auch die Seltenheit dieser Pokémon. Die Wahrscheinlichkeit auf ein Shiny Pokémon in freier Wildbahn zu treffen beträgt in Generation 2 bis Generation 5 1:8192. Folglich müsste der Spieler im Durchschnitt 8192 Pokémon antreffen, um ein Shiny zu entdecken. Daraus ergibt sich eine Wahrscheinlichkeit von 0,01%. Da dieser Wert nur eine Wahrscheinlichkeit zeigt, kann es natürlich auch sein, dass der Spieler auch nach 8192 Begegnungen kein einziges Shiny getroffen hat. Und besonders schwierig wird es bei den legendären Pokémon. Da diese nur einmal im Spiel anzutreffen sind, muss jedes Mal, wenn das Legendäre nicht schillernd ist, die Konsole neugestartet werden, was einen ziemlichen Zeitaufwand darstellt.

Ab der sechsten Generation entschied sich die Pokémon Company dazu, die Wahrscheinlichkeit, einem Shiny zu begegnen, zu verdoppeln. Also ergibt sich folgende Wahrscheinlichkeit = 1:4096 = 0,02%. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit doppelt so hoch, allerdings immer noch recht unwahrscheinlich. Allerdings gibt es zusätzliche Methoden, die die Wahrscheinlichkeit erneut erhöhen, die ich euch im nächsten Abschnitt gerne zeigen möchte.

Shiny-Hunt-Methoden

Wer auf die Jagd nach Shinys geht, sollte sich der Methoden bewusst sein, die für das jeweilige Spiel existieren, um die Chance zu erhöhen einem Shiny zu begegnen. In dem Artikel konzentriere ich mich auf die bekanntesten Methoden.

Soft-Resetten

Diese Methode ist wichtig, wenn ihr einmal-erscheinende Pokémon als Shiny haben wollt, wie z. B. Starter oder legendäre Pokémon. Dazu speichert ihr kurz bevor ihr dem Pokémon begegnen könnt bzw. kurz bevor ihr das Pokémon erhaltet. Dann geht ihr in die Begegnung und guckt, ob es ein Shiny ist. Sollte es keins sein, müsst ihr eine bestimmte Tastenkombination drücken, die abhängig von der Edition, die ihr grade spielt, unterschiedlich ist.

Generation 2 – Generation 3: A; B; Select und Start gleichzeitig

Alle folgenden Generationen: L; R und Select oder Start gleichzeitig.

Dadurch startet das Spiel schneller neu, als wenn ihr die Konsole aus- und wieder anschalten würdet. Diesen Vorgang wiederholt ihr so oft, bis ihr ein Shiny fangen könnt. So können schon über 13.141 Soft-Resets erforderlich sein, um beispielsweise ein Shiny Suicune zu fangen.

Shiny Suicune


Schillerpin-Methode

Schillerpin

Ab den Editionen Schwarz 2 und Weiß 2 war es möglich, das Item Schillerpin zu erhalten, wenn man alle Pokémon aus dem Nationalen Pokédex gefangen hat. Der Pin hat den Effekt, dass die Wahrscheinlichkeit einem Shiny zu begegnen, egal ob aus einem Ei oder der Wildnis, auf 1:2730,67 in der fünften Generation und auf 1:1365,33 ab der sechsten Generation zu erhöhen. Die Schillerpin-Methode ist sehr gut mit der nächsten Methode, der Masuda-Methode, kombinierbar.

Masuda-Methode

Die Masuda-Methode ist durch den gleichnamigen Projektleiter Junichi Masuda bekannt geworden, welcher das Ziel hatte, den internationalen Pokémon-Tausch zu fördern. Um diese Methode anzuwenden und damit die Chance auf ein Shiny zu erhöhen, benötigt man zwei Pokémon aus zwei verschiedenen Spielen, die jeweils in einer anderen Sprache gespielt werden. Lässt man nun die beiden Pokémon aus Spielen mit verschiedenen Sprachen in der Pokémon-Pension sich paaren, erhöht das die Chance, ein Shiny-Pokémon aus dem Ei zu erhalten. In der sechsten Generation steigt die Chance von den normalen 1:4096 auf 1:628,67. Hat man noch den Schillerpin, erhöht sich die Chance auf 1:512. In der vierten Generation steigt die Wahrscheinlichkeit von 1:8192 auf 1:1638,4 und in Schwarz & Weiß auf 1:1365,33, mit Schillerpin dann endgültig auf 1:1024.

Massenbegegnungen

Ab der sechsten Generation ist es möglich, bei einer Massenbegegnung fünf wilde Pokémon gleichzeitig anzutreffen, zu bekämpfen und zu fangen. Dadurch wird im Umkehrschluss die Wahrscheinlichkeit verfünffacht, da nun nicht mehr nur ein Pokémon angetroffen wird, sondern gleich fünf. So ergibt sich eine Chance von ca. 1:819 statt 1:4096. Für eine Massenbegegnung benötigt man lediglich ein Pokémon mit der Attacke Lockduft oder das Item Honig.

Shiny-Chaining

Es gibt drei verschiedene Varianten des Shiny-Chainings, welche dem gleichen Prinzip folgen: je mehr Pokémon Begenungen man aneinander kettet, desto höher ist die Chance auf ein Shiny. Diese Methode existiert in der vierten und sechsten Generation. Hierbei gibt es die Variante mit dem Pokéradar, mit dem Poké-Multi-Navi und der Angel.

Pokéradar-Methode

Mit dieser Methode muss man mit Hilfe des Pokéradars ein Pokémon suchen und anschließend bekämpfen oder fangen. Nach der Begegnung startet man den Pokéradar erneut und muss nun wieder dem gleichen Pokémon begegnen und dieses dann erneut fangen oder besiegen. Durch jede Begegnung mit dem gleichen Pokémon wird auch die Kette der Begegnungen verlängert und die Chance auf ein Shiny wird erhöht. Begegnet man einem anderen Pokémon oder flieht vor dem Pokémon, bricht die Kette ab und muss neu gestartet werden. Daher ist es empfehlenswert sich gut vorzubereiten. Man sollte sich eine große Wiese suchen, die viele Grasbüschel hat. Hat man diese gefunden, sollte Schutz, Superschutz oder Topschutz aktiviert werden, denn die Radarpokémon ignorieren Schutz und so kann man gezielt dem Radarpokémon begegnen. Durch die Aneinanderreihung von den Begegnungen lässt sich die Chance ab 40 Begegnungen auf  0,50 %  pro wackelndem Grasbüschel steigern.

Poké-Multi-Navi-Methode

Diese Methode funktioniert mit den Spielen Alpha Saphir und Omega Rubin, da der Pokéradar nicht existiert. Allerdings ist diese Methode ziemlich ähnlich. Ihr solltet euch wieder einige Schutz-Items organisieren. Geht dann zu der Route, die das gewünschte Pokémon beherbergt. Ihr solltet das begehrte Pokémon bereits gefangen haben, damit ihr es mit dem Muli-Navi auswählen könnt. Ihr habt dann unten auf dem Touchscreen alle Pokémon als kleine Abbildung, die es auf der Route gibt. Klickt ihr dann auf das Pokémon, welches ihr als Shiny haben wollt, erscheint es in einem wackelnden Grasbüschel. Ihr solltet nun euch an das Pokémon anschleichen und es bekämpfen oder fangen. Dadurch baut ihr die Kette auf, die dazu führt, dass die Chance auf ein Shiny steigt. Solltet ihr zu lange brauchen, um zu dem Pokémon zu schleichen oder ihr lauft zu schnell, wodurch das Pokémon flieht, bricht die Kette ab. Sollte zwischendurch das Navi ein anderes Pokémon automatisch finden, müsst ihr dieses auch besiegen oder fangen. Es zählt zu der schon aufgebauten Kette dazu und unterbricht sie nicht. Ihr dürft allerdings nicht das Spiel neu starten, die Route verlassen oder ein Haus betreten, denn dadurch wird die Kette ebenfalls neu gestartet.

Shiny-Fishing-Methode

Wie der Name der Methode schon verrät, handelt es sich bei dieser Methode um die Aneinanderreihung von Begegnungen mit Pokémon, die man angelt. Diese Methode funktioniert nur in der sechsten Generation. Die Methode ist ziemlich simpel. Man stellt sich an eine Stelle, an der man angeln kann. Man wirft die Angel aus und muss einem Pokémon begegnen. Damit immer ein Pokémon anbeißt, sollte man ein Pokémon mit der Fähigkeit Saugnapf oder Wertehalter an der ersten Stelle im Team haben. Beißt ein Pokémon an und es ist nicht shiny, kann der Spieler es besiegen oder fliehen, aber nicht fangen, da das Fangen die Kette unterbricht. Auch wenn der Spieler sich bewegt oder die Funktionen vom PSS benutzt, wird die Kette abgebrochen. Nun wird so häufig geangelt, bis ein Shiny Pokémon an der Angel ist.                 

S.O.S.-Methode

Ab der siebten Generation (Mond/Sonne/Ultramond/Ultrasonne) ist es möglich, nach dem Absolvieren der ersten Inselprüfung, ein wildes Pokémon dazu zu bringen, nach Hilfe zu rufen. Begegnet der Spieler also nun dem Ziel-Pokémon, welches der Spieler als Shiny haben möchte, sollte er dieses z. B. mit der Attacke Trugschlag auf 1 Kp schwächen, damit es dann nach Hilfe ruft. Das Pokémon, welches als Hilfe erscheint, hat eine stark erhöhe Chance shiny zu sein. Um zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass das Pokémon um Hilfe ruft, zu erhöhen, sollte man in dem Kampf das Item Zitterorb einsetzen. Außerdem sollte man darauf aufpassen, dass dem Gegner-Pokémon nicht die AP ausgehen und es daraufhin Verzweifler einsetzt, wodurch es kampfunfähig wird. Bevor das passiert, ist es ratsam, einem zur Hilfe gerufenen Pokémon erneut mit Trugschlag die Kp auf 1 KP zu  schwächen und das erste Pokémon, welches wenig AP hat, kampfunfähig zu machen. Je häufiger ein Pokémon zur Hilfe gerufen wird, desto länger die Kette und umso höher die Wahrscheinlichkeit auf ein Shiny. Ab einer Aneinanderkettung von 31 Hilferufen beträgt die Wahrscheinlichkeit 1:315 und 1:273 mit Schillerpin. Außerdem sind dann mindestens 4 DV-Werte maximal, wodurch das Pokémon nicht nur die Chance auf die shiny Form besitzt, sondern auch auf perfekte Werte. Die Kette startet allerdings bei der Begegnung 255 neu. 

Shinys als Pokémon-Karten

Die Shiny-Pokémon sind natürlich auch als Pokémon Karten sehr begehrt. Den Anfang machten die Shiny-Versionen von Garados und Karpador in der damaligen Erweiterung Neo Revelation.

Shiny Karpador und Shiny Garados

Glurak, Mewtu, Celebi, Despotar, Stahlos,  Kabutops, Raichu und Noctuh setzten die Reihe fort in Neo Destiny im Jahr 2002 und sind heute sehr gefragte und damit auch teure Karten.

Shinys aus Neo Destiny

Erst 15 Jahre später, in 2017, kamen die Shiny-Karten in der Erweiterung Schimmernde Legenden im Sonne und Mond Zyklus wieder. Hier waren Mew, Vulcanion, Genesect, Jirachi, Rayquaza, Arceus und als Promo Ho-Oh, Lugia und Celebi als Karten erhältlich.

Shinys aus Schimmernde Legenden

Auch die Gold Star Karten, die in verschiedenen EX Erweiterungen veröffentlicht wurden, bildeten ein Pokémon in der Shiny-Form ab. Diese haben aber als Seltenheitsgrad nicht „shining-holo“, sondern „rare holo gold star“. Da es etwas mehr sind, werden nur einige von ihnen hier aufgezeigt.

Gold-Star-Karten

Die aktuelle Erweiterung, Verborgenes Schicksal, beinhaltet nun erneut Shiny-Pokémon. Neben „normalen“ Shiny-Karten , sind dieses Mal zum ersten mal auch Shiny-Gx-Karten dabei.

Shiny-GX aus Verborgenes Schicksal


Meine Meinung zu dem Thema „Shinys“

Ich selbst bin als Spieler nie wirklich auf Shiny-Jagd gegangen, da ich zum einen damals bei den Spielen Gold und Silber noch zu klein war und es nicht richtig mitbekommen habe, dass es nun Shiny Pokémon gibt. Zum anderen ist mir das Jagen in den späteren Teilen auch einfach zu zeitaufwendig gewesen. Das erste Mal, wo ich mich auf die Suche nach Schillernden Pokémon gemacht habe, war bei Pokémon Go und bei Let’s Go Pikachu/Evoli. Bei diesen Spielen ist es im Bereich des Möglichen einem Shiny zu begegnen. Häufig gefallen mir die andere Farbgestaltung der Pokémon auch nicht wirklich, wodurch ich mir ebenfalls nicht die Mühe machen würde, eines zu ergattern.

Nichtsdestotrotz bewerten andere Spieler und ich ein Shiny als eine Art besonderes Pokémon. Sie sind sehr selten, was ihren Wert untermalt und da es beim Pokémon Spielen ja darum geht, der beste zu sein, kann ich auch nachvollziehen, warum einige Spieler sogar 48 Stunden Zeit investieren, die Konsole soft zu resetten, um dann ein Shiny-Legendäres fangen zu können.

Ganz anders sieht es dann aber bei mir mit den Shiny-Pokémon Karten aus. Die jage ich tatsächlich sehr gerne. Verborgenes Schicksal steht bei mir grade im Fokus und auch Schimmernde Legenden hab ich vervollständigt. Schimmernde Legenden war sogar der Grund, warum ich wieder angefangen habe zu sammeln, da mir die Karten daraus besonders gut gefallen. Leider habe ich aber keine einzige der Shiny-Karten aus der Neo-Reihe und auch keine einzige Goldstar-Karte, da ich damals als Kind genau bei Neo Genesis aufgehört habe zu sammeln (ärgerlich).

Ich glaube, dass Shinys aus folgenden Gründen so beliebt sind. Zum einen sind Menschen Jäger und Sammler, was ganz besonders auf Pokémon Fans zutrifft. Da bietet es sich natürlich an Jagd auf die seltensten aller Pokémon zu machen. Ein weiterer Grund ist, dass Menschen gerne Dinge besitzen, die andere nicht besitzen. Und da dies häufig Dinge sind, die sehr teuer oder sehr selten sind (meistens beides), erklärt dies auch, warum Shinys so beliebt sind.

Wie hat euch mein Artikel über Shiny-Pokémon gefallen? Was fasziniert euch an Shinys und welches ist euer lieblings Shiny? Gerne Kommentare dalassen! Ansonsten bis zum nächsten Mal!

Euer Janosch

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