Yugioh – Viel Power, wenig Joey

Das letzte Hauptset kam vor über zwei Monaten; Zeit also, dass sich was tut im TCG! Ob Beyond the Brave das Spiel nachhaltig verändert und welche Karten ihr unbedingt auf dem Radar haben solltet, klären wir heute.

Die Rückkehr des ewigen Dritten

Nachdem das Packdesign von Chaos Origins mit Yugi darauf uns zurück in die ersten Jahre des TCGs versetzt hat, kommt nun mit Beyond the Brave ein Set, das Joey Wheeler und sein Battle City Deck ins Zentrum stellt. Dabei handelt es sich bei Beyond the Brave um ein Core-Boosterset, was bedeutet, dass ihr hier zwar durchaus wertvolle Karten ziehen könnt, aber eben keine Grand Master Rares. Die kehren dann im November mit Magnificent Maestros zurück.

Beyond the Brave nimmt nun also den besten Freund des Protagonisten Yugi in den Blick und widmet sich zu großen Teilen dessen Deck und leider auch dessen glücksbasierter Strategie. Das ist authentisch und passt wunderbar zu Joeys Deck im Anime. Zugleich ist das Deck aber eben einfach trotz neuer Karten nicht gut umgesetzt. Yugi, Pegasus, Marik und aller Wahrscheinlichkeit nach eines Tages auch Kaiba im noch völlig unbekannten Set Pride and Soul haben Neuauflagen ihrer Decks bekommen. Und bis auf Joey sind die auch wirklich gut. Toon wird das nächste Top-Meta-Deck und Mariks Strategie um den Geflügelten Drachen von Ra ist mit seinem OTK-Potenzial auch eine echte Bedrohug, oder zumindest als Engine erwägenswert. Joey kann da nicht mithalten und auch wenn auch das irgendwie loretypisch ist, enttäuscht dieser Schritt Konamis sicherlich viele Joey-Fans. 

Nun habe ich aber Joeys Deck bereits ausführlich in den Blick genommen und werde an dieser Stelle lediglich auf den Artikel verweisen. Stattdessen schauen wir uns heute einmal an, was aus Beyond the Brave ihr unbedingt auf dem Schirm haben solltet und euch im Idealfall zulegen könnt. 

Karten für jedermann

Besonders begehrt sind immer die generischen Karten und natürlich kann Beyond the Brave auch hier einiges anbieten.

Der große ritterliche Bandit

Diese Karte dürfte wohl die absolut begehrteste Karte des Sets sein, denn sie ist einfach allzu gut und wird fortan wohl in den meisten Decks gespielt werden. Sie stärkt endlich wieder going second Decks und wirkt der Bedeutung des Würfelwurfs am Anfang zumindest ein wenig entgegen: 

Wenn ihr nämlich keine Monster kontrolliert, könnt ihr Der große ritterliche Bandit als Tributbeschwörung beschwören, indem ihr Monster von der gegnerischen Spielfeldseite oder von eurer Hand als Tribut anbietet. So beschworen, schützt sie auch vor Handtraps, denn wenn der Gegner einen Karteneffekt auf der Hand, im Friedhof oder sogar aus der Verbannung heraus aktivieren möchte, könnt ihr diesen annullieren. Während der Battle Phase könnt ihr außerdem eure gesamte Hand vorzeigen und dann alle gegnerischen Monster in die Verteidigungsposition drehen. 

Fassen wir also zusammen: Diese Karte bricht das gegnerische Board, sie schützt euch vor Handtraps und erleichtert euch den Kampf gegen Monster mit hoher ATK und niedriger DEF. Klar also, dass jeder den großen ritterlichen Banditen spielen wird, oder? Entsprechend hoch ist der Preis für die Secret Rare und erst recht für die Overframe Rare Varianten. 

Elementarsage Doriado

Spannend wird es auch mit Elementarsage Doriado, die regulär als Secret Rare im Set vorkommt, aber als Overframe Rare auch als Ultra Rare oder Starlight Rare enthalten sein kann. 

Die Karte ist generisch geschrieben, zugleich aber auch sehr deckabhängig, denn ihr braucht ein Deck, das viele unterschiedliche Eigenschaften spielt. Habt ihr nämlich Monster mit drei unterschiedlichen Eigenschaften im Friedhof, könnt ihr sowohl ein Monster von eurem Friedhof als auch Doriado selbst spezialbeschwören. Auf dem Feld könnt ihr dann erneut checken, ob ihr trotz der Beschwörung vom Friedhof immer noch drei unterschiedliche Eigenschaften im Friedhof habt. Ist das der Fall, könnt ihr ein Monster vom Deck beschwören, das eine andere Eigenschaft als die Monster im Friedhof oder auf eurer Spielfeldseite hat. Weitere Restriktionen für das so beschworene Monster gibt es nicht: es kann seine Effekte aktivieren, es kann für jede Form der Beschwörung als Material verwendet werden und verweilt auf dem Feld, solange ihr das wollt – vorausgesetzt, der Gegner lässt das zu natürlich. Und das Schlimmste: Der Gegner kann auf diese Effekte nicht mal reagieren, das heißt, er muss sich das einfach anschauen und kann Elementarsage Doriado nicht annullieren. 

Die Karte ist einfach nur heftig und gerade der Umstand, dass der Gegner nicht auf sie reagieren darf, macht sie dann fast schon wieder unfair. Ich bin jedenfalls gespannt, wie sich Elementarsage Doriado im kompetitiven Spiel etablieren wird und welche Decks schlussendlich besonders von ihr profitieren. 

Audhumla, Urahnin der gefrorenen Weite

Die Ultra Rare Audhumla, Urahnin der gefrorenen Weite könnt ihr außerdem in Overframe Rare ziehen, wenn ihr Glück habt. 

Wenn insgesamt mindestens vier Karten auf dem Feld liegen, könnt ihr Audhumla von der Hand spezialbeschwören. Dann könnt ihr bis zu zwei eurer Zauber- oder Fallenkarten von eurer Spielfeldseite auf den Friedhof legen, dieselbe Anzahl an Karten ziehen und dann ein WASSER-Monster von der Hand spezialbeschwören. Per Schnelleffekt könnt ihr zusätzlich Audhumla, Urahnin der gefrorenen Weite in die verdeckte Verteidigungsposition ändern und so eure verdeckten Karten schützen, denn die kann der Gegner dann weder anwählen noch zerstören. 

Das passt ganz gut zum neuen Ashtra-Themendeck, das in Beyond the Brave sein Debüt feiert und gerade im Genesys-Format eine spannende Wahl ist. 

He, Weltraum-Trunade!

Über die neue Version der Riesen-Trunade habe ich schon mal vor einigen Monaten gesprochen, der Vollständigkeit halber gehört sie hier aber noch einmal erwähnt. Die Karte verfügt über einen angenehm kurzen Effekttext, der zwei Karten vom Feld auf die Hand zurückgibt, dabei nicht zielt und den Besitzer der zurückgegebenen Karten zwingt, dieselbe Anzahl an Handkarten unter das Deck zurückzulegen. Gebt ihr also zwei Karten auf die gegnerische Hand zurück, muss der Gegner dann auch zwei Karten von der Hand zurück ins Deck legen. Ist eine der zurückgegebenen Karten ein Extra Deck Monster, wandert dieses logischerweise auch zurück ins Extra Deck und es muss keine Handkarte zurückgelegt werden. Und manchmal kann es sogar sinnvoll sein, ein eigenes Monster zurückzugeben. Habt ihr zum Beispiel Schwarzes Chaos auf dem Feld, könnt ihr dessen Effekt nutzen und zwei gegnerische Karten verbannen. Anschließend holt ihr ihn euch mit He, Weltraum-Trunade! zurück auf die Hand und werft ihn für Gedankenvermischung ab. Solche Szenarien mögen nischig  und sehr situativ erscheinen, zeigen jedoch, wie vielseitig die Trunade eingesetzt werden kann.

Neues Futter für eure Themendecks

Natürlich bringt Beyond the Brave nicht nur generische Karten mit, sondern hat auch ordentlich Support für bestehende Decks dabei. 

Ritual von Licht und Finsternis

Gerade haben wir schon über Schwarzes Chaos gesprochen, also bleiben wir doch direkt dabei. Zwei spannende neue Karten bringt uns das neue Boosterset mit – und die sind angenehm niedrigpreisig.

Ich bin tatsächlich etwas unzufrieden, dass Beyond the Brave zwar Joeys Bild auf sein Booster setzt, dann aber kaum Rotäugig-Support dabei hat. Schw. Totenkopfdrache, der Erzunterweltler der Einheit ist zwar ebenfalls kein typischer Rotaugendrache, aber immerhin erinnern das Artwork und die Werte an den Schwarzen Totenkopfdrache, den Yugi theoretisch in Battle City auch beschwören könnte, da er im Laufe der Handlung Joeys Rotaugen erhält. 

Ihr könnt dieses Monster von der Hand in die Verteidigungsposition spezialbeschwören, indem ihr eine Ritual- oder Schnellzauberkarte abwerft. Danach dürft ihr eine Zauber- oder Fallenkarte, die Ritual von Licht und Finsternis erwähnt, direkt vom Deck oder dem Friedhof setzen. Der Nachteil ist allerdings, dass so gesetzte Schnellzauber- oder Fallenkarten nicht im selben Zug aktiviert werden können.

Während der Battle Phase könnt ihr außerdem dem Gegner 800 Lebenspunkte mopsen und sie der ATK dieser Karte zuführen. Aber auch da: Ihr müsst Schw. Totenkopfdrache, der Erzunterweltler der Einheit ja in die Verteidigungsposition beschwören, da bringt euch der ATK-Boost nicht sonderlich viel. Dafür ist diese Karte als Super Rare nicht sonderlich teuer und wird auch nur einmal gespielt.

Die zweite spannende Karte für das Deck ist die Schnellzauberkarte Zauberbrechendes Schwert. Und ist das Artwork nicht cool? Schade, dass sie nur eine Common ist, in Ultra Rare würde diese Karte sicher sehr hübsch aussehen. 

Mit ihr habt ihr die Auswahl zwischen zwei Effekten, könnt aber nur einen der beiden Effekte pro Spielzug nutzen. Entweder zerstört ihr alle offenen Zauberkarten des Gegners oder aber ihr wählt ein gegnerisches Monster. Dann zeigt ihr ein Ritual von Licht und Finsternis von eurer Hand oder dem Friedhof vor, setzt die ATK des gewählten Monsters auf 0 und annulliert seine Effekte. 

Und zuletzt: Wird Zauberbrechendes Schwert durch einen gegnerischen Karteneffekt zerstört, könnt ihr entweder eine zufällige Karte von der Hand des Gegners oder dem Feld zerstören. 

Beide Karten sind spielstark und haben ein klasse Artwork, aber beide funktionieren eben auch nicht alleine und brauchen die Ritualzauberkarte, um zu funktionieren und das macht sie dann doch wieder arg sperrig. 

Clowntrupp

Mit Clowntrupp Cappello kommt die vorerst letzte Karte des Decks zu uns ins TCG. Ich habe über diese Karte, damals noch unter anderem Namen, bereits vor Monaten gesprochen, daher möchte ich nun gar nicht mehr so groß auf ihren Effekt eingehen. Wichtig ist, dass das Deckthema nun über ein eigenes Pendelmonster verfügt, denn um die maximale Anzahl an zusätzlichen Draws zu bekommen, müsst ihr so viele Beschwörungsmechaniken wie möglich nutzen. 

Ars Magna

Ars Magna ist eigentlich ein gänzlich neuer Archetype und passt demnach hier eigentlich nicht unter diese Überschrift. Da Ars Magna aber vor allem in Elfnote gespielt wird und das Deck dadurch enorm pusht, begreife ich das neue Deckthema Ars Magna heute einfach als Elfnote-Support. Mit sechs Karten startet der Archetype ins TCG, ich möchte mir heute aber nur die selteneren Karten des Decks anschauen.

Theorealisierter Medius

Die zentrale Karte ist Theorealisierter Medius, der natürlich eine Secret Rare ist. Passenderweise wird der neue Medius als Machtpatron-Karte behandelt und kann von der Hand spezialbeschworen werden, wenn eine Machtpatron-Karte auf dem Feld liegt. Anschließend dürft ihr eurer Hand eine Theorealisier-Zauber- oder Fallenkarte vom Deck hinzufügen. 

Wird ein Monster offen verbannt, könnt ihr euch einen der beiden folgenden Effekten aussuchen und den aktivieren: 

Entweder könnt ihr eurer Hand eine Ars Magna Karte vom Deck hinzufügen oder aber ihr verbannt Theorealisierter Medius und beschwört ein Diactorus-Monster vom Extra Deck.

Ihr seht, der neue Medius ist der Leim zwischen ganz verschiedenen Deckthemen, die aber loretechnisch irgendwie zusammengehören und ist insgesamt eine unglaublich gute Karte, die knackige Preise erzielt.

Ars Magna des Endlichen und des Unendlichen

Mit einem etwas sperrigen Kartennamen kommt die Ultra Rare Ars Magna des Endlichen und des Unendlichen daher. 

Ihn könnt ihr von der Hand verbannen und dann eurer Hand ein Ars Magna Monster hinzufügen, das allerdings nicht vom Typ Krieger sein darf. 

Zusätzlich werden als netter Bonus die ATK-Werte aller Machtpatron-Linkmonster bis zum Ende des Zuges verdreifacht.

Ars Magna des Endlichen und des Unendlichen könnt ihr dann auch noch aus der Verbannung zurückbeschwören, wenn ein Link- oder Fusionsmonster beschworen wird und ja, das gilt auch für Beschwörungen, die der Gegner durchführt.

Auf dem Feld kann diese neue Ultra Rare dann auch noch ein Monster wählen und verbannen. Das geht aber nur, wenn ihr ein Linkmonster des Machtpatron-Archetypes kontrolliert. Insgesamt also ein echter Allrounder und als Ultra Rare definitiv spielenswert. 

Engelechy

Ich finde die Spielmechanik von Engelechy ja wirklich spannend und habe schon darüber nachgedacht, mir das Deck zuzulegen, aber so richtig in seinen Bann gezogen hat es mich bisher nicht. Mal sehen, ob sich das jetzt ändert.

Engelechy Schlossvogt

Hier spielen einmal mehr die Spalten, in denen die Karten liegen, eine entscheidende Rolle, was ich immer irgendwie spannend finde. Ihr könnt mit Engelechy Schlossvogt entweder ein Monster in der benachbarten Spalte zu dieser Karte wählen oder aber eine Zauber- oder Fallenkarte des Gegners, die zwei Spalten entfernt ist und die gewählte Karte verbannen. Wird der Schlossvogt als Synchromonster selbst in der Zauber- und Fallenkartenzone positioniert – was das ist, was das Deck ständig tut -, könnt ihr eine Karte des Archetypes vom Deck auf den Friedhof legen. Und dann ist da noch der kleine aber lästige Floodgate-Effekt des Schlossvogts, der den Gegner nur eine Karte pro Kette aktivieren lässt, was bisweilen enorm mühsam werden kann. 

Engelechy-Strategiebewertung

Weiteren einschlagenden Support erhält das Schachthema durch die Zauberkarte Engelechy-Strategiebewertung. Die Ultra Rare sucht euch eine Zauber- oder Fallenkarte des Archetypes aus dem Deck, dann seid ihr aber in LICHT oder FINSTERNIS Synchromonster gelockt. 

Vom Friedhof aus könnt ihr Engelechy-Strategiebewertung außerdem verbannen, um so ein Engelechy-Monster aus der Zauber- und Fallenkartenzone zurück ins Extra Deck zu legen und dann von dort aus zu beschwören. 

Das Deck gewinnt also weiter an Spielstärke. Immerhin: Auf der YCS Paris schaffte es das Deck unter die besten 78, was angesichts einer Teilnehmerzahl von über zweieinhalbtausend doch eine beachtliche Leistung ist. In die oberen Meta-Gefilde erhebt der neue Support die Schachengel nun nicht, aber immerhin werden ein paar der bisherigen Probleme des Decks dadurch endlich geheilt. Spaß machen dürfte Engelechy mit dem neuen Support allemal.

Beschworen

Konami ist gut zum Beschworen-Deck und hat erst in Chaos Origins neuen Support für das Deckthema mitgebracht. Jetzt geht es mit zwei Super Rares weiter und die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten, da ich weiß, dass Beschworen eine recht große Fanbase hat.

Beschwörung – „Gral“

Ein cooles Artwork bringt die Karte ja schon mal mit, werfen wir aber noch einen Blick auf den Effekt:

Wenn ihr ein Aleister-Monster in Rotation habt, also entweder auf dem Feld, im Friedhof oder in der Verbannung, könnt ihr einen der folgenden Effekte aktivieren:

Entweder führt ihr eine Fusionsbeschwörung durch und nutzt dafür ein Monster von der Hand oder dem Feld und eins vom Deck. Das Material wird dabei verbannt.

Oder ihr führt eine Fusionsbeschwörung durch und nehmt das Material vom Deck – je eins von eurer und eins von der gegnerischen Spielfeldseite. 

Als Schnellzauberkarte wäre Beschwörung – „Gral“ krass, als normale Zauberkarte ist sie aber auch nicht schlecht, zumal die Fusionsmonster des Deckthemas immer ein generisches Material benötigen. 

Beschworener De Anima

Ein neues Fusionsmonster darf hier natürlich auch nicht fehlen und das ist Beschworener De Anima. 

Als Material benötigt ihr einen Aleister und ein Monster, das vom Extra Deck spezialbeschworen worden ist. Auf Beschwörung dürft ihr euch dann einen der folgenden Effekte aussuchen:

Ihr könnt alle gegnerischen Monster zerstören, die vom Extra Deck spezialbeschworen worden sind oder aber ihr zerstört alle gegnerischen Zauber- und Fallenkarten.

Aktiviert euer Gegner außerdem einen Effekt im Friedhof, könnt ihr darauf via Schnelleffekt reagieren und De Anima verbannen. Dann beschwört ihr einen Aleister vom Deck und annulliert den gegnerischen Friedhofseffekt. 

Irgendwie wollte ich immer mal Beschworen spielen, habe mir die Karten aber nie zugelegt. Wirklich teuer ist das Deck ja nicht, aber der Preis von Aleister der sich Erinnernde schreckt mich gerade ziemlich ab – zumal ja in kurzen Intervallen immer auch neue Karten erscheinen, die man ja auch irgendwie braucht (ich schaue auf dich, großer ritterlicher Bandit). 

Der neue Archetype: Ashtra

Sprechen wir abschließend noch über den neuen Archetype des Sets und der heißt Ashtra. Auch hier werde ich nicht alle zehn neuen Karten besprechen, sondern mich erneut auf die seltenen und teuren Karten konzentrieren.

Akasuna der Kampf-Ashtra

Das Effektmonster Akasuna der Kampf-Ashtra könnt ihr spezialbeschwören, indem ihr eine eurer gesetzten Karten zurück auf die Hand nehmt, nachdem ihr sie vorgezeigt habt. Die folgenden zwei Effekte könnt ihr dann jeweils einmal pro Spielzug aktivieren: Zum einen könnt ihr während der Main Phase via Schnelleffekt eine Falle, die gesetzt ist oder sich auf eurer Hand befindet, auf den Friedhof legen und dann alle gegnerischen Monster in die verdeckte Verteidigungsposition ändern. Zum anderen könnt ihr während der eigenen End Phase eine Ashtra-Falle direkt vom Deck setzen.

Mikumari die Verbanner-Ashtra

Die zweite Secret Rare des Deckthemas könnt ihr genauso spezialbeschwören wie bereits Akasuna. Während eurer Main Phase könnt ihr euch dann ein Ashtra-Monster, das nicht vom Typ Wyrm ist, aus dem Deck suchen und es der Hand hinzufügen. 

Verwendet ihr außerdem Mikumari die Verbanner-Ashtra als Material für eine Synchrobeschwörung eines Ashtra-Monsters, könnt ihr eine Normale Falle vom Friedhof setzen.

Die schlechte Nachricht ist, dass ihr die beiden Secret Rares jeweils dreimal spielen müsst. Die gute Nachricht ist: Der Rest des Archetypes besteht aus Super Rares und Commons, ist also mehr als bezahlbar. Ob und wie sich Ashtra im Spiel etablieren wird, bleibt abzuwarten. Fallenbasierte Decks sind ja immer eine Sache für sich und auch wenn Labrynth eine zeitlang in der Meta mitspielen durfte, ist das auch schon längst Geschichte. Odion hatte nur eine kurze Phase der Turnierpräsenz und Fallendecks insgesamt sind einfach langsam und sperrig. Vielleicht lässt sich Ashtra ja gut kombinieren oder als kleine Engine spielen, aber auch dafür sind klassische Fallen einfach nicht relevant genug im kompetitiven Spiel. 

Viel Power, wenig Joey

Man sollte ja eigentlich erwarten, dass ein Set, das Joey Wheeler und einen Rotaugendrachen zeigt, auch auf Joey Wheeler und Rotäugig ausgerichtet ist. Aber irgendwie ist in dem Set nicht drin, was draufsteht. Der Time Wizard Support und das neue Joey Deck sind einfach nicht wirklich gut und könnten deutlich dynamischer und spielstärker gestaltet sein. Wie gesagt, es muss nicht immer Top Meta sein, aber zumindest doch so stark, dass es irgendwie auf Turnieren zum Einsatz kommen kann, wäre angemessen. Das vermisse ich wirklich, zumal Konami ja gerade dabei ist, die Charakterdecks zu pushen. 

Davon einmal abgesehen, beinhaltet Beyond the Brave aber eine ganze Reihe guter und starker Karten, die die kommenden Formate prägen werden. Besonders Der große ritterliche Bandit wird fortan in allen Decks, die auf ihre Normalbeschwörung verzichten können, gespielt werden. Ars Magna wird in Kombination mit Elfnote dem Deck ebenfalls ordentlich Wumms verleihen und die Einbußen der Banlist direkt wieder ausgleichen.

Kurz und gut: Es bleibt eigentlich alles, wie es vor der Banlist war – nur eben ein bisschen stärker.

Was sind eure persönlichen Leckerbissen aus Beyond the Brave? Habt ihr es, wie alle, auf den Banditen abgesehen oder gibt es Karten, die bisher noch niemand außer euch auf dem Schirm hat? Ich freue mich über eure Kommentare!

Euer

Hyozan

Über Hyozan

Yu-Gi-Oh!-Veteran der ersten Stunde

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