Yugioh – Tin of Ancient Battles: Das beste Produkt des Jahres!

Wahrlich, ich sage euch: lange musstet ihr harren, nun ist es endlich soweit und das beste Produkt des Jahres ist endlich da: Die Tin of Ancient Battles ist ein Set voller Reprints und einiger weniger neuer Karten. Die Reprints haben es aber in sich und sorgen jedes Jahr dafür, dass eigentlich teure Decks auch für die Spieler erschwinglich werden, die nicht so viel Geld in dieses Hobby stecken können oder wollen.

Wir nehmen heute die spielstärksten Reprints des Sets einmal in den Blick und schauen, ob die diesjährige Mega-Tin mit denen der letzten Jahre mithalten kann; in den letzten Jahren haben wir immerhin Kandidaten wie Nibiru, das Urwesen und den allseits gefürchteten Rotäugigen Dunklen Dragoner bekommen.

Das Set

Zunächst muss hier unbedingt das Design der Metallbox Erwähnung finden.

2019 erschien mit der Gold Sarcophagus Tin eine Box, die dem Kästchen, in dem sich die Teile des Millennium Puzzles befinden, nachempfunden ist. Im Folgejahr dehnte Konami diese Idee weiter aus und die Tin of Lost Memories zeigte die Basis der Steintafel, die in Battle City eine wichtige Rolle spielt.

Insofern überrascht es wenig, dass die diesjährige Mega Tin diese Idee fortführt und uns mit den altägyptischen Steintafeln der beiden Kontrahenten Blauäugiger weißer Drache und Dunkler Magier den mittleren Teil jener Steintafel präsentiert. Wenn dann die bisher namenlose Tin des nächsten Jahres mit den Bildern der drei ägyptischen Götter die Reihe abschließt, habt ihr ein eindrucksvolles Bild, wenn ihr alle drei Boxen aufeinander stellt. Das macht sich gut im Sammlerregal und ist wirklich dekorativ, zumal die Boxen nach wie vor in edlem Gold daherkommen.

Wenn ihr euch zur Genüge am Anblick der schönen Box geweidet habt, erwarten euch im Inneren drei Mega-Packs. Jedes dieser Packs beinhaltet 1 Prismatic Secret Rare, 2 Ultra Rares, 2 Super Rares, 1 Rare und 12 Commons.

Wie üblich beinhaltet dieses Set vor allem Reprints aus den besten Sets der letzten 12 Monate. In diesem Fall nun erwarten euch Karten aus zum Beispiel Ignition Assault, Eternity Code, Rise of the DuelistPhantom Rage oder dem Structure Deck Sacred Beasts.

Außerdem sind auch ein paar neue Karten enthalten, die mal wieder eher durchschnittlichen Support für Dunkler Magier und Blauäugiger weißer Drache bringen. Eine der neuen Karten jedoch dürfte massive Auswirkungen auf das Meta haben und die schauen wir uns auch direkt mal an.

Auslöschungsinformant

Als Duellant hat man es nicht leicht. Jeder Spielzug wird durch zahlreiche Handtraps behindert, man kann seine Züge kaum mehr ungestört entfalten und wenn alle Stricke reißen, reicht es meistens dennoch für Raubpflanze Verte-Anakonda und Rotäugiger Dunkler Dragoner. Seit der Limitierung von Vom Grab gerufen gibt es dann auch kaum mehr Mittel und Wege, gegnerische Handtraps zu annullieren, sodass man sich eigentlich nur seinem Schicksal ergeben kann.

Das wird nun anders, denn die lange erwartete Schnellzauberkarte Auslöschungsinformant kommt endlich ins TCG.

Die neue Ultra Rare sichert euch gegen jede Handtrap ab – zumindest potenziell, ihr müsst die Karte, die ihr annullieren wollt, nämlich selbst im Deck haben. Und das funktioniert so:

Ihr müsst zunächst einen Kartennamen deklarieren und dann die entsprechende Karte von eurem Main Deck verbannen. Dann werden für die Dauer des Spielzugs alle Karten mit dem deklarierten Kartennamen annulliert. Theoretisch könnt ihr mit Auslöschungsinformant jeden gegnerischen Karteneffekte annullieren, da ihr die Karte aber selbst spielen müsst und das meist nur aufs generische Handtraps zutrifft, wird diese Zauberkarte wohl vor allem dafür genutzt werden. Diese Einschränkung mag diese Karte auf den ersten Blick schwächer erscheinen lassen als Vom Grab gerufen, dafür könnt ihr mit Auslöschungsinformant auch Karten wie Nibiru, das Urwesen oder Unendliche Unbeständigkeit kontern.

Ohne Frage also dürfte diese neue Schnellzauberkarte einige Auswirkungen auf das zukünftige Meta- und Turniergeschehen haben.

Support für alte Freunde

Mittlerweile ist es fast schon Tradition, dass die Tin-Boxen auch Support für das Blauäugig-Thema und den Dunklen Magier mitbringen. Im Gegensatz zu der letztjährigen Tin ist der Support dieses Mal sogar einigermaßen brauchbar. Fraglich bleibt dennoch, ob die beiden ikonischen Decks tatsächlich in dieser Regelmäßigkeit neuen Support brauchen oder ob die Decks in ihren aktuellen Versionen nicht einfach als unterhaltsame Spaß-Decks mit einer schönen Spielmechanik bestehen dürfen. Aber immerhin zieren die beiden Hauptmonster aus den ersten Staffeln der Serie die Tin, da kann man sicher auch weiteren Support für die beiden Decks vertreten – ob wir dann im kommenden Jahr wohl exklusiven Götterkarten-Support erhalten werden, wenn die drei Ägyptischen Götter die Tin zieren? 

Neben dem bereits besprochenen Auslöschungsinformant kommen jedenfalls drei weitere Ultra Rares neu zu uns:

Wahres Licht

Was Ewige Seele für Dunkler Magier ist, ist True Light für die Blauäugigen. Einmal pro Spielzug könnt ihr einen Blauäugigen weißen Drachen von der Hand oder dem Friedhof spezialbeschwören. Alternativ könnt ihr auch eine Zauber- oder Fallenkarte direkt vom Deck aufs Feld setzen. Die Voraussetzung für diesen zweiten Effekt ist allerdings, dass ihr die entsprechende Karte weder kontrolliert, noch sie bereits im Friedhof habt, sodass sich dieser Effekt vor allem für Karten eignet, die ihr sowieso nur einmal spielt.

Ähnlich wie auch beim Pendant im Dunkler Magier Deck können eure Blauäugigen weißen Drachen nicht als Ziel für Karteneffekte gewählt werden. Bei Ewige Seele bleiben die Magier aber grundsätzlich von Effekten unberührt, was natürlich der deutlich bessere Effekt ist. Den Nachteil teilen sich dann beide Karten wieder, da sie alle eure Monster mitreißen, wenn sie zerstört werden.

Dunkelheit durchdringen

Diese permanente Zauberkarte könnt ihr sowohl im Dunkler Magier als auch im Blauäugig Deck spielen. Wenn ihr nämlich ein Normales Monster (das außerdem keine Spielmarke ist) beschwört, dürft ihr eine Karte ziehen. Wenn außerdem eines eurer Normalen Monster, das mindestens Stufe 5 hat, einen Angriff deklariert, erhält das angreifende Monster ATK in Höhe des gegnerischen Monsters. Dasselbe gilt für Ritual-, Xyz-, Synchro- und Fusionsmonster, die als Material ein normales Monster verwendet haben. Piercing the Darkness stärkt also den sowieso schon starken Rotäugigen Dunklen Dragoner weiter und macht ihn nun auch im Kampf zu einem schwer zu überwindenden Gegner – immerhin funktioniert der Effekt dieser Permanenten Zauberkarte nur im eigenen Zug und stärkt das Monster nicht, wenn es angegriffen wird.

Rettung des Magiers

Diese Karte nun ist, wie der Name schon sagt, der neue Support für das Dunkler Magier Deck.

Die Spielfeldzauberkarte lässt euch zum einen Ewige Seele direkt vom Deck setzen und facht zudem die Synergie zwischen Dunkler Magier und Dunkles Magiermädchen weiter an: Wird eines der beiden Monster beschworen, könnt ihr das jeweils andere vom Friedhof spezialbeschwören.

Bisher wird das Magiermädchen eher selten gespielt, obgleich Fusionsmonster wie Die Dunklen Magier aus Legendary Duelists: Magical Hero ihrer Beliebtheit schon sehr gut getan haben. Das könnte sich nun durch die neue Spielfeldzauberkarte ändern. Attraktiv ist diese nämlich, vor allem auch wegen der Suchbarkeit von Ewige Seele, durchaus.

Die Reprints

Neben den wenigen neuen Karten ist das Set vor allem für seine spielstarken Reprints bekannt. Unterstützt werden dabei konkrete Decks wie etwa @Ignister, Tri-Brigade oder Orcust, interessant sind aber natürlich vor allem die generischen Karten, die in möglichst viele Decks passen. Ich möchte gleichermaßen Support für starke Decks und generische Karten für die breite Masse in den Blick nehmen.

Göttliches Arsenal AA-ZEUS – Himmelsdonner

Zugegeben, dieses Xyz-Monster ist nicht gänzlich generisch und findet seinen Platz am ehesten in Zoodiak-Decks. Da diese aber jüngst erneut einen Banlist-Hit erfahren haben, sind die kleinen Tierkreismonster aktuell nicht derart präsent im Meta. Zoodiaks sind aber wahre Stehaufmännchen und kommen immer irgendwie zurück und schließlich lässt sich AA-ZEUS auch sonst wunderbar in Xyz-lastigen Decks spielen.

Neben den neuen Karten war Göttliches Arsenal AA-ZEUS – Himmelsdonner die erste angekündigte Karte und hat den Hype der diesjährigen Mega Tins ins Rollen gebracht. Als kurz darauf dann auch noch Auslöschungsinformant bestätigt wurde, war klar: die Tins sind mal wieder das Produkt des Jahres.

ZEUS nun ist recht simpel zu beschwören, ihr könnt als Material einfach ein beliebiges Xyz-Monster nehmen, das in diesem Zug gekämpft hat. Dann könnt ihr entspannt zwei Materialien abhängen und alle anderen Karten auf dem Feld auf den Friedhof legen. Zusätzlich versorgt sich dieses Monster selbst mit Material: wenn eine eurer Karten durch Kampf oder Effekt zerstört wird, könnt ihr eine Karte von der Hand, dem Deck oder sogar dem Extra Deck als Material an ZEUS anhängen. Insofern verfügt das Xyz-Monster neben seiner einfachen Beschwörung und seiner Zerstörungskraft auch noch über einen indirekten Sucheffekt. Kein Wunder also, dass ZEUS zu den stärksten Karten des vergangenen Jahres gehört und seit seinem Debüt in Phantom Rage nun zu den begehrtesten Reprints der Tin of Ancient Battles gehört.

Dogmatika

Als Engine fanden sich die Dogmatika-Karten im vergangenen Jahr in vielen Decks. Dogmatika Ecclesia, die Tugendhafte gehört dabei zu den wichtigsten Karten des Archetyps und ist in der Mega Tin in Prismatic Secret Rare enthalten. Aber auch Dogmatika Fleurdelis, die Ritterliche, Dogmatika Nexus und Dogmatika Maximus sind in Ultra Rare dabei. Getoppt wird das durch die begehrte Zauberkarte Nadir-Diener, ebenfalls in Ultra Rare.

Die Anfänge von Despia

Seit Dawn of Majesty ist der Despia Archetyp im TCG verfügbar. Bereits vor einem Jahr erschienen die ersten brauchbaren Karten für dieses Deck in Rise of the Duelist und sind nun auch in der Mega Tin erhältlich. In Ultra Rare findet ihr Reprints von Gefallener von Albaz und Titaniklad der Aschendrache, die beide für das neue Despia-Deck unerlässlich sind und nun einen guten Preissturz erfahren, nachdem ihre neue Spielbarkeit erst einmal für einen ordentlichen Anstieg der Preise gesorgt hat.

Chaosherrscher, der chaotische magische Drache

Hier haben wir es mit einem Synchromonster zu tun, das vor allem im Dragon Link Deck zu finden ist, aber auch in jedem anderen Deck, das den Friedhof als Ressource nutzt, einen Platz haben kann.

Ursprünglich als Secret Rare aus Rise of the Duelist, findet sich diese Karte nun als Ultra Rare in der Mega Tin. Mit ihr könnt ihr die obersten fünf Karten eures Decks ausgraben und ein Licht- oder Finsternis-Monster der Hand hinzufügen, während die anderen Karten auf den Friedhof wandern. Zusätzlich lässt sich Chaosherrscher auch einmalig vom Friedhof spezialbeschwören, indem ihr ein je ein Monster mit der Eigenschaft Licht und Finsternis von der Hand oder dem Friedhof verbannt. Dadurch folgt diese Karte der üblichen Mechanik des Chaos-Themas, wie wir sie in neuerer Zeit auch bei Chaosdrache Levianier, Weißer Drache Lindwurmstrahl und Schwarzer Drache Kollapschlange finden – ebenfalls alles Bestandteile in einem soliden Dragon Link Deck.

Steinbefreier

Die Steinbefreier waren im Sommer 2020 unter den Top-Meta Decks und konnten so manches Turnier für sich entscheiden. Das änderte sich schlagartig, als mit Blockdrache eine der wichtigsten Karten des Decks verboten wurde. Heute mögen die Steinbefreier zwar nicht mehr unbedingt zu den Spitzendecks gehören, an ihrer grundsätzlichen Spielbarkeit, ihrer abwechslungsreichen Mechanik und ihren tollen Artworks hat sich aber nichts geändert. Das Thema ist grundsätzlich auch nicht übermäßig teuer, lediglich Steinbefreier Forscherin riss ein Loch in eure Geldbeutel. Da sie aber nun einen Reprint in Ultra Rare erhält und die Tin die restlichen wichtigen Karten des Themas ebenfalls beinhaltet, dürften Steinbefreier auf Locals eventuell sogar wieder öfter zu sehen sein. Die Tin beinhaltet alles, was ihr dafür braucht.

Tierverzierter Archosaurier

Dinosaurier halten sich unter den Top Decks recht penetrant. Seit Sam Arunnaveesiri im vergangenen Jahr mit seinen Dinos das Remote Duel Invitational Turnier gewonnen hat, spielen die prähistorischen Echsen in der obersten Riege mit. Dazu kommt, dass das Deck insgesamt recht günstig ist, da es nicht zwingend ein Extra Deck benötigt und der Kern des Decks auf dem Structure Deck Dinosmasher‘s Fury basiert.

Teuer, für das Deck aber leider unerlässlich, ist die Monsterkarte Tierverzierter Archosaurier, der als Secret Rare in Eternity Code zu finden ist. Auch sie bekommt einen Reprint, sodass das Dino-Deck nun wirklich bezahlbar ist.

Auch das Xyz-Monster Evolzar Dolkka hat nach neun Jahren erst jüngst in King‘s Court einen Reprint erhalten, was den Preis des Decks weiter senkt.

Geistertrauernde und Mondeskälte

In Eternity Code haben wir mit Geistertrauernde und Mondeskälte eine neue Handtrap bekommen. Sie könnt ihr abwerfen, wenn euer Gegner ein oder mehrere Monster als Spezialbeschwörung beschwört und dann den Effekt eines der beschworenen Monster annullieren. Gleichzeitig erhält der Gegner Schaden in Höhe der Grund-ATK des Monsters, falls es in diesem Spielzug das Feld verlässt.

Geistertrauernde und Mondeskälte reiht sich so in eine mittlerweile recht stattliche Anzahl an Handtraps ein, was auch ihre Werte zeigen: Als Zombie-Monster mit 0 ATK und 1800 DEF steht sie zumindest formal Aschenblüte & Freudiger Frühling in nichts nach, kann jedoch mit ihrem Effekt nicht so ganz mithalten. Anders als die Aschenblüte hatte die Geistertrauernde nämlich keinen wirklich nennenswerten Einfluss auf das Meta.

Alpha, Bestienmeister

Die Secret Rare aus Phantom Rage kann recht problemlos spezialbeschworen werden. Dann könnt ihr beliebig viele Ungeheuer, Ungeheuer-Krieger oder Geflügeltes Ungeheuer zurück auf die Hand nehmen und dieselbe Anzahl gegnerischer Monster auf die Hand schicken. Das funktioniert natürlich im Tri-Brigade-Deck besonders gut, denn da werden vor allem Ungeheuer gespielt, theoretisch funktioniert Alpha, Bestienmeister aber auch generisch in jedem anderen Deck, denn er kann sich selbst auch auf die Hand zurückgeben.

Talent der drei Taktiken

Zum Schluss gibt es noch mal einen echten Knüppel: Talent der drei Taktiken vereint eigentlich alles, was das Spielerherz begehrt. Zwar könnt ihr die Zauberkarte nur aktivieren, wenn euer Gegner während eurer Main Phase einen Monstereffekt aktiviert hat, das dürfte aber in Zeiten von Dragoner und Handtraps recht einfach zu bewerkstelligen sein. Dann dürft ihr aber aus den Vollen schöpfen: Entweder könnt ihr ein gegnerisches Monster übernehmen (ohne zu zielen), oder zwei Karten ziehen, oder die gegnerische Hand inspizieren und eine Karte davon ins Deck mischen. Talent der drei Taktiken vereint also Topf der Gier, Überläufer und Starker Wachposten – drei Karten, die seit den frühen Anfängen von Yu-Gi-Oh! existieren und seit vielen Jahren verboten sind.

Aber da fehlt doch was!

Ja, die Tin ist voll von starken Karten und ich bin hier nun nur auf die allgemein interessantesten eingegangen. Natürlich werden noch viele Decks unterstützt, die ich hier nicht einmal erwähnt habe, wie etwa Generaider oder Meta-Kandidaten wie Virtualwelt und Drytron. Was also könnte da noch fehlen?

Zum einen wäre da die sehr begehrte Zauberkarte Blitzsturm, auf die viele Spieler gehofft haben.

Mit ihr könnt ihr entweder alle gegnerischen Monster in Angriffsposition oder alle gegnerischen Zauber- und Fallenkarten zerstören, vorausgesetzt, ihr kontrolliert keine offenen Karten.

Blitzsturm hat bereits in King‘s Court einen Reprint bekommen und könnte im anstehenden Structure Deck: Cyber Strike ebenfalls enthalten sein, wenn das Deck sich an die OCG-Vorlage hält.

Auch einen ersten Reprint von Verbotener Tropfen liefert die Tin nicht. Das ist schade, war gleichzeitig aber auch zu erwarten: zum einen liefern die Tins nie wirklich alle spielstarken Karten des vergangenen Jahres, sondern treffen eine solide Auswahl, zum anderen wird auch Verbotener Tropfen in naher Zukunft einen Reprint in Brothers of Legend bekommen, da wollte Konami eben nicht das ganze Pulver für die Tin verschießen – aus unternehmerischer Sicht nachvollziehbar.

Apropos nachvollziehbar: Viele hatten sich auch einen Reprint von Kammer-Drachenmädchen, einer Secret Rare aus Eternity Code, gewünscht. Diese erhält aber bereits in naher Zukunft im Maximum Gold El Dorado einen Reprint, sodass es eigentlich klar war, dass diese Karte nicht in der Tin zu finden sein wird. Maximum Gold El Dorado ist für November angekündigt und natürlich schon jetzt bei uns vorbestellbar.

Anders sieht es da nun aber mit Zugangskodier-Sprecher aus. Eigentlich bestand im Vorherein kein Zweifel, dass der in der Tin zu finden sein wird – leider ist aber auch das nicht der Fall, was für viele Spieler eine große Enttäuschung sein dürfte. Eventuell finden wir ihn ja auch in Maximum Gold – El Dorado?

Fazit

Die Mega Tins zählen ohne Frage zu den begehrtesten Produkten des Jahres und übertreffen sich von Jahr zu Jahr selbst. Auch wenn die diesjährige Tin erneut keine Promos beinhaltet und damit die Linie des letzten Jahres fortführt (was damals übrigens für einige Kritik gesorgt hat), so steht sie der Tin of Lost Memories von 2020 dafür auch in der Qualität der exklusiven Karten in nichts nach. Erneut haben wir etwas Support für Dunkler Magier und Blauäugiger weißer Drache, der meinem Empfinden nach dieses Jahr aber etwas brauchbarer ist als im vergangenen Jahr. Während wir im letzten Jahr durch die Tins Rotäugiger dunkler Dragoner bekamen, der übrigens trotz vieler Forderungen immer noch nicht auf der Banlist steht, schenkt uns Konami in diesem Jahr Auslöschungsinformant. Diese Schnellzauberkarte dürfte auf das Spiel noch mehr Auswirkungen haben als Dragoner und das Format nachhaltig ändern.

Auch bei den Reprints kommt jeder auf seine Kosten. Metarelevante Karten sind nun günstiger zu bekommen, eine Vielzahl an Decks erhält Support und viele Karten erhalten ein Upgrade ihrer Seltenheitsstufe, sodass ehemalige Commons nun auch durch glitzernde Versionen ersetzt werden können, was den Decks natürlich einen optischen Boost verleiht und gleichzeitig viele starke Decks erschwinglich macht. 

Das ganze kommt in einer dekorativen Box daher, die einem klaren Konzept folgt und so nicht nur als Stauraum dient, sondern auch im Regal eine gute Figur macht.

Insgesamt ist die Tin of Ancient Battles ein absolut gelungenes Produkt, an dem Sammler wie aktive Spieler gleichermaßen Spaß haben.

Euer

Hyozan

Über Hyozan

Yu-Gi-Oh!-Veteran der ersten Stunde

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